Harte Entscheidungen

Wegen Friedl-Rot und Ache-Fouls: Großer Schiri-Frust nach Werder-Niederlage beim 1. FC Köln

Die Schuld auf den Schiedsrichter wollte beim SV Werder Bremen keiner schieben, Kritik gab es nach der Niederlage beim 1. FC Köln aber reichlich.

Nach der 1:3-Niederlage beim 1. FC Köln war der Frust bei Werder Bremen groß. Die Gäste haderten dabei allerdings nicht nur mit ihrer schwachen Leistung, sondern auch mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Tobias Reichel. Vor allem die harte Rote Karte gegen Marco Friedl (24.) sowie der nicht gegebene Platzverweis gegen Kölns Ragnar Ache sorgten im Nachgang für Ärger bei den Grün-Weißen. Luft machte dem nach dem Spiel vor allem Romano Schmid.

Ärger beim SV Werder Bremen: Marco Friedl sah gegen den 1. FC Köln die Rote Karte, „Effzeh“-Angreifer Ragnar Ache (re.) kam trotz eines sehr harten und weiterer Fouls ohne Platzverweis davon.

Keine Rote Karte für Kölns Ragnar Ache: Werder Bremen hadert mit dem Schiedsrichter

Der Torschütze des SV Werder Bremen war in der 71. Minute mit offener Sohle von Ragnar Ache gefoult worden, wofür der Effzeh-Angreifer lediglich die Gelbe Karte sah. Am DAZN-Mikrofon sagte Schmid über die Szene: „Das ist ganz klar Rot. Was anderes kann ich mir gar nicht vorstellen.“ Und der Österreicher schimpfte weiter: „Generell hat mir die Leitung des Spiels gar nicht gefallen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, sonst werde ich bestraft, aber die Leitung war alles andere als zufriedenstellend.“

Ragnar Ache, der sich im Laufe des Spiels mehrere Fouls erlaubt hatte und beispielsweise mit hohem Bein gegen Amos Pieper und einem Sprung in Werder-Keeper Mio Backhaus aufgefallen war, räumte hinterher selbst ein, dass die Schmid-Szene grenzwertig war. Auf die Frage, ob er froh sein könne, nicht vom Platz geflogen zu sein, sagte er: „Kann man schon sagen. Ich habe die Szene nicht gesehen, aber so wie es sich angefühlt hat, habe ich schon Glück gehabt.“ Spätestens als der Kölner Stürmer kurz darauf mit einem Foul gegen Olivier Deman einen Elfmeter verursachte, wäre ein Platzverweis fällig gewesen (75.).

Keine Rote Karte für Ragner Ache – aber für Marco Friedl: Werder Bremen hadert nach Pleite in Köln mit dem Schiedsrichter

Schiri Reichel ließ die Ampelkarte aber stecken – sehr zum Unverständnis von Leonardo Bittencourt: „Beim Foul von Ache stehe ich davor. Er grätscht von hinten in Romanos Beine, das ist für mich eine Rote Karte“, sagte der Routinier des SV Werder Bremen, der auch die Erklärung des Referees zur anschließenden Elfer-Szene nicht nachvollziehen konnte: „Er gibt keine Karte, kommt zu mir und sagt: ‚Ich habe in der ersten Halbzeit Olivier Deman auch keine Gelbe Karte gezeigt.‘“ Der Belgier war nach fünf Minuten gegen Jakub Kaminski im Strafraum zu spät gekommen und hatte den Polen leicht berührt. Reichel hatte sofort auf den Punkt gezeigt. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung, die Köln durch Said El Mala eine frühe 1:0-Führung bescherte (7.).

Auch den frühen Platzverweis gegen Marco Friedl konnte längst nicht jeder Bremer nachvollziehen (24.). Ragnar Ache war über den ausrutschenden Kapitän des SV Werder Bremen gestolpert. Für Schiri Reichel war der Fall dennoch klar: Er zeigte Friedl als letztem Mann die Rote Karte wegen einer Notbremse. „Da kann man drüber sprechen, ob das so richtig ist“, monierte Sportchef Fritz, während Werders Cheftrainer Daniel Thioune festhielt: „Wenn er pfeift, ist es eine Notbremse, aber ich sehe gar kein Foulspiel. Marco rutscht aus und will aufstehen.“ Thiounes Fazit: „Ich fand, dass die Entscheidungen in der ersten Halbzeit grundsätzlich sehr hart waren.“ (mwi/dco)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Sven Simon, STEINSIEK.CH

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Die 15 schönsten Badeseen in Niedersachsen – Urlaubsfeeling garantiert!

Die 15 schönsten Badeseen in Niedersachsen – Urlaubsfeeling garantiert!

13 Kräuter für Sonne und (Halb-)Schatten

13 Kräuter für Sonne und (Halb-)Schatten

Himmelsspektakel mit Vanillekipferl

Himmelsspektakel mit Vanillekipferl

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Bayern

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Bayern

Kommentare