Werder-Stürmer ist enttäuscht
Johannsson: „Ich bekomme keine Chance mehr“
Bremen - 90 Minuten können lang sein, vor allem für einen Fußballer, wenn er während des kompletten Spiels nur auf der Bank sitzt - wie Aron Johannsson.
Dem Werder-Stürmer ist es am Samstag während Werders 3:0-Sieg gegen Würzburg im DFB-Pokal wieder einmal so ergangen - und für den Isländer mit US-Pass kam der Abend einer endgültigen Bestätigung seines Stellenwerts im Verein gleich.
„Es war ein klares Signal, dass ich hier keine Chance mehr bekomme“, sagte er am Dienstag gegenüber der DeichStube. Sein Ziel sei es zwar weiterhin, für Werder in der Bundesliga zu spielen, „aber so wie es aussieht, bin ich hier nicht mehr erwünscht. Das enttäuscht mich sehr und macht mich traurig.“
„Ich würde gerne in Deutschland bleiben“
Johannsson berichtete, dass sein Berater derzeit intensiv nach einem neuen Verein für ihn sucht. „Ich würde gerne in Deutschland bleiben“, sagte der 26-Jährige, der sich selbst als topfit beschreibt. Angebote hat Werder laut Sportchef Frank Baumann für Johannsson bisher noch nicht erhalten. Generell ist der Bundesligist absolut gesprächsbereit, möchte aber eine Ablöse kassieren. Vor zwei Jahren hatte Werder 4,5 Millionen Euro für den US-Nationalspieler an AZ Alkmaar überwiesen.
Loses Interesse gab es bislang aus Griechenland von PAOK Saloniki und Panathinaikos Athen. Aber diese Clubs könnten die Ablöse nicht stemmen und den Spieler nur ausleihen. In der Bundesliga ist vor allem Hannover 96 auf Stürmersuche. Die finanziellen Mittel hätte der Aufsteiger. „Ich weiß nicht, was passieren wird“, sagte Johannsson - und betonte: „Ich weiß nur, dass ich spielen muss, und das kann ich in Bremen nicht mehr.“