Werder in der Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen Gladbach: Samuel Mbangula überragend, Cameron Puertas spielfreudig

Der SV Werder Bremen gewinnt nach einer sehr starken Leistung mit 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Mio Backhaus: Hatte in seiner Geburtsstadt früh Glück, dass sein Fehler im Aufbauspiel unbestraft blieb (4.). Stark hingegen, wie er in letzter Sekunde die Hereingabe vor dem einschussbereiten Hack entschärfte (24.). Bei hohen Bällen wirkte er dennoch nicht immer sicher. Ansonsten selten gefordert. Note: 3

Werder Bremen in Noten gegen Borussia Mönchengladbach: Samuel Mbangula (li.) brillierte, Cameron Puertas (re.) feierte ein gutes Debüt.

Werder Bremen in Noten gegen Borussia Mönchengladbach: Marco Friedl stark im Zweikampf und Stellungsspiel

Yukinari Sugawara: Ließ defensiv über seine Seite kaum etwas zu und schaltete sich zudem immer wieder klug in die Offensive ein, etwa mit der Vorlage zum Treffer von Mbangula. In der zweiten Hälfte hätte er sich beinahe gleich zweimal selbst in die Torschützenliste eingetragen, doch sein abgefälschter Abschluss landete auf dem Tornetz (57.), und sein Schuss im Strafraum geriet zu ungenau (69.). Insgesamt erneut ein sehr abgeklärter Auftritt des Japaners. Note: 2,5

Marco Friedl (bis 83.): Der Kapitän kehrte nach seiner Knieverletzung sofort in die Startelf zurück und übernahm den rechten Part der Innenverteidigung. Hatte dort bei zahlreichen Flanken der Borussia alle Hände voll zu tun, entschied allerdings so gut wie jedes Kopfballduell für sich und zeigte darüber hinaus mehrfach seine Cleverness im Zweikampf und Stellungsspiel. Note: 1,5

Karim Coulibaly: Der 18-Jährige durfte zum zweiten Mal in Folge von Beginn an ran. Leistete sich erneut im ersten Durchgang ein paar Abspielfehler im Aufbau, zeigte sich im Zweikampf jedoch robust und kompromisslos. Insgesamt wieder ein bemerkenswert ruhiger und selbstbewusster Auftritt des Youngsters. Note: 2,5

Felix Agu: Bekam es mit dem umtriebigen Honorat zu tun, hatte diesen aber über weite Strecken im Griff. In der Offensive mit kaum nennenswerten Vorstößen, und wenn doch, haperte es meist an der Präzision. Rettete in letzter Not aufmerksam auf der Linie den Kopfball von Reitz (69.). Note: 3

Schon gelesen? „Und jetzt lasst uns sehen, was diese Saison möglich ist“ - die Stimmen zum eindrucksvollen Werder-Sieg in Gladbach!

Werder Bremen-Einzelkritik mit Noten gegen Gladbach: Jens Stage gibt Top-Comeback

Jens Stage (bis 63.): Stand nach zweimonatiger Verletzungspause direkt wieder in der Startelf. Brauchte kurz, um ins Spiel zu finden, überzeugte dann aber mit seiner gewohnt starken Präsenz gegen den Ball. In der 26. Minute veredelte er einen starken Bremer Angriff mustergültig ins lange Eck. Zeigte mit seiner Zweikampfstärke seine enorme Bedeutung und bot ein starkes Comeback. Note: 2

Senne Lynen: Unterstrich erneut, warum er als Taktgeber des Bremer Spiels gilt. Hatte defensiv mehrere entscheidende Balleroberungen und beruhigte das Spiel immer wieder mit klugen Pässen – auch wenn nicht jeder davon ankam. Stopfte auch nach der Pause durch seinen unermüdlichen Einsatz viele Löcher. Note: 2,5

Romano Schmid: Musste zunächst auf den rechten Flügel ausweichen und hatte von dort im ersten Durchgang weniger Einfluss auf die Partie. Arbeitete dennoch enorm viel und war an der Entstehung des zweiten Treffers beteiligt. Rückte nach der Pause zurück auf die angestammte Zehnerposition und drehte von dort spürbar auf. Bereitete sowohl die Großchancen von Grüll als auch von Sugawara mustergültig vor. Blieb zudem erneut vom Elfmeterpunkt eiskalt (74.). Note: 2,5

Werder Bremen-Noten gegen Borussia Mönchengladbach: Samuel Mbangula überragend, Cameron Puertas spielfreudig

Samuel Mbangula (bis 75.): Anfangs unauffällig, dann aber mit einem absoluten Traumtor von der Strafraumkante unter die Latte zur Führung – sein erster Treffer im Werder-Trikot (15.). Im Anschluss an fast jedem gefährlichen Angriff beteiligt, unter anderem mit der Vorlage zum zweiten Tor. Holte zudem den Elfmeter mit einem beherzten Dribbling heraus. Darüber hinaus phasenweise technisch eine Augenweide – ein super Auftritt des Sommer-Neuzugangs. Note: 1

Cameron Puertas (bis 83.): Der Neuzugang begann auf der Zehnerposition und hatte früh die erste gute Abschlusschance, sein Schuss war jedoch zu unplatziert (10.). Auch danach suchte er aus vielen Lagen den Abschluss, blieb dabei aber meist unpräzise. Darüber hinaus war der Neuzugang enorm viel unterwegs. Auch wenn noch nicht alles gelang, war es ein spielfreudiges und gelungenes Debüt, das er mit einem wichtigen Ballgewinn vor dem 4:0 krönte. Note: 2,5

Marco Grüll: Erhielt in der Sturmspitze den Vorzug vor Neuzugang Boniface und arbeitete dort gewohnt emsig. Machte viele lange Bälle fest und stellte sich in der Defensivarbeit in den Dienst der Mannschaft. Dafür allerdings im letzten Drittel mit Pech im Abschluss: zunächst knapp vorbei (68.), kurz darauf an die Latte (73.). Note: 3

Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach: Victor Boniface legt auf, Justin Njinmah trifft

Leonardo Bittencourt (ab 63.): Der Routinier ersetzte Stage nach etwas mehr als einer Stunde und fügte sich nahtlos in die starke Werder-Vorstellung nach der Pause ein. Note –

Justin Njinmah (ab 75.): Kam für Mbangula und rückte auf die rechte offensive Außenbahn. Blieb nach Boniface-Vorlage eiskalt und erzielte seinen zweiten Saisontreffer (81.). Note –

Victor Boniface (ab 75.): Ersetzte Schmid, feierte sein Debüt im Werder-Trikot und zeigte sofort seine Klasse: Mit einem cleveren Zuspiel auf Njinmah steuerte er direkt seine erste Vorlage bei. Note –

Patrice Covic (ab 83.): Sammelte noch ein paar Bundesliga-Minuten. Note –

Skelly Alvero (ab 83.): Rückte für Friedl in die Innenverteidigung und brachte das Ergebnis sicher über die Zeit. Note –

Weiter mit der Aufstellung:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Gladbach: Marco Friedl und Jens Stage zurück in der Startelf - Cameron Puertas gibt Debüt

Welche Startelf schickt Trainer Horst Steffen im Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach ins Rennen? So könnte die Bremer Aufstellung aussehen!

Update vom 14. September, 16.20 Uhr: Da ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach – Trainer Horst Steffen wirft Neuzugang Cameron Puertas direkt in die Anfangsformation, außerdem ist Jens Stage zurück. Hier gibt‘s die komplette Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach im DeichStube-Liveticker.

Bremen – Auch dieses Mal absolvierte der SV Werder Bremen sein Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) hinter verschlossenen Türen. Während unter Vorgänger Ole Werner die Einheit zumindest in der Regel halböffentlich stattgefunden hatte, lässt sich der neue Bremer Cheftrainer Horst Steffen in der letzten Trainingseinheit vor einem Pflichtspiel bislang nicht mehr in die Karten schauen. Ein paar wichtige Infos hatte Steffen dafür bereits am Vortag auf der Pressekonferenz öffentlich gemacht. So werden sowohl Kapitän Marco Friedl als auch Mittelfeldspieler Jens Stage die Reise nach Gladbach antreten und somit möglicherweise ihr Comeback nach ihren überstandenen Verletzungen geben - und direkt in die Bremer Startelf rücken?

Marco Friedl (links) dürfte gegen Borussia Mönchengladbach in die Startelf des SV Werder Bremen zurückkehren, auch Victor Boniface (rechts) dürfte in der Bremer Aufstellung stehen.

Werder Bremens Aufstellung gegen Borussia Mönchengladbach: Karim Coulibaly dürfte neben Marco Friedl verteidigen

In der Defensive drückt vor Stammtorwart Mio Backhaus angesichts von sechs Ausfällen (Mitchell Weiser, Maximilian Wöber, Amos Pieper, Julian Malatini, Olivier Deman und Niklas Stark) nämlich weiterhin der Schuh, weshalb die Rückkehr von Friedl enorm wichtig ist. Neben dem Kapitän kann sich Horst Steffen in der Innenverteidigung zwischen Karim Coulibaly und Skelly Alvero entscheiden. Für einen Startelf-Einsatz von Alvero spricht, dass er seine Sache gegen Bayer Leverkusen (3:3) nach seiner Einwechslung gut gemacht hat und zudem der einzige verbliebene Rechtsfuß für diese Position ist. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass erneut der 18-jährige Coulibaly, der sich bei seinem Startelf-Debüt gegen Leverkusen nach einigen Patzern in der ersten Hälfte deutlich steigerte, schließlich den umjubelten Ausgleich erzielte und in der Länderspielpause auch bei der deutschen U19-Nationalmannschaft überzeugte, den Vorzug erhält. Auf den beiden Außenverteidigerpositionen in der Bremer Aufstellung ist erneut mit dem Duo Yukinari Sugawara (rechts) und Felix Agu (links) zu rechnen. Besonders der japanische Nationalspieler hinterließ bei seiner Werder-Premiere vor zwei Wochen einen sehr überzeugenden Eindruck.

Werder Bremens Aufstellung gegen Borussia Mönchengladbach: Leonardo Bittencourt dürfte erneut in der Startelf stehen

Am spannendsten dürfte die Wahl des zweiten Sechsers im Mittelfeld neben dem gesetzten Senne Lynen sein. Dort hat Horst Steffen mit Neuzugang Cameron Puertas, Rückkehrer Jens Stage, Routinier Leonardo Bittencourt und Youngster Patrice Covic gleich vier hochkarätige Alternativen. Aufgrund der körperlichen Spielweise von Borussia Mönchengladbach sowie der langen Ausfallzeit von Stage dürfte die Entscheidung für den Platz in der Aufstellung des SV Werder Bremen wohl zwischen Puertas und Bittencourt fallen – möglicherweise mit leichtem Vorteil für Bittencourt, der nach seiner Einwechslung gegen Leverkusen ein entscheidender Faktor für die Bremer Aufholjagd war. Die Dreierreihe davor dürfte erneut aus Samuel Mbangula, Romano Schmid und Justin Njinmah bestehen. Im Sturmzentrum ist damit zu rechnen, dass Victor Boniface seine Premiere im Werder-Dress gleich in der Startelf feiern darf und zunächst Marco Grüll ersetzt. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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