Heimspiel gegen Mainz 05
Werder Bremen in Noten gegen Mainz: Schmid und Defensive top, Alvero ganz unglücklich
Werder Bremen in Noten gegen FSV Mainz 05: Beim knappen 1:0-Heimsieg überzeugten einige Bremer, Skelly Alvero fiel hingegen ab. Die Einzelkritik.
Michael Zetterer: Blieb in der ersten Hälfte komplett beschäftigungslos. Kurz nach der Pause dafür gefordert und überragend zur Stelle (50.). Hatte gleich zweimal das Glück, dass ihn Latte und Pfosten (61.) retteten. Note 3
Niklas Stark: Kehrte nach überstandener Krankheit zurück in die Startelf und warf sich sofort wieder in jeden Zweikampf. Sah nach einem überharten Einsteigen gegen Lee die Gelbe Karte (42.). Rettete artistisch mit einem Fallrückzieher in höchster Not (69.). Sah in der Nachspielzeit für Zeitspiel Gelb-Rot. Note 2
Defensive überzeugt: Werder Bremen in Noten gegen FSV Mainz 05
Marco Friedl: Der Kapitän dirigierte die Dreierkette und hatte Stoßstürmer Weiper weitestgehend im Griff. Sah nach einem Foul an Nebel die Gelbe Karte (26.). Unterband mit gutem Stellungsspiel mehrfach Mainzer Konter. Spielte nach langer Verletzungsbehandlung durch. Kassierte in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte wegen Meckerns. Note 2
Anthony Jung (bis 86.): Agierte im ersten Durchgang in seinen Defensivzweikämpfen mit viel Übersicht und verteidigte mehrfach kompromisslos. Blockte später im letzten Moment entscheidend den Schuss von Nebel (51.). Note 2,5
Mitchell Weiser: Bereitete Schmids frühe Großchance mit einer starken Flanke vor (1.), wirkte auch im Anschluss spielfreudig. Versuchte viel, doch war bei Weitem nicht so sehr in Werders-Offensivspiel einbezogen wie gewöhnlich. Hatte Pech, dass sein Treffer aufgrund einer Abseitsposition nicht zählte (75.). Note 3
Senne Lynen: Hatte Glück, dass sein haarsträubender Fehlpass ungestraft blieb (20.). Präsentierte sich ansonsten deutlich zweikampstärker als zuletzt. Musste in der Zentrale viele Löcher stopfen und lief bereits in der ersten Halbzeit über sechs Kilometer. Note 3
Issa Kaboré (bis 71.): Der Winter-Neuzugang feierte sein Startelf-Debüt und zeigte von Beginn an einen sehr engagierten Auftritt. Schaltete dafür im Defensivverhalten bei langen Bällen mehrfach zu langsam. Kämpfte trotzdem unermüdlich und machte nach 70 Minuten für Köhn Platz. Note 2,5
Werder Bremen in Noten gegen FSV Mainz 05: Romano Schmid und Leonardo Bittencourt stark
Leonardo Bittencourt (bis 33.): Ersetzte den gelbgesperrten Stage und erzielte nach einem Eckball die Bremer Führung, da er im Getümmel am schnellsten reagierte (14.). Verbiss sich in jeden Zweikampf. Verletzte sich nach einer halben Stunde und musste angeschlagen vom Platz (33.). Note 2
Romano Schmid: Beinahe mit der frühen Führung, doch sein Kopfball landete am Pfosten (1.), wenige Minuten später erneut hellwach als er gegen Torhüter Zentner stark nachsetzte und den Elfmeter herausholte (9.). Mit toller Übersicht vor Duckschs Großchance (30.). War über weite Strecken Werders Aktivposten, fiel in der zweiten Hälfte allerdings etwas ab. Note 2
Marvin Ducksch (bis 71.): Scheiterte vom Elfmeterpunkt mit einem zu unplatzierten Versuch am Mainzer Keeper (12.). Vergab leichtfertig die Chance auf das 2:0 (30.). Über weite Strecken der zweiten Hälfte kaum ins Spiel eingebunden. Musste folgerichtig nach etwas mehr als 70 Minuten runter. Note 4,5
Justin Njinmah: Stand zum ersten Mal seit dem 13. Spieltag in der Anfangsformation und brachte sofort Schwung in Werders Offensivaktionen. Vertändelte leichtfertig einen aussichtsreichen Konter (17.). Hätte das zweite Tor erzielen müssen, doch sein Lupfer freistehend vor Zentner landete auf dem Tornetz (76.). Note 3,5
Skelly Alvero enttäuscht nach Einwechslung gegen FSV Mainz 05 - Werder Bremen in Noten
Skelly Alvero (ab 36.): Ersetzte den angeschlagenen Bittencourt und fügte sich prompt mit mehreren leichten Ballverlusten ein. Blieb auch in der Folge in vielen Aktionen sehr unglücklich. Note 5
Marco Grüll (ab 71.): Kam für Ducksch und leitete die Großchance von Njinmah per Traumpass ein (76.). Note –
Derrick Köhn (ab 71.): Sein Abschluss landete aus guter Position über dem Tor (83.). Note –
Amos Pieper (ab 86.): Half dabei mit, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremens Aufstellung gegen Mainz: Issa Kaboré in der Startelf – und eine Überraschung
Der SV Werder Bremen spielt am 20. Spieltag der Bundesliga gegen den 1. FSV Mainz 05. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner aussehen.
Update vom 31. Januar 2025 (19.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da - Issa Kaboré startet erstmals, Niklas Stark kehrt zurück, Justin Njinmah verdrängt etwas überraschend Marco Grüll! Die ganze Werder-Startelf findet ihr im Liveticker zum Spiel SV Werder Bremen gegen den FSV Mainz 05!
Bremen – Kommt es womöglich zu einer grün-weißen Premiere? Nach der starken Einwechslung beim 2:2 gegen den BVB drängt Issa Kaboré beim SV Werder Bremen jedenfalls in die Startelf. Es wäre sein Debüt von Beginn an nach zuvor vier Einwechslungen. Der Winter-Neuzugang von Manchester City bringt nicht nur die Fans zum Schwärmen, sondern seinen Cheftrainer Ole Werner vor dem Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr, live im TV und Livestream) gegen den 1. FSV Mainz 05 ziemlich ins Grübeln. Soll der 36-Jährige den Mann aus Burkina Faso gegen Mainz ins kalte Wasser werfen oder in seiner Aufstellung doch weiter auf Derrick Köhn setzen?
Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FSV Mainz 05: Steht Derrick Köhn oder Issa Kaboré in der Startelf?
„Issa ist voll integriert, hat die Abläufe, die wir als Mannschaft auf den Platz bringen, schon verinnerlicht“, sagt Werner über Kaboré – und fügt an: „Deshalb ist er auch ein Kandidat für einen Startelf-Einsatz.“ Köhn und Kaboré seien Spieler, „die in vielen Bereichen ein ähnliches Profil haben, beide haben eine sehr gute Geschwindigkeit. Beide sind sehr aufmerksam im Defensivverhalten. Derrick läuft mehr Situationen ab, Issa spielt mehr gegen den Mann“, so der Coach des SV Werder Bremen. „Für Derrick spricht sicherlich auch die Qualität des linken Fußes, die Flanken, die letzten Pässe, die er damit spielen kann. Issa ist ein bisschen stärker im direkten Eins-gegen-eins – darin, mit Finten oder mit dem Ball am Fuß am Gegenspieler vorbeizukommen.“ Köhn verfüge zudem über ein besseres Timing bei Läufen ohne Ball, was Werner mit der besseren Abstimmung mit den Mitspielern begründet.
Gut möglich also, dass Köhn trotz des starken Kaboré-Auftritts in Dortmund die Nase doch noch einen kleinen Tick vorne hat. „Ganz egal, wie man sich da entscheidet – ich bin mit beiden sehr, sehr zufrieden“, lässt Werner seine finale Entscheidung für die Aufstellung gegen den FSV Mainz 05 offen. „Derrick ist jetzt genau eine halbe Saison bei uns und hat seinen Wert bei uns mehrfach unter Beweis gestellt. Ich bin sowohl vom Charakter als auch vom Fußballer Derrick Köhn total überzeugt – er ist ein totaler Mehrwert. Issa hat jetzt eben über die Einwechslungen gezeigt, welche Qualität er der Mannschaft geben kann. Es ist keine einfache Entscheidung, weil ich da zwei sehr gute Spieler habe.“
Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen FSV Mainz 05: Ole Werner setzt auf Bewährtes - Marvin Ducksch fit
Ansonsten dürfte Werner bei der Wahl seiner Startelf auf Bewährtes setzen. In die Dreierkette vor Torhüter Michael Zetterer dürfte erneut Niklas Stark rücken. Der Ex-Herthaner hat seine Erkältung aus der Vorwoche auskuriert und würde Milos Veljkovic wieder auf die Bank verdrängen. Neben Stark bleiben Kapitän Marco Friedl und Anthony Jung bei Werder Bremen gesetzt. Auf der rechten Bahn wird wie üblich Mitchell Weiser seine Kreise ziehen. Weil sich Jens Stage gegen den BVB eine Gelbsperre abgeholt hat, dürfte Leonardo Bittencourt die nächste Chance in der Aufstellung erhalten und auf die Doppelsechs mit Senne Lynen rücken. In vorderster Front wirbeln dann wie gewohnt Romano Schmid, Marvin Ducksch, der die Folgen seines Hexenschusses unter der Woche auskuriert hat, sowie Marco Grüll. Neben Stage fehlen gegen den FSV Mainz 05 auch Oliver Burke (Schlag aufs Knie), Julian Malatini (Wadenprobleme), Keke Topp (Reha nach Syndesmosebandriss) und Felix Agu, der nach seiner Außenbandverletzung im Knie noch Trainingsrückstand hat. (mwi)
