Werder-Pleite in Freiburg

„Es gibt da eine Außen- und eine Innenwahrnehmung“: Warum Routinier Groß statt Neuzugang Lynen in der Werder-Startelf gegen Freiburg stand

Christian Groß durfte in seiner 100. Pflichtspiel-Partie für die Profis des SV Werder Bremen auswärts beim 0:1 gegen den SC Freiburg überraschend von Beginn an auflaufen.
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Christian Groß durfte in seiner 100. Pflichtspiel-Partie für die Profis des SV Werder Bremen auswärts beim 0:1 gegen den SC Freiburg überraschend von Beginn an auflaufen.

Christian Groß statt Senne Lynen: Werder Bremens Trainer Ole Werner erklärt nach dem 0:1 gegen den SC Freiburg, warum er in der Startelf etwas überrraschend auf den Routinier setzte und auf den Neuzugang verzichtete.

Bremen – Die Entscheidung hatte für reichlich Aufruhr in den sozialen Medien gesorgt, nicht wenige Fans des SV Werder Bremen schimpften dort im Vorfeld der 0:1-Niederlage beim SC Freiburg ausgiebig über Trainer Ole Werner. Weil der 35-Jährige bei seiner Startaufstellung lieber auf Routinier Christian Groß als Sechser setzte und nicht auf Senne Lynen. Dabei hatte die Neuverpflichtung zuletzt gegen die Bayern durchaus zu überzeugen gewusst. 90 Minuten später war klar, dass Werners Entschluss kein falscher war, denn Groß hatte im Breisgau bis zu seiner Auswechslung nach 79 Minuten durchaus überzeugt. Klärungsbedarf gab es dennoch.
 
„Auch da gibt es ja eine Außen- und eine Innenwahrnehmung“, sagte Werner nach der Partie mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen. „,Grossos‘ Wert für die Mannschaft ist heute noch einmal sichtbar geworden“, lobte der Coach des SV Werder Bremen seinen Spieler. „Er kennt die Abläufe und bringt immer eine gewisse Aggressivität mit auf den Platz. Er hat sehr klar und gut Fußball gespielt, sich in den Räumen gezeigt.“

Werder Bremen gegen den SC Freiburg mit Christian Groß statt Senne Lynen in der Startelf:

Die erwähnten Abläufe hätten am Ende unter anderem den Ausschlag gegeben, warum Senne Lynen zunächst auf die Bank musste. „Senne ist neu bei uns, und es sind viele Themen, auf die man sich gegen Freiburg vorbereiten muss“, erklärte der Chefcoach des SV Werder Bremen und verwies etwa auf wechselnde Grundordnungen des Gegners und dementsprechend unterschiedliche Positionierungen. „Auch bei den Standards ist extrem viel Kommunikation gefragt. Wir haben das in der Trainingswoche natürlich vorbereitet, aber wir haben eben auch gesehen und in den Gesprächen mit Senne festgestellt, dass es sehr viel ist. Es ist daher weder für ihn noch für die Mannschaft ein großes Thema gewesen, sondern sehr nachvollziehbar. Heute war einfach wichtig, dass wir von Beginn an beim Kommunizieren und dem Wissen um unsere Abläufe voll auf der Höhe sind.“
 
Vor knapp einer Woche sei Senne Lynens Sprung ins kalte Wasser beim Eröffnungsspiel wesentlich einfacher gewesen. „Gegen Bayern hatten wir den Vorteil, dass wir sehr ähnlich gespielt haben wie Senne das auch aus Belgien schon gewohnt war.“ Folglich konnte sich der 24-Jährige innerhalb seiner Routinen bewegen. Und könnte das alsbald häufiger tun. Dass es dieses Mal nicht für die Startelf gereicht habe, „ändert nichts daran, dass er nicht in den nächsten Wochen auch auf dem Platz stehen wird“, kündigte Werner an. „Es ist gut, dass wir mehrere Spieler auf dieser Position haben – und dann werden wir Woche für Woche versuchen, die beste Entscheidung zu treffen.“ Ganz egal, ob es dann in Werder Bremens Fanlager womöglich wieder rumort. (mbü/dco)

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