Österreicher im Fokus

Schmid schwärmt: „Ich bin jetzt der wertvollste Spieler bei Werder“

Romano Schmid ist inzwischen wertvollster Spieler im Kader des SV Werder Bremen und freut sich auf die EM in Deutschland.
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Romano Schmid ist inzwischen wertvollster Spieler im Kader des SV Werder Bremen und freut sich auf die EM in Deutschland.

Romano Schmid vom SV Werder Bremen ist heiß auf die EM in Deutschland und stolz auf den Sprung seines Marktwertes. Außerdem erklärt er, warum er bei seiner letzten Vertragsverlängerung nicht pokern wollte.

Wien – Romano Schmid geht es gut, richtig gut. Der Profi des SV Werder Bremen strotzt nur so vor Selbstvertrauen und will mit Österreich bei der EM in Deutschland für Furore sorgen. „Es gibt nichts Cooleres, als in Deutschland eine Europameisterschaft zu spielen, weil wir von deutscher Seite immer ein bisschen die Underdogs sind“, erzählt der 24-Jährige in einer Medienrunde bei der Nationalmannschaft und ist kaum zu bremsen: „In Deutschland, vor dieser Kulisse, in diesen Stadien, das ist das Größte für mich. Ich freue mich riesig!“

Werder Bremen-Profi Romano Schmid über seine Marktwert-Steigerung: „Das macht mich stolz“

Der nur 1,68 Meter große Offensivspezialist ist längst kein Kleiner mehr im Fußball-Geschäft. Im Gegenteil. Sein Marktwert auf dem Branchenportal „transfermarkt.de“ hat sich im Lauf der vergangenen Saison mehr als verdoppelt, steht nun bei 10 Millionen Euro. „Das ist ein Stück weit Wertschätzung. Es ist schön, dass das von außen so gesehen wird. Ich bin jetzt der wertvollste Spieler bei Werder. Das macht mich schon stolz“, gesteht Romano Schmid. Bereits im vergangenen Winter hat er seinen eigentlich bis Sommer 2025 laufenden Kontrakt beim SV Werder Bremen vorzeitig verlängert. „Ich wollte nicht in mein letztes Vertragsjahr gehen, da weiß man nie, was passiert. Natürlich hätte ich pokern können, aber ich fühle mich in Bremen sehr wohl. Die Ambitionen beim Verein sind nach dieser Saison ein bisschen höher, ich bin am richtigen Ort.“

Schon gelesen? So sehen Fans das EM-Gruppenspiel zwischen Österreich und Frankreich mit Werder Bremens Romano Schmid und Marco Grüll live im TV und Livestream!

Füllkrugs Vorgänger: Diese Ex-Werder-Profis standen im Endspiel der Champions League

Den Anfang machte Rudi Völler, der 1993 beim ersten Champions-League-Finale überhaupt dabei war und mit Olympique Marseille prompt den Henkelpott gewann. Zuvor, von 1982 bis 1987, war der Stürmer für den SV Werder Bremen auf Torejagd gegangen.
Den Anfang machte Rudi Völler, der 1993 beim ersten Champions-League-Finale überhaupt dabei war und mit Olympique Marseille (1:0 gegen AC Mailand) prompt den Henkelpott gewann. Zuvor, von 1982 bis 1987, war der Stürmer für den SV Werder Bremen auf Torejagd gegangen. © IMAGO / Sven Simon
Ähnliche Bilder gab es nur vier Jahre später von Karl-Heinz Riedle. Der Angreifer, der von 1987 bis 1990 für den SV Werder Bremen auflief, gewann im Finale 1997 mit 3:1 gegen Juventus Turin. Für seinen Club Borussia Dortmund erzielte Riedle dabei sogar die Treffer zum 1:0 und 2:0 - ein gutes Vorbild also für Niclas Füllkrug.
Ähnliche Bilder gab es nur vier Jahre später von Karl-Heinz Riedle. Der Angreifer, der von 1987 bis 1990 für den SV Werder Bremen auflief, gewann im Finale 1997 mit 3:1 gegen Juventus Turin. Für seinen Club Borussia Dortmund erzielte Riedle dabei sogar die Treffer zum 1:0 und 2:0 - ein gutes Vorbild also für Niclas Füllkrug. © IMAGO / Werek
Ein bitteres Ende erlebte dagegen Mario Basler. Der Kult-Kicker schaffte es 1999 mit dem FC Bayern ins Finale der Champions League, unterlag dort trotz eines eigenen Treffers Manchester United aber mit 1:2. Bei Werder Bremen stand Basler von 1993 bis 1996 unter Vertrag.
Ein bitteres Ende erlebte dagegen Mario Basler. Der Kult-Kicker schaffte es 1999 mit dem FC Bayern ins Finale der Champions League, unterlag dort trotz eines eigenen Treffers Manchester United aber mit 1:2. Bei Werder Bremen stand Basler von 1993 bis 1996 unter Vertrag. © IMAGO / Sven Simon
Machen wir einen Zeitsprung ins Jahr 2010: Auch für Miroslav Klose war das Champions-League-Finale im Trikot des FC Bayern eine Enttäuschung. Der Stürmer konnte als Joker das 0:2 gegen Inter Mailand nicht mehr umdrehen. 2007 war der spätere Weltmeister nach drei Jahren beim SV Werder Bremen nach München gewechselt.
Machen wir einen Zeitsprung ins Jahr 2010: Auch für Miroslav Klose war das Champions-League-Finale im Trikot des FC Bayern eine Enttäuschung. Der Stürmer konnte als Joker das 0:2 gegen Inter Mailand nicht mehr umdrehen. 2007 war der spätere Weltmeister nach drei Jahren beim SV Werder Bremen nach München gewechselt. © IMAGO / Sven Simon
Etwas zu jubeln hatte dagegen Claudio Pizarro. Der Peruaner kam im Finale von Wembley 2013 gegen Borussia Dortmund zwar nicht zum Einsatz, feierte mit dem FC Bayern (2:1) aber hinterher den Gewinn der Champions League, der gleichzeitig das Triple bedeutete. Bereits 2008 hatte die Legende des SV Werder Bremen im Endspiel der Königsklasse gestanden. Bei der Niederlage (5:6 n.E.) des FC Chelsea gegen Manchester United schaffte es Pizarro allerdings nicht in den Kader.
Etwas zu jubeln hatte dagegen Claudio Pizarro. Der Peruaner kam im Finale von Wembley 2013 gegen Borussia Dortmund zwar nicht zum Einsatz, feierte mit dem FC Bayern (2:1) aber hinterher den Gewinn der Champions League, der gleichzeitig das Triple bedeutete. Bereits 2008 hatte die Legende des SV Werder Bremen im Endspiel der Königsklasse gestanden. Bei der Niederlage (5:6 n.E.) des FC Chelsea gegen Manchester United schaffte es Pizarro allerdings nicht in den Kader. © IMAGO / HJS
Ebenfalls nicht zum Einsatz gekommen ist Diego im Finale 2014. Mit seinem Club Atletico Madrid unterlag der ehemalige Dribbelkünstler des SV Werder Bremen Lokalrivale Real Madrid mit 1:4 nach Verlängerung. Von Landsmann Marcelo gab es hinterher Trost...
Ebenfalls nicht zum Einsatz gekommen ist Diego im Finale 2014. Mit seinem Club Atletico Madrid unterlag der ehemalige Dribbelkünstler des SV Werder Bremen Lokalrivale Real Madrid mit 1:4 nach Verlängerung. Von Landsmann Marcelo gab es hinterher Trost... © IMAGO / Jan Huebner
Und weiter geht die Gefühlsachterbahn: Grenzenlose Freude gab es im Jahr 2020 bei Serge Gnabry (li.): Der Flügelstürmer hatte in der Saison 2016/17 beim SV Werder Bremen auch den FC Bayern auf sich aufmerksam gemacht. Drei Jahre später gewannen die Münchner mit Gnabry im Finale von Lissabon mit 1:0 gegen Paris Saint-Germain.
Und weiter geht die Gefühlsachterbahn: Grenzenlose Freude gab es im Jahr 2020 bei Serge Gnabry (li.): Der Flügelstürmer hatte in der Saison 2016/17 beim SV Werder Bremen auch den FC Bayern auf sich aufmerksam gemacht. Drei Jahre später gewannen die Münchner mit Gnabry im Finale von Lissabon mit 1:0 gegen Paris Saint-Germain. © IMAGO / ABACAPRESS
Der direkte Vorgänger von Niclas Füllkrug in dieser Liste ist kein Geringerer als Kevin de Bruyne. Der Weltklasse-Spieler trumpfte während seiner Ausleihe 2012/13 beim SV Werder Bremen auf und fand über den VfL Wolfsburg den Weg zu Manchester City. Mit den „Skyblues“ holte de Bruyne 2023 endlich den langersehnten Henkelpott durch einen 1:0-Sieg gegen Inter Mailand. Zwei Jahre zuvor hatte City mit dem Belgier das Endspiel der Champions League noch gegen den FC Chelsea mit 0:1 verloren.
Der direkte Vorgänger von Niclas Füllkrug in dieser Liste ist kein Geringerer als Kevin de Bruyne. Der Weltklasse-Spieler trumpfte während seiner Ausleihe 2012/13 beim SV Werder Bremen auf und fand über den VfL Wolfsburg den Weg zu Manchester City. Mit den „Skyblues“ holte de Bruyne 2023 endlich den langersehnten Henkelpott durch einen 1:0-Sieg gegen Inter Mailand. Zwei Jahre zuvor hatte City mit dem Belgier das Endspiel der Champions League noch gegen den FC Chelsea mit 0:1 verloren. © IMAGO / Nicolo Campo
Einige Spieler standen dagegen vor ihrer SVW-Zeit im Finale der Königsklasse: Mikael Silvestre (li.) gewann 2008 mit Manchester United die Champions League, Carlos Alberto (re.) bereits 2004 mit dem FC Porto. Später wechselten sie zum SV Werder Bremen, vor allem Alberto floppte dort aber gewaltig.
Einige Spieler standen dagegen vor ihrer SVW-Zeit im Finale der Königsklasse: Mikael Silvestre (li.) gewann 2008 mit Manchester United die Champions League, Carlos Alberto (re.) bereits 2004 mit dem FC Porto. Später wechselten sie zum SV Werder Bremen, vor allem Alberto floppte dort aber gewaltig. © IMAGO / Ulmer
Nils Petersen unterlag mit dem FC Bayern 2012 dem FC Chelsea, Nuri Sahin ein Jahr später den Münchnern. Die beiden wechselten somit im späteren Verlauf zwar als Champions-League-Finalisten an die Weser, holten als Spieler aber nie den Henkelpott.
Nils Petersen unterlag mit dem FC Bayern 2012 dem FC Chelsea, Nuri Sahin ein Jahr später mit Borussia Dortmund den Münchnern. Die beiden wechselten somit im späteren Verlauf ihrer Karriere zwar als Champions-League-Finalisten an die Weser, holten als Spieler aber nie den Henkelpott. © IMAGO / HJS, Christoph Reichwein
Sowohl Julio Cesar (li.) als auch Marko Arnautovic wechselten als Champions-League-Sieger zum SV Werder Bremen. Cesar stand 1997 beim BVB aber genau wie Marko Arnautovic 2010 bei Inter Mailand im Endspiel der Königsklasse nicht im Kader.
Sowohl Julio Cesar (li.) als auch Marko Arnautovic wechselten als Champions-League-Sieger zum SV Werder Bremen. Cesar stand 1997 beim BVB aber genau wie Marko Arnautovic 2010 bei Inter Mailand im Endspiel der Königsklasse nicht im Kader. © IMAGO / Claus Bergman, Ulmer

Romano Schmid von Werder Bremen hofft auf viele Einsatzzeiten für Österreich bei der EM

In Bremen ist er längst zur Allzweckwaffe in der Offensive geworden „Ich kann vorne, außer auf der zentralen Stürmerposition, alles spielen – am besten auf der Zehn, auch rechter oder linker Zehner.“ Mit vier Toren und sieben Assists hatte er großen Anteil am guten Abschneiden von Werder Bremen. Auch bei den Österreichern konnte er sich in den Fokus spielen, galt als einer der Gewinner beim letzten Lehrgang. Gegen die Slowakei (2:0) und die Türkei (6:1) gelang ihm jeweils ein Assist. „Diese Spiele waren sehr wichtig für mich, um zu zeigen, dass ich auch in dieser Mannschaft mithalten kann, dass ich auch hier meine Qualitäten einbringen kann“, erzählt Romano Schmid, der natürlich auf möglichst viele Einsatzzeiten bei der EM hofft. Dort trifft er auch seinen künftigen Bremer Teamkollegen Marco Grüll, der von Rapid Wien an die Weser wechseln wird. (kni)
 

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