Werder muss auf Geld warten

Probleme mit Wohninvest: Stadionsponsor des SV Werder zahlt nicht mehr

Werder Bremen muss auf Geld warten: Sponsor Wohninvest, das die Namensrechte am Weserstadion erworben hat, kommt aktuell seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach.
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Werder Bremen muss auf Geld warten: Sponsor Wohninvest, das die Namensrechte am Weserstadion erworben hat, kommt aktuell seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach.

Der SV Werder Bremen hat Probleme mit Wohninvest: Der Stadionsponsor, der dem Weserstadion einen Vornamen verpasst hat, kommt aktuell seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach.

Bremen - Sportlicher Aufschwung, Investoren-Einstieg, vielversprechende Neuzugänge - beim SV Werder Bremen läuft kurz vor dem 125. Vereinsgeburtstag gerade vieles nach Plan, aber eben längst nicht alles, denn diese Nachricht bereitet den Verantwortlichen am Osterdeich mächtig Sorgen: Stadionsponsor Wohninvest, seit 2019 Partner des Bundesligisten und für zehn Jahre Namensgeber des Wohninvest Weserstadions, kommt seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach.

„Wir können bestätigen, dass es derzeit aufgrund der massiven Krise in der Bauwirtschaft Zahlungsverzögerungen gibt“, wird Hans-Jörg Otto, Geschäftsführer der Stadiongesellschaft BWS, von der „Bild“-Zeitung zitiert. Ob und wann das Unternehmen aus Fellbach zahlen wird, sei nicht bekannt. Drei Millionen Euro pro Jahr stehen Werder Bremen dafür zu, dem Weserstadion einen Vornamen verpasst zu haben. Ein Deal, gegen den es von Seiten der aktiven Fanszene bis heute Proteste gibt, der für den Verein in den vergangenen Jahren jedoch gut gelaufen war, weil Wohninvest als verlässlicher Partner auftrat, die Zahlungen sogar nach dem Abstieg im Sommer 2021 in selber Größenordnung weiter leistete. Aktuell fließt nun kein Geld mehr.

Werder Bremen muss auf Geld von Weserstadion-Sponsor Wohninvest warten

Interessant: Beim Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart hat Wohninvest sein Engagement als Sponsor bereits zurückgeschraubt, wie am Freitag bekannt wurde. „In Anbetracht der angespannten wirtschaftlichen Lage in der Immobilienbranche, haben der TVB Stuttgart und Wohninvest eine Vereinbarung getroffen, die beinhaltet, dass die Trikotfläche des Co-Sponsors vorübergehend freigegeben wird“, teile der Verein mit. Die freigewordene Fläche soll nun von Spiel zu Spiel an unterschiedliche Partner vermarktet werden. Offenbar war es Wohninvest nicht mehr möglich, die finanziellen Bedingungen des Vertrags zu erfüllen. Laut „Bild“ sollen schon aus dem Jahr 2023 Zahlen an den TVB Stuttgart offen sein.

Wie es mit dem Unternehmen bei Werder Bremen weitergeht, ist derzeit noch unklar. Bereits seit Sommer 2023 muss sich Wohninvest-Chef Harald Panzer vor dem Stuttgarter Landgericht wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten. Mit den ausbleibenden Zahlungen soll das jedoch nicht in Verbindung stehen. Laut BWS-Geschäftsführer Otto sei Werder vom Unternehmen immerhin rechtzeitig auf die problematische wirtschaftliche Lage vorbereitet worden. „Wir sind immer frühzeitig und transparent von Wohninvest informiert worden und waren von Beginn an komplett im Bilde“, sagt er. (dco)

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