Nach Testspiel-Tor
Erevbenagie wirbelt gegen Bochum und sammelt Pluspunkte: Wie Werder mit dem Sturm-Talent plant
Paul Erevbenagie zeigt im Testspiel gegen den VfL Bochum eine starke Leistung. Wie plant der SV Werder Bremen jetzt mit dem Sturm-Talent?
Der Pass von Olivier Deman war bereits schön, das, was Paul Erevbenagie während des Testspiels des SV Werder Bremen gegen den VfL Bochum (2:0) dann daraus machte, veredelte die Szene aber erst so richtig. Gekonnte Ballannahme, Zweikampfstärke und ganz viel Übersicht – auf diese Weise hatte sich der Bremer Nachwuchsstürmer im Strafraum gegen Bochums Verteidiger Michael Steinwender und Torhüter Timo Horn behauptet – und eiskalt das 1:0 erzielt. Es war fraglos Erevbenagies erfolgreichster Moment während der Partie, aber bei Weitem nicht der einzige, mit dem er Pluspunkte sammeln konnte.
Werder-Bremen-Talent Paul Erevbenagie bekommt nach Testspiel-Tor Lob von Trainer Daniel Thioune
„Paul bringt Abschlussqualität und Torgefahr mit. Er hat sich gegen Bochum die Bälle selber erarbeitet und erkämpft“, sagte Thioune über den 18-Jährigen, der 2022 vom JFV Bremerhaven in den Werder-Nachwuchs gewechselt war und sich über sämtliche Jugendteams bis in die U23 (Regionalliga) vorgearbeitet hat. Seinen ersten Profivertrag hat Paul Erevbenagie unlängst bei Werder Bremen unterschrieben.
„Paul ist ein schneller und technisch versierter Offensivspieler, der mit seinen Dribblings jederzeit für Überraschungsmomente sorgen kann“, betonte Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Rahmen des Vertragsabschlusses. Zur Belohnung für seine guten Leistungen durfte Paul Erevbenagie, der 2025 mit Werders U19 den DFB-Pokal gewonnen hatte, nun mit ins Profitrainingslager nach Österreich.
Paul Erevbenagie weiter bei den Profis von Werder Bremen? Daniel Thioune: „Er wird noch häufiger bei uns zu sehen sein“
„Er hat Eindruck hinterlassen“, hielt Cheftrainer Thioune nach dem abschließenden Bochum-Test fest, wollte die Erwartungshaltung aber auch nicht zu groß werden lassen: „Paul trifft noch nicht immer die richtigen Entscheidungen, was ganz normal für einen jungen Spieler ist.“ Ob das Nachwuchstalent des SV Werder Bremen künftig dauerhaft bei den Profis dabei ist, ließ Thioune deshalb offen. „Ich scheue mich nicht davor, Leistungen mit Spielzeit zu honorieren, aber es ergibt auch keinen Sinn, wenn die Jungs bei uns nur die Trainingsjacke anhaben, obwohl sie in der U23 spielen könnten.“ Im Falle von Paul Erevbenagie gab der Trainer dann aber doch eine Tendenz ab: „Paul wird definitiv noch häufiger bei uns zu sehen sein.“
Vorlagengeber Olivier Deman würde das begrüßen. „Paul macht es schon sehr gut“, lobte der Belgier und gab Erevbenagie noch einen Ratschlag mit auf den Weg: „Er muss jetzt mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben und konzentriert weiterarbeiten. Körperlich ist er für sein Alter schon sehr weit, seine Schnelligkeit und sein tiefer Schwerpunkt machen es dem Gegner schwierig.“ (dco/bvo)
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