Alle Bremer in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen Bochum: Duo stark - aber mehrere Fünfen
Werder Bremen in Noten gegen den VfL Bochum: Trotz eines knappen Sieges enttäuschen viele Bremer - alle Werder-Profis in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Der Torhüter bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Fußabwehr gegen Holtmann vor dem Rückstand (26.). Wirkte bei hohen Bällen jedoch wiederholt unsicher, weil es an der nötigen Abstimmung mit den Vorderleuten fehlte. Note 3,5
Niklas Stark: Lieferte sich auf der rechten Abwehrseite etliche Duelle mit dem schnellen Holtmann, der ihm vor der Pause sichtbar Probleme bereitete. Hatte Glück, dass Schiedsrichter Brych sein Trikotziehen an der Strafraumgrenze nicht als Foulspiel ahndete (5.). Wurde nach und nach stabiler. Note 3
Marco Friedl: Im Abwehrzentrum mit ordentlicher Zweikampfführung und körperlicher Präsenz gegen Bochums Kapitän und Mittelstürmer Hofmann. Traf zumeist die richtige Entscheidung. Im Aufbauspiel dieses Mal aber nicht so mutig wie sonst. Note 2,5
Werder Bremen in Noten gegen den VfL Bochum: Jens Stage ist die Bremer Lebensversicherung
Anthony Jung: Der Bremer Pokalheld kehrte für den verletzten Veljkovic in die Startelf zurück. Ging vor Holtmanns Großchance sehr zögerlich in den Zweikampf, weil er keinen Elfmeter riskieren wollte. In der Anfangsphase mit kleineren Unsicherheiten, insgesamt aber mit solidem Auftritt. Note 3
Mitchell Weiser: Stand auf dem Flügel zu Beginn sehr hoch und agierte fast schon als Rechtsaußen – offensiv in Szene setzen konnte er sich aber nicht. Hatte im Spiel gegen den Ball zudem Schwierigkeiten mit Bochums Wittek, der ihm hier und da entwischte. Note 4
Senne Lynen (bis 76.): Rettete im letzten Moment vor Hofmann und vereitelte damit eine Großchance (33.). Schaffte es mit dem Ball jedoch nicht, das Bremer Spiel zu strukturieren. Holte sich in der 27. Minute die Gelbe Karte ab und musste danach deutlich vorsichtiger zu Werke gehen. Note 3,5
Jens Stage: Legte Njinmah per Heber dessen Großchance auf und hatte somit Anteil am besten Bremer Angriff vor der Pause (22.). Biss sich nach anfänglichen Schwierigkeiten ins Spiel und lieferte sich ein intensives Dauerduell mit Miyoshi. Stark dann sein wuchtiger Kopfball zum 1:0 (56.). Note 2,5
Drei Spieler bekommen Note 5 bei Werder Bremens Sieg gegen VfL Bochum
Derrick Köhn (bis 90.+1): Verzeichnete Werders ersten Abschluss, als er in der Anfangsphase das Außennetz traf (14.). Fand auf der linken Schienenposition aber nie richtig ins Spiel, was sich in nur ganz wenigen Offensivaktionen sowie Problemen in der Rückwärtsbewegung widerspiegelte. Note 5
Romano Schmid (bis 90.+1): Ging früh in den Infight mit dem deutlich größeren Ordets und wirkte enorm motiviert. Trotzdem lief die Partie über weite Strecken an ihm vorbei. Leistete sich ungewohnte technische Fehler sowie Ballverluste und setzte demnach kaum Offensiv-Impulse. Note 5
Justin Njinmah (bis 57.): Erhielt den Vorzug vor Grüll im Angriff und vergab Werders beste Chance in Hälfte eins (22.). Fiel ansonsten vor allem mit ungenauen Zuspielen und Stockfehlern auf, womit er vielversprechende Angriffe jäh beendete. Note 5
Werder Bremen in Noten gegen den VfL Bochum: Marvin Ducksch bis zur Vorlage blass
Marvin Ducksch (bis 76.): Strahlte in der vordersten Reihe kaum Torgefahr aus, weil er von Bochums Innenverteidigung weitestgehend abgemeldet wurde. Ließ im Kombinationsspiel oft die Präzision vermissen. War per punktgenauem Eckball dann aber Wegbereiter für das 1:0 (56.). Note 4
Oliver Burke (ab 57.): Kam schon wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zum ersten, wenn auch harmlosen Abschluss. Stellte Bochums Hintermannschaft mit seinem Tempo vor Probleme. Note 3,5
Marco Grüll (ab 76.): Hätte in der Schlussphase für das 2:0 sorgen können, erreichte aber eine Hereingabe von Burke nicht und wurde dann geblockt (82.). Note -
Leonardo Bittencourt (ab 76.): Sortierte sich an der Seite von Stage vor der Abwehr ein und war vor allem im Spiel gegen den Ball gefordert. Note -
Amos Pieper (ab 90.+1): Half dabei mit, den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten und kam außerdem zu seinem 100. Bundesliga-Spiel. Note -
Olivier Deman (ab 90.+1): Durfte auch noch ein paar Minuten sammeln. Note -
So reagiert der SV Werder Bremen auf den Sieg gegen VfL Bochum - die Stimmen zum Spiel!
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen VfL Bochum: Jung zurück in der Startelf
Update vom 7. Dezember 2024 (14.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da - Anthony Jung und Justin Njinmah starten! Die ganze Werder-Startelf findet ihr im Liveticker zum Spiel SV Werder Bremen gegen VfL Bochum!
Bremen – Eine gewisse Fallhöhe ist da, schließlich trifft der SV Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) auf den Tabellenletzten VfL Bochum. Der Club aus dem Ruhrgebiet hat noch keinen Sieg in dieser Saison geholt, erst mickrige zwei Pünktchen gesammelt. Unterschätzt wird der Gegner dennoch nicht, versichert Werder-Trainer Ole Werner. „Wir stehen nicht in Verdacht, uns so vorzubereiten, als würden 98 Prozent reichen. Das habe ich bei meiner Mannschaft noch nicht erlebt – auch diese Woche bisher nicht“, sagt der 36-Jährige. Bei der Suche nach der geeigneten Startelf für einen hundertprozentigen Einsatz gibt es derweil kaum Fragzeichen. So könnte die Werder-Aufstellung am Samstag aussehen.
Zwei Änderungen in der Startelf? So könnte Werder Bremens Aufstellung gegen VfL Bochum aussehen
In der Abwehr läuft einiges auf eine Rückkehr von Anthony Jung in die Startelf hinaus. Der Siegtorschütze aus dem Pokalspiel gegen Darmstadt dürfte Milos Veljkovic in der Aufstellung des SV Werder Bremen ersetzen, der gegen die Hessen frühzeitig aufgrund von muskulären Problemen ausgewechselt werden musste. Ein Einsatz gegen Bochum (so seht Ihr das Spiel live im TV und Livestream) ist für den serbischen Innenverteidiger zwar nach Angaben seines Coaches nicht ausgeschlossen – aber eben auch nicht selbstverständlich.
Darüber hinaus fehlt Keke Topp nach einer Operation am Sprunggelenk vorerst, auch Felix Agu plagt sich noch immer mit Kniebeschwerden herum. Möglicherweise muss er für den Rest des Jahres zuschauen. Nutznießer ist Derrick Köhn, der auf der linken Seite erneut in der Startelf des SV Werder Bremen stehen dürfte. „Derrick hat sich gut eingefügt, nicht viel Anlaufzeit gebraucht“, lobt Werner die Leihgabe von Galatasaray Istanbul. „Er versteht alles von dem, wie wir spielen wollen und besitzt ein gutes Taktikverständnis. Was er natürlich noch mitbringt, ist diese Dynamik und Geschwindigkeit, zudem ist er technisch sehr sauber.“ Aber es gebe auch noch Dinge, an denen der 25-Jährige arbeiten könne. „Im letzten Drittel kann er noch genauer werden, was seine Hereingaben angeht und die Entscheidungsfindung, wo ich aus welchem Raum den Ball hinflanke“, meint Werders Cheftrainer. „Er kann auch noch mutiger werden und mehr den Weg in die Tiefe suchen, hat das in den letzten Wochen aber auch schon besser gemacht. Deshalb sind wir grundsätzlich mit Derrick sehr zufrieden.“
Werder Bremen-Aufstellung gegen VfL Bochum: Justin Njinmah dürfte in die Startelf zurückkehren
In der Offensive gab es zuletzt regelmäßige Wechsel in der Aufstellung beim Platz neben Marvin Ducksch. Mal spielte Justin Njinmah von Beginn an, zuletzt gegen Darmstadt dann wieder Marco Grüll. Nicht ausgeschlossen, dass nun wieder Njinmah in der Startelf des SV Werder Bremen steht, der zwar nach eigenen Angaben noch immer mit den schmerzenden Nachwehen seiner einstigen Verletzung kämpft, am vergangenen Wochenende gegen Stuttgart aber eine richtig starke Leistung gezeigt hatte. (mbü)
