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Innsbruck - Viele PS, viele Profis, viel Spaß: Das Team des SV Werder hat am Montag den Rasen gegen Asphalt getauscht und bei einem Fahrsicherheitstraining in Innsbruck mal etwas anderes erleben wollen als immer nur Fußball.
Weil Sportler aber stets den Wettbewerb suchen, gab es gleich zu Beginn eine klare Ansage von Max Kruse. „Mich schlägt hier keiner“, tönte der Gastgeber des Tages. Das „Max Kruse Racing Team“ hatte gemeinsam mit der „VW Driving Experience“ zu dem Event geladen.
Alle Werder-Profis waren gekommen – nur Torhüter Jiri Pavlenka nicht. Auch Chefcoach Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann fehlten. Pavlenka hatte angeblich einen Behandlungstermin, Kohfeldt ein Date mit dem Aufsichtsrat und Baumann ebenfalls anderweitig zu tun.
Spaß und Sicherheit auf der Strecke
Der Rest gab Gas – oder besser: Ließ sich anleiten, wie man sicher Gas gibt. Nach einer Einweisung musste gedriftet, Slalom gefahren und ein ausbrechendes Auto unter Kontrolle gebracht werden. Drei Übungen, ein Favorit: Kruse, der Rennstallbesitzer.
Dessen Ansage stichelte die Kollegen aber durchaus an. „Wir werden versuchen, ihn zu schlagen – und das wird ihm dann Tage lang nachhängen“, grinste Marco Friedl. Unterwegs waren die Fußball-Profis im 310 PS starken Golf R oder im 245 PS starken Golf GTI. „310 PS sind schon aufregend“, meinte Friedl. „Da hat man am Anfang schon einen gewissen Respekt“, sagte auch Maximilian Eggestein. Insgesamt standen 18 Autos zur Verfügung.
Leuchter: „Wir können hier schon zügig fahren"
Einer aus dem Bremer Tross durfte aber nur Beifahrer sein: U 19-Spieler Ilia Gruev hat noch keinen Führerschein, das Steuer war für ihn tabu. Nach dem Fahrsicherheitstraining gab es dann für alle noch eine Zugabe. Benjamin Leuchter, Pilot in Kruses Racing Team, und Kruse selbst machten das Rennauto-Taxi und düsten mit den Spielern im für Rennen aufgemöbelten Golf TCR über die Piste.
Weil das Gelände in Innsbruck aber keine Rennstrecke ist, im Grunde keine Auslaufzonen besitzt und auch sonst kaum über Sicherheitsvorkehrungen für Höchstgeschwindigkeitsfahrten verfügt, sollte alles im vertretbaren Rahmen bleiben, so Leuchter: „Wir können hier schon zügig fahren, aber mehr als 140, 150 km/h geht eigentlich nicht.“ Ach ja, ob Kruse tatsächlich in allen drei Prüfungen die Bestwerte geliefert hat, wurde bislang nicht überliefert.