Sportchef-Nachfolger bei Werder

Ex-Werder-Profi Per Mertesacker verrät, wieso er nicht Nachfolger von Frank Baumann als Sportchef werden wollte

Per Mertesacker spielte von 2006 bis 2011 für den SV Werder Bremen - der Ex-Profi zählte bei den Grün-Weißen zu den Kandidaten, die Nachfolge von Frank Baumann als Sportchef anzutreten.
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Per Mertesacker spielte von 2006 bis 2011 für den SV Werder Bremen - der Ex-Profi zählte bei den Grün-Weißen zu den Kandidaten, die Nachfolge von Frank Baumann als Sportchef anzutreten.

Lange hat der SV Werder Bremen nach einem Nachfolger für Sportchef Frank Baumann gesucht - und sich letztlich für Clemens Fritz entschieden. Auch Ex-Profi Per Mertesacker war für den Posten im Gespräch, lehnte die Stelle aber ab. Jetzt hat er verraten, warum!

Bremen – Auf der Suche nach einem Nachfolger für Frank Baumann als Geschäftsführer Fußball des SV Werder Bremen kursierten einige Namen. Auch Per Mertesacker zählte zu den Kandidaten, die für den Posten gehandelt wurden. Der frühere Werder-Profi lehnte die mögliche Stelle aber ab, die Grün-Weißen entschieden sich letztlich für Clemens Fritz. Dabei hatte Mertesacker über eine Rückkehr an die Weser durchaus nachgedacht. „Bremen ist ein ganz toller Verein, eine ganz tolle Stadt mit tollen Menschen. Ich kann mir natürlich vorstellen, irgendwann mal da zu arbeiten. Aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt“, sagte er in der neuesten Ausgabe des Podcasts „Phrasenmäher“. Er habe über das Thema „am großen Familientisch“ gesprochen, doch noch sei die Zeit nicht reif, um nach Deutschland zurückzuziehen. Sein Job bei Arsenal London, wo er aktuell Leiter der Fußballakademie ist, fülle ihn komplett aus.

Ex-Werder-Bremen-Profi Per Mertesacker: „Es ist wichtig, dass man sich austauscht und sagt: ,Ja, lass uns das lieber nicht machen´“

Zudem hätte eine Job-Übernahme vielleicht negative Auswirkungen auf seine Freundschaft zu Clemens Fritz gehabt, wenn er den Sportchef-Posten übernommen und damit zum Vorgesetzten seines Kumpels geworden wäre, schilderte er. „Wahrscheinlich hätten wir es gepackt, weil wir ein bisschen, aber wenig Ego haben und uns da gegenseitig auch mal die Meinung nennen können“, sagte Mertesacker. Gemeinsam mit Fritz und einer namentlich nicht genannten dritten Person traf er sich in Hannover, um auszuloten, welche Auswirkungen es für die Freundschaft hätte haben können, wenn der 39-Jährige zu Werder Bremen zurückkehrt. „Das kann man da mal schnell diskutieren, aber wir haben es noch nie gelebt und wir wollten es nicht drauf ankommen lassen. Aber es ist auch wichtig, dass man mal die Zeit nutzt und sich mal gegenseitig vernünftig austauscht und sagt: ‚Ja, lass uns das lieber nicht machen‘“, erklärte Per Mertesacker.

Clemens Fritz und Per Mertesacker, die beide im Jahr 2006 zum SV Werder Bremen wechselten, sind seit ihrer gemeinsamen Zeit an der Weser eng befreundet. „Er hat mich in Bremen eingeführt. Ich habe ihm sehr viel zu verdanken“, sagt Mertesacker und erklärt: „Ich bin dankbar für die Freundschaft, weil du in einer Fußballkarriere an einer Hand abzählen kannst, wo deine Freunde sind, die du auch nochmal in der Nacht rausklingeln könntest. Er gehört dazu.“ Der 1,98 Meter große Innenverteidiger zog im Sommer 2011 zum FC Arsenal London weiter, wo er 2018 seine Karriere beendete und anschließend auf die Funktionärsebene wechselte. Fritz spielte bis zum Sommer 2017 insgesamt elf Jahre für Werder, ehe er seine Karriere beendete und nach einem Traineeprogramm im Verein im Bereich Scouting arbeitete. Seit November 2019 leitete er die Abteilung Scouting, im Sommer 2020 wurde ihm auch der Bereich Profifußball übertragen. Ab dem 1. Juli 2024 ist er offiziell neuer Sportchef des SV Werder Bremen und Nachfolger von Frank Baumann. (nag)

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