Verteidiger zurzeit ohne Aussicht auf Stammplatz

Langkamp braucht einen langen Atem

Sebastian Langkamp
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Sebastian Langkamp hat zurzeit keine Aussicht auf einen Stammplatz bei Werder Bremen.

Bremen - Für die meisten Werder-Profis ist der Trip nach Augsburg die Fahrt zu einem Angstgegner. Von den letzten vier Partien gegen den FCA haben die Bremer vier verloren. Das ist nicht die Bilanz, die zur guten Laune anregt.

Ein Bremer fährt aber mit einem guten Gefühl nach Augsburg: Sebastian Langkamp. Von 2011 bis 2013 hat er zwei Spielzeiten beim aktuellen Tabellenachten verbracht, setzte dort die Bundesliga-Karriere fort, die zwei Jahre zuvor mit zehn Einsätzen für den Karlsruher SC begonnen hatte. In Augsburg ist er damals gereift – auch wenn er im zweiten Vertragsjahr wegen diverser Verletzungen die komplette Rückrunde verpasst hatte.

Derzeit ist Sebastian Langkamp wieder meistens nur Zuschauer. Nach seinem Wechsel von Hertha BSC, der Station nach Augsburg, zum SV Werder ist der Innenverteidiger noch der Herausforderer. Die Stammplätze haben Niklas Moisander und Milos Veljkovic inne – und Bremens Coach Florian Kohfeldt deutet an, dass es länger dauern könnte, bis Langkamp in die erste Reihe rückt. Die anderen seien eben eingespielt, dem Neuen fehle dagegen die Vorbereitung mit der Mannschaft. Kohfeldt: „In der Abwehr lebt man viel von Automatismen. Und wenn alle in Form sind, ist es schwer zu wechseln.“

Schlechte Aussichten also für den Ex-Augsburger Langkamp. Denn Moisander und Veljkovic kann nun wirklich kein Formtief angedichtet werden. Kohfeldt sagt, er habe mit Langkamp auch schon offen über die für ihn unbefriedigende Situation gesprochen: „Wir sind da auf einer Wellenlänge. Er versteht das. Und wenn der Moment da ist, dass er gebraucht wird, weiß ich, dass ich mich auf ihn verlassen kann.“

Wie zuletzt am Montag gegen den 1. FC Köln, Langkamps drittem Kurz-Auftritt. Sieben Minuten stand er auf dem Platz, war Teil einer am Schluss noch von Viererkette auf Dreierkette umformierten Abwehr. „Köln“, stellte Kohfeldt zufrieden fest, „hatte danach keine Chance mehr. Sebastian hat also auch schon einen wichtigen Einsatz für uns gehabt.“ Wenn auch nur einen ausgesprochen kurzen.

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