Werder in Noten gegen Frankfurt
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Michael Zetterer und Marco Friedl überzeugen - Jens Stages Bärendienst
Der SV Werder Bremen hat sich beim 1:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt erkämpft. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten.
Michael Zetterer: Parierte stark gegen Marmoush und rettete danach auch ohne Rücksicht auf Verluste gegen Knauff (18.). Zwischendurch kurz etwas zu lässig (31.), dann aber wieder gedankenschnell (42.) und hellwach (44.) bei zwei SGE-Gelegenheiten. Beim 1:1 ohne Chance, danach wichtig gegen Knauff zur Stelle (78.). Note 2
Amos Pieper (bis 51.): Erstmals seit Oktober und seinem kurz darauf erlittenen Knöchelbruch wieder in der Startelf. Die fehlende Spielpraxis war dem 26-Jährigen anzumerken, er wirkte – trotz guter Flugkopfballchance – mitunter zu langsam in seinen Aktionen, was sich nach der Pause beinahe gerächt hätte (47.). Der Abend endete bitter: Pieper musste verletzt runter und war sichtlich geknickt. Note 4,5
Marco Friedl: Wenn der Kapitän so weitermacht, wird es vielleicht doch noch etwas mit dem EM-Ticket. Verteidigte schnörkellos und klärte mehrmals in höchster Not. Auch mit seiner Körpersprache ein Vorbild für sämtliche Mitspieler. Hatte nur zwei schwache Minuten, in denen er gleich zweimal foulte und deshalb die fünfte Gelbe sah. Und das ist für Werder momentan enorm ärgerlich. Note 2
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Milos Veljkovic zunächst mit Anpassungsproblemen, steht aber dann goldrichtig
Milos Veljkovic: Rückte durch die Jung-Sperre ins linke Glied der Dreierkette. Hatte zunächst Anpassungsprobleme, arbeitete sich dann aber ins Spiel und verdiente sich für eine wichtige Grätsche im ersten Durchgang Szenenapplaus aus dem Gästeblock. Stand in Durchgang zwei goldrichtig und staubte zum 1:0 ab (62.). Machte dann beim 1:1 trotz eines Schubsers keine gute Figur (76.). Note 3,5
Mitchell Weiser: Kam fast gar nicht zur Entfaltung. Wurde stets intensiv bedrängt – kam er doch mal durch, leistete er sich zu viele Ungenauigkeiten oder traf grundsätzlich falsche Entscheidungen. Verzockte sich bei einem Konter in der Nachspielzeit. Note 4,5
Senne Lynen: Machte zunächst dort weiter, wo er vor seiner Gelbsperre aufgehört hatte – er agierte viel zu fehlerhaft auf der Sechs. Erreichte dann schleppend halbwegs die Form, die ihn noch zu Beginn der Rückrunde ausgezeichnet hatte. Und das tat Werder gut. Note 3,5
Felix Agu (bis 90.): Hatte zunächst Probleme mit der Standfestigkeit und der Geschwindigkeit seiner Gegenspieler. Fand sich dann aber immer besser zurecht, löste viele wichtige Situationen im richtigen Moment und war selbst häufig nur durch Fouls zu stoppen. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Jens Stage vergibt zwei Großchancen - und fliegt dann vom Platz
Jens Stage: Zurück im Mittelfeld, wo er schwer in die Partie fand. Vergab dann die Riesenchance zur Führung, als er nach ganz feinem Spielzug einfach treffen musste, aber an Trapp scheiterte (25.). Das tat der Däne später nach einem Freistoß erneut – dieses Mal war Veljkovic aber zur Stelle (62.). Sah dann Rot wegen eines rüden Fouls, was ihm so einfach nicht passieren darf (73.). Note 5
Leonardo Bittencourt (bis 90.): Begann dynamisch, war dann länger nicht zu sehen – außer beim Einleiten der Stage-Gelegenheit. Fiel erst später wieder durch einen guten Freistoß und eine beherzte Grätsche auf (55./57.). Bei einem Konter dann zu hektisch (71.). Note 4
Romano Schmid: Wurde als zweite Spitze aufgeboten, wo er seine Schnelligkeit ausspielen sollte. Das war ein recht undankbarer Job gegen robuste Eintracht-Verteidiger, die spielerischen Stärken des Österreichers kamen selten zum Tragen – was weniger an ihm als an ungenauen Zuspielen der Nebenleute lag. Note 4
Werder Bremens Kapitän Marco Friedl: „Man hat eine Reaktion gesehen, wir haben richtig gefightet“ - die Stimmen zum Remis in Frankfurt!
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Marvin Ducksch leitet das Bremer Tor ein - bleibt sonst aber blass
Marvin Ducksch (bis 81.): Diese Freistoß-Hereingabe, die das 1:0 einleitete wird ihm gut tun. Schoss bessere Standards als zuletzt. War auch in die schöne Kombination vor der Stage-Chance involviert, hing ansonsten trotz viel Einsatz weitgehend in der Luft. Bei einer Top-Konterchance von Schmid passte er viel zu steil (60.), sah dann – mal wieder – Gelb wegen Meckerns. Note 3,5
Julian Malatini (ab 51.): Kam für den verletzten Pieper und irrte gleich mal ein wenig durch den Strafraum (58.). Wackelte auch danach. Note 4
Nick Woltemade (ab 81.): Machte hintenraus den Ball fest. Note -
Olivier Deman (ab 90.): Kam zu einem intensiven Kurzeinsatz. Note -
Christian Groß (ab 90.): Half beim Endspurt. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: Amos Pieper in der Startelf - Ole Werner nimmt vier Änderungen vor
Der SV Werder Bremen spielt am Freitag (20.30 Uhr) auswärts im Deutsche Bank Park gegen Eintracht Frankfurt. Das ist die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner!
Update vom 5. April 2024 (19.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da: Trainer Ole Werner nimmt vier Änderungen vor! Die komplette Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gibt es hier im Liveticker der DeichStube!
Weiter mit der ursprünglichen Meldung:
Bremen – Vier fehlen, drei kehren zurück: Auf diese einfache Formel lässt sich die Personalsituation des SV Werder Bremen vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (Freitag, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) bringen, was für Trainer Ole Werner einmal mehr bedeutet, reichlich Umbauten an seiner Startelf vornehmen zu müssen.
Während Mitchell Weiser (auf der rechten Außenbahn), Senne Lynen (auf der Sechserposition) und Jens Stage (auf der Achterposition) nach ihren abgesessenen Gelbsperren allesamt wieder spielberechtigt sind und gegen Eintracht Frankfurt sehr wahrscheinlich in der Startelf stehen werden, stehen dem SV Werder Bremen die verletzten Skelly Alvero, Justin Njinmah und Niklas Stark so wie der rotgesperrte Anthony Jung nicht zur Verfügung.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: Amos Pieper könnte in die Startelf rücken
Jungs Ausfall in der Dreierkette könnte Werder Bremen auf der linken Seite mit Milos Veljkovic kompensieren. Zwar ist Marco Friedl als Linksfuß ebenfalls ein Kandidat, der Kapitän wird gegen Eintracht Frankfurt im Zentrum aber dringender gebraucht. Veljkovics Posten auf der rechten Seite in der Bremer Aufstellung könnte wiederum Amos Pieper übernehmen, für den es der erste Startelf-Einsatz nach auskuriertem Knöchelbruch wäre. Alternativ steht Julian Malatini zur Verfügung.
Auf der linken Außenbahn hat Ole Werner die Wahl zwischen Olivier Deman und Felix Agu, die sich in dieser Saison ein offenes Rennen liefern. Möglich, dass Linksfuß Deman dieses Mal die Nase vorn hat. Weniger knifflig dürfte die Entscheidung auf den Achterpositionen ausfallen, wo neben Stage auch Romano Schmid bei Werner in dieser Saison unumstritten ist. Gegen Eintracht Frankfurt könnte das Duo nun erstmals seit zwei Partien wieder gemeinsam in der Startelf hinter den Spitzen auflaufen. Ganz vorne ist Marvin Ducksch ohnehin in der Aufstellung des SV Werder Bremen gesetzt. Für den Job an seiner Seite dürfte Nick Woltemade der Favorit sein. Dawid Kownacki ist zwar ebenfalls wieder fit, wird sich aber wohl einmal mehr mit der Rolle als Joker begnügen müssen. (dco)
