Werder-Trainer bleibt
Verdientes Vertrauen: Kommentar zur Vertragsverlängerung von Werder-Coach Werner
Ein Kommentar von Malte Bürger. Es soll also weitergehen. Nicht nur für ein Jahr, sondern gern noch etwas länger. Genau deshalb haben die Verantwortlichen des SV Werder Bremen Chefcoach Ole Werner mit einem neuen Vertrag ausgestattet.
Die Basis einer jeden fußballerischen Weiterentwicklung ist eben auf der Trainerbank beheimatet. Nur funktionieren muss sie. Dank des geglückten Klassenerhalts und einer entsprechenden Klausel im bisherigen Arbeitspapier war Ole Werner ohnehin automatisch bis zum Sommer 2024 an den SV Werder Bremen gebunden, nun gab es einen Nachschlag. Und das ist gut so.
Ole Werner hat es seit seinem Amtsantritt geschafft, einer zu diesem Zeitpunkt arg gebeutelten Mannschaft und einem taumelnden Traditionsverein die ersehnte Ruhe zu verleihen. Doch nicht nur das: Er reihte Erfolg an Erfolg, ließ die 2. Liga in beeindruckender Manier mit seinem Team hinter sich und schaffte eine Etage höher den direkten Klassenerhalt. Im Alter von 35 Jahren. In seiner ersten Bundesliga-Saison überhaupt. Das allein rechtfertigt die jetzige Vertragsverlängerung.
Kommentar zur Vertragsverlängerung von Ole Werner bei Werder Bremen: „Das Vertrauen hat er sich verdient“
Die Ausdehnung der Zusammenarbeit ist aber kein Freifahrtschein. Die vergangene Rückrunde war trotz des Ligaverbleibs wenig erbaulich. Werder Bremen verlor zu oft und viel zu oft auch unnötig, die Mannschaft schleppte sich am Ende mehr in Richtung Ziellinie, als dass sie rannte. Immerhin: Ihren Charakter verlor sie dabei nie, aber Impulse aus der zweiten Reihe waren die Seltenheit, der ersehnte Konkurrenzkampf im Kader verkümmerte zusehends, der Aufsteiger wirkte ausrechenbar. Eine Erkenntnis, die mit Blick auf die neue Saison berechtigte Sorgen bereitet.
Wer deshalb aber rund um Werder Bremen eine Trainerdiskussion führt, argumentiert an der Realität vorbei. Ole Werner hat völlig zu Recht mehr Personal gefordert, damit sein Team konkurrenzfähiger wird. Der Verein ist gut beraten, diese Vorstellungen bestmöglich zu erfüllen. Damit die Lage nicht doch wieder richtig ernst wird. Der Bremer Coach wird sich allerdings daran messen lassen müssen, ob er unter optimierten Bedingungen auch wirklich flexibler agiert. Taktisch und personell. Das Vertrauen dafür hat er – und er hat es sich verdient. (mbü)