Werder-Coach über neuen Vertrag

Ole Werners Vertragsverlängerung steht weiter aus – fährt die Konkurrenz Werder Bremen in die Parade?

Der SV Werder Bremen will den Vertrag mit Ole Werner vorzeitig verlängern, doch bislang ist das nicht geschehen - fährt den Grün-Weißen nun womöglich die Konkurrenz in die Parade?

Bremen – Zwei Spiele, mehr sind es nicht. Etwas mehr als eine Woche noch, in der sich für den SV Werder Bremen alles entscheidet. Doch auch nach der Saison dürfte keineswegs Langeweile einkehren. Weil personelle Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen. Nicht nur bei den Spielern, sondern auch beim Trainer. Der Verein würde gern mit Coach Ole Werner langfristig zusammenarbeiten, doch das Thema Vertragsverlängerung wurde bewusst in den Sommer verschoben – auch wenn der Klassenerhalt längst geschafft und der Einzug ins internationale Geschäft noch möglich ist. Zeit, die theoretisch auch andere Clubs nutzen könnten, um sich in Position zu bringen. Doch bislang spürt der 37-Jährige nicht, dass er eventuell abgeworben werden soll. Auch weil er sich bewusst von dem Thema isoliert.

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Ole Werner über seine Vertragssituation: „Ich konzentriere mich voll und ganz auf Werder Bremen“

„Ich konzentriere mich voll und ganz auf Werder Bremen. Das habe ich bis zum heutigen Tag getan und werde es logischerweise auch weiterhin tun“, hebt Ole Werner hervor. „Die Fußballwelt ist klein. Es gibt Berater, die sich um so etwas kümmern. Aber da ist nichts, womit ich mich derzeit beschäftige oder meinen Berater die ganze Zeit frage, wer sich bei ihm meldet. Und er weiß auch, dass er sich nicht bei mir melden und mir erzählen muss, wer sich bei ihm meldet.“ In knapp anderthalb Wochen könnte das anders aussehen, wenn in der Liga endgültig Fakten geschaffen wurden. Dann öffnet der Chefcoach des SV Werder Bremen vielleicht auch wieder das Ohr für Informationen seines Agenten. Bis dahin gibt er sich gewohnt ruhig. „Ich freue mich sehr auf die letzten beiden Spiele, habe einen Vertrag für das nächste Jahr – also steht das nicht oben auf meiner Agenda.“ Nicht unwesentliches Detail: Werners aktueller Kontrakt enthält eine Klausel, die ihm einen problemlosen Abschied vor dem Vertragsende im Sommer 2026 ermöglichen würde.

Sein Verbleib bei Werder Bremen wird folglich ganz besonders davon abhängen, welche Perspektiven ihm der Verein für den Kader aufzeigt – und wie verlässlich sein Gefühl sein wird, dass die Prognosen auch in die Realität umgesetzt werden. „Wenn wir noch länger zusammenarbeiten wollen, dann gibt es Themen zu lösen, bei denen wir in den letzten Jahren nicht weitergekommen sind und die wir nun angehen müssen“, hatte Werner erst kürzlich betont. Die Kaderbreite wurde da immer wieder erwähnt. Nach den feststehenden Abgängen von Milos Veljkovic, Anthony Jung, André Silva oder auch Issa Kaboré gibt es einige Plätze, die nicht nur adäquat, sondern im Idealfall qualitativ hochwertiger neu belegt werden müssen. Doch das kostet Geld. Geld, das in Bremen nicht in üppigem Maße vorhanden ist. Ole Werner hatte dennoch gefordert: „Wir brauchen eine Komponente, die etwas Unbedarftes und Frisches mitbringt, die wir uns von außen holen, damit wir uns weiterentwickeln können.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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