Sperren für Werder-Profis

Ausgerechnet gegen die Bayern: Bittencourt und Ducksch müssen bei Werder Gelbsperren abbrummen

Wie schon in Dortmund sahen Marvin Ducksch (links, wegen Meckerns) und Leonardo Bittencourt (Foul) im Spiel des SV Werder Bremen beim VfL Bochum (1:1) eine Gelbe Karte. Für beide war es die fünfte.
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Wie schon in Dortmund sahen Marvin Ducksch (links, Meckern) und Leonardo Bittencourt (Foul) im Spiel des SV Werder Bremen beim VfL Bochum (1:1) eine Gelbe Karte. Für beide war es die fünfte.

Gegen den FC Bayern werden dem SV Werder Bremen mit Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt zwei Stammspieler gelbgesperrt fehlen. Was Trainer Ole Werner dazu sagt.

Bremen - Die Aufgabe ist ohnehin schon schwierig genug. Eigentlich könnte sie gar nicht schwieriger sein, schließlich muss der SV Werder Bremen am kommenden Sonntag beim Rekordmeister FC Bayern München ran (Anpfiff: 15.30 Uhr). Und in diesem so ungleichen Duell werden nun auch noch zwei Stammkräfte fehlen, Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt haben sich während der jüngsten Partie gegen den VfL Bochum (1:1) jeweils ihre fünfte Gelbe Karte abgeholt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – allerdings hat es in der langen Bundesliga-Historie schon zahlreiche Beispiele gegeben, bei denen sich Profis freiwillig eine Sperre einhandelten, um diese während eines Bayern-Spiels abzubrummen. Die beiden Bremer stehen allerdings überhaupt nicht in Verdacht, absichtlich Gelb gesehen zu haben.

Vor dem Duell beim FC Bayern: Werder Bremen-Profis Leonardo Bittencourt und Marvin Ducksch sehen fünfte Gelbe Karte

„In München spiele ich eigentlich ganz gerne“, sagte Leonardo Bittencourt denn auch, der nach 42 Minuten und der x-ten Auseinandersetzung mit Bochums Kevin Stöger vom Schiedsrichter entscheidend sanktioniert worden war. „Ich wusste schon vorher, dass man sich in Bochum nichts schenken wird, und ich war ja meistens mittendrin. Mir war aber nur dieses Spiel jetzt wichtig und nicht, wer der Gegner nächste Woche ist. Wenn man vorbelastet ist, wird es eben irgendwann passieren – und jetzt ist es passiert.“ Ebenso wie bei Marvin Ducksch, der nach 82 Minuten wegen Meckerns den gelben Karton gesehen hatte. Aus einem Auftritt auf der größtmöglichen deutschen Fußballbühne wird für den Nationalspieler des SV Werder Bremen also nichts.

Gegen den FC Bayern zu verschmerzen? Das sagt Ole Werner zu Sperren von Werder Bremens Leo Bittencourt und Marvin Ducksch

„Das ist eine Schwächung für uns, weil beide sehr wichtig für uns sind“, betonte Chefcoach Ole Werner. „Jetzt ist es so und wir müssen auf beide verzichten. Ich hoffe aber, dass sie dann für den Rest der Saison ohne weitere Sperre auskommen.“ Und Werner probierte es weiter mit Zweckoptimismus: „Man kann es auch so sehen, dass sie dann anschließend gegen Freiburg auf jeden Fall dabei sind.“ In der Begegnung mit den Breisgauern dürften die Erfolgsaussichten auch wesentlich größer für Werder Bremen sein, mehr als 15 Jahre wurde jetzt schon nicht mehr gegen die Bayern gewonnen. Da ist ein Fehlen des Duos Bittencourt/Ducksch vielleicht noch am ehesten zu verschmerzen. „Wenn man möchte, dann kann man das so sehen, trotzdem hätte ich sie gerne in München dabei gehabt“, meinte Ole Werner, „denn auch da geht es darum, unsere Chance zu suchen. Es liegt aber auch immer ein Stück weit an den Bayern, wie viel sie zulassen.“ (mbü/dco)

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