Trainer-Transfer
Winkt Millionen-Ablöse? Werder Bremen und RB Leipzig verhandeln über Werner-Wechsel
Werder Bremen verhandelt mit RB Leipzig über den Transfer von Trainer Ole Werner. Was noch zu klären ist und wie viel Ablöse der Coach kosten könnte.
Bremen – Nur zwei Wochen nach seinem Aus beim SV Werder Bremen hat sich für Ole Werner bereits eine neue berufliche Perspektive ergeben: Der 37-Jährige ist inzwischen absoluter Wunschkandidat bei RB Leipzig, das nach Absagen mehrerer Kandidaten nun möglichst schnell Klarheit auf der Cheftrainerposition schaffen möchte. Nach Informationen der DeichStube haben die Leipziger Verantwortlichen am Dienstag offiziell die Gespräche mit dem SV Werder über einen Werner-Wechsel aufgenommen. Zur Erinnerung: Formal steht der Coach noch bis zum 30. Juni 2026 am Osterdeich unter Vertrag, aktuell ist er von seinen Aufgaben lediglich freigestellt. Heißt: RB wird eine Ablösesumme für Werner zahlen müssen. Und ein Schnäppchen ist der Trainer keineswegs.
Werder Bremen verhandelt mit RB Leipzig über Trainer Ole Werner: Millionen-Ablöse durch Ausstiegsklausel?
Die Ausstiegsklausel in Werners Bremer Vertrag, die ihm einen Transfer für rund fünf Millionen Euro ermöglicht hätte, ist am 31. Mai ausgelaufen. Wie die DeichStube erfahren hat, gibt es in dem Papier aber auch für einen späteren Wechselzeitpunkt eine festgeschriebene Summe, die deutlich oberhalb der Fünf-Millionen-Euro-Grenze liegt. Seit dem 1. Juni ist sie in Kraft. Ob sie von RB Leipzig tatsächlich in Gänze gezogen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Anders formuliert: Dass Ole Werner in Bremen keine Zukunft mehr hat, weil er sich vor zwei Wochen dagegen entschied, seinen Vertrag vorzeitig über 2026 hinaus zu verlängern, stärkt Werders Verhandlungsposition nicht unbedingt. Trotzdem wird der Verein seinen Aufstiegstrainer nicht zum Spottpreis gen Sachsen ziehen lassen. Es stehen spannende Verhandlungen bevor, die nun Fahrt aufgenommen haben.
Wird Ole Werner neuer Trainer von RB Leipzig? Einigung mit Werder Bremen wahrscheinlich
Bei RB Leipzig war Ole Werner zum Topkandidaten aufgestiegen, nachdem der Club zuvor bei der Suche nach einem neuen Chefcoach mehrere Körbe kassiert hatte. So brachten Anfragen bei Sebastian Hoeneß (VfB Stuttgart), Roger Schmid (vereinslos), Oliver Glasner (Crystal Palace), Cesc Fabregas (Como 1907) und zuletzt auch Jacob Neestrup (FC Kopenhagen) allesamt keinen Erfolg. Neben Danny Röhl (Sheffield Wednesday) war Werner der letzte aussichtsreiche Kandidat und hat die RB-Bosse von sich überzeugt. In den vergangenen Tagen gab es bereits einen intensiven Austausch zwischen Verein und Trainerseite, die in die gegenseitige Absichtsbekundung mündete, künftig zusammenarbeiten zu wollen. Danach hat RB den Schritt auf Werder Bremen zu gemacht. Wie schnell sich die Parteien einig werden, ist derzeit noch offen. Und trotzdem spricht mittlerweile sehr viel dafür, dass Ole Werner in der kommenden Saison für RB Leipzig an der Seitenlinie steht. (dco)