Österreicher der beste Werder-Profi gegen Bochum
Der kurze Frust des Besten: Romano Schmid hadert mit Auswechslung und ist schon jetzt heiß auf die neue Werder-Saison
Romano Schmid war beim 4:1-Sieg gegen den VfL Bochum der beste Mann im Trikot des SV Werder Bremen - doch der Österreicher wurde trotzdem vorzeitig ausgewechselt. Schmid haderte mit seiner Auswechslung, ist aber schon jetzt heiß auf die neue Saison.
Bremen – Nein, so wirklich geschmeckt hat ihm die Auswechslung nicht. Es lief zwar bereits die 90. Minute und der SV Werder Bremen führte komfortabel mit 4:1 gegen den VfL Bochum, doch im Fernduell mit dem 1. FC Heidenheim um Platz acht fehlten nun einmal noch zwei Tore – und die hätte Romano Schmid nur zu gern während der sechsminütigen Nachspielzeit irgendwie noch mit auf den Weg gebracht. Und deswegen haderte der an diesem Tag beste Bremer (DeichStube-Note 1) auch deutlich erkennbar mit der Entscheidung von Trainer Ole Werner, ihn in der Schlussphase für Isak Hansen-Aaröen auszuwechseln.
Werder Bremens Ole Werner über Romano Schmids Auswechslung: „Wir wollten einen neuen Impuls setzen“
„Natürlich hatte er den Eindruck, dass er die Tore noch machen kann. Wir wollten aber einfach nochmal einen neuen Impuls setzen und jemanden bringen, der vielleicht eine neue Frische hat für die letzten Minuten“, klärte der Coach des SV Werder Bremen später auf. „Isak hat dann ja auch noch einen guten Ball auf Mitch gespielt.“ Weiser vergab den Hochkaräter jedoch, der Schlussspurt gegen den VfL Bochum endete ohne weiteren Jubel für die Grün-Weißen und somit in der Abschlusstabelle auf Rang neun.
Das änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass sich Romano Schmid aktuell in blendender Verfassung befindet. Einen Treffer hatte er gegen den VfL Bochum selbst erzielt, ein weiteres Tor vorbereitet. Darüber hinaus setzte er den Ball einmal an die Latte und hatte auch sonst etliche auffällige Szenen. Am Dienstag wird der EM-Kader der Österreicher offiziell bekanntgegeben, Schmid dürfte sehr sicher dabei sein. Läuft es optimal, darf der Offensivspieler des SV Werder Bremen in der Gruppenphase gegen Frankreich, die Niederlande und Polen sein Können auch auf der ganz großen europäischen Bühne zeigen.
Und danach möchte er nur zu gern mit und bei Werder Bremen dort anknüpfen, wo er jetzt aufgehört hat: „Ich habe schon öfter betont, dass ich dieses Jahr das Gefühl hatte, dass die Fans nochmal näher bei uns waren“, wird Romano Schmid auf der Internetseite des Vereins zitiert. „Deswegen danke dafür, und lasst uns nächstes Jahr gemeinsam noch mehr angreifen.“ (mbü)