Werder-Coach über den Franzosen
„Das hat ihm zu schaffen gemacht“: Werder-Trainer Ole Werner erklärt Skelly Alveros durchwachsene Vorbereitung – und nimmt den Neuzugang in Schutz
Skelly Alvero hat eine schwache Sommer-Vorbereitung hinter sich: Ole Werner, Cheftrainer des SV Werder Bremen, erklärt, warum und nimmt den Neuzugang in Schutz.
Bremen – Marco Grüll, Keke Topp, Skelly Alvero: Drei Feldspieler hat der SV Werder Bremen für die neue Saison bislang verpflichtet, auf weitere Neuzugänge warten die Fans des Fußball-Bundesligisten noch vergeblich. Umso größer sind da natürlich die Erwartungen an diejenigen, die bereits da sind. Doch während Grüll und Topp in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterließen, konnte Alvero bis dato nicht sonderlich überzeugen. Dabei kennt der 22-Jährige, der im vergangenen Winter von Olympique Lyon ausgeliehen und nun für 4,75 Millionen Euro fest von den Grün-Weißen verpflichtet wurde, die Gegebenheiten am Osterdeich sogar schon etwas länger. Beim 8. DeichTalk der DeichStube hat Werder-Cheftrainer Ole Werner nun den Eindruck bestätigt, dass Alvero eine durchwachsene Vorbereitung hinter sich hat - und erklärte, warum es noch hakt.
Werder Bremens Ole Werner über Skelly Alvero: „Er selber ist nicht mit seiner Vorbereitung zufrieden gewesen – und wir auch nicht“
„Er selber ist nicht mit seiner Vorbereitung zufrieden gewesen – und wir auch nicht“, sagte der Coach des SV Werder Bremen und fügte an: „Man muss aber auch dazu sagen, dass er aus einer langen Pause kommt. Er hat zum Ende der letzten Saison einige Verletzungen gehabt und länger gefehlt.“ Der Franzose laborierte Anfang April an einem Muskelfaserriss, zog sich kurz nach seiner Genesung eine Schulterverletzung zu und verpasste die letzten sieben Spiele der Grün-Weißen. Der entscheidende Grund, warum Skelly Alvero derzeit noch nicht in Top-Form ist, liegt für Ole Werner aber in der Trainingsarbeit: „Wir hatten ein Gespräch, und es ist offenbar so, dass in Frankreich länger trainiert wird, dafür aber weniger hochintensiv. Und ich glaube, dass ihm das in dieser Vorbereitung sehr zu schaffen gemacht hat.“
Doch der Chefcoach des SV Werder Bremen nimmt den defensiven Mittelfeldspieler auch in Schutz. „Wenn wir mit jungen Spielern arbeiten, müssen wir auch mit einbeziehen, dass es mal stockt und dass eine Vorbereitung, gerade wenn man aus einem Land kommt, auch mal nicht so läuft, wie das vielleicht am Optimum wäre“, sagte Ole Werner und fügte an: „Wenn man sich für diesen Weg entscheidet, muss man so etwas einkalkulieren – und das tun wir.“
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Werder Bremens Ole Werner: „Wir sind bei Skelly Alvero absolut der Überzeugung, dass er für uns ein wichtiger Spieler werden kann“
Die fußballerischen Voraussetzungen seien in jedem Fall da, das hätten bereits die wenigen Einsätze in der vergangenen Saison gezeigt. Skelly Alvero kam in sechs Bundesliga-Spielen für Werder Bremen zum Einsatz, erzielte bei der 1:2-Niederlage in Hoffenheim per Hacke zudem ein sehenswertes Tor. Mit seiner Körperlänge von 2,02 Meter bringt er zudem eine Eigenschaft mit, die es so im Bremer Kader kein zweites Mal gibt. „Wir haben uns bei Skelly für einen Spieler entschieden, der von seinem Potenzial her ein Profil mitbringt, von dem wir glauben, dass es für uns eine außergewöhnliche Chance bietet und dass sich dieser Spieler richtig gut entwickeln kann,“ sagte Ole Werner. Und weiter: „Wir haben uns für einen Charakter entschieden, der positiv und fleißig ist, wissbegierig und der weiterkommen will.“
Mit Blick auf den Saisonstart stimmen Ole Werner zudem die Eindrücke der vergangenen Tage optimistisch: „In der letzten Woche, den letzten zehn Tage hat er auf mich den Eindruck gemacht, als würde er aus einem körperlichen Loch rauskommen.“ Weshalb Skelly Alvero durchaus darauf hoffen darf, beim Saisonauftakt im DFB-Pokalspiel bei Energie Cottbus an diesem Montag (18 Uhr/DeichStube-Liveticker) nicht nur dem Kader anzugehören, sondern auch zum Einsatz zu kommen. Dass der junge Mittelfeldmann an der Weser durchstarten wird, daran glaubt der Trainer des SV Werder Bremen jedenfalls fest: „Wir sind bei Skelly absolut der Überzeugung, dass er für uns ein wichtiger Spieler werden kann.“ (nag)