Abwehrspieler von Werder Bremen
Sebastian Langkamp fürchtet den Toprak-Effekt: „Meine Chancen sind nicht gerade gestiegen“
Bremen/Hamburg – Der Zeitpunkt wäre natürlich perfekt gewesen. Gegen Hertha BSC, seinen ehemaligen Verein, das Bundesliga-Comeback für Werder Bremen zu feiern, hätte etwas Spezielles gehabt für Abwehrspieler Sebastian Langkamp.
Doch wenige Tage vor dem Aufeinandertreffen mit seinen ehemaligen Kollegen (Samstag, 15.30 Uhr, Weserstadion) verschwendet der 31-Jährige weder an die Vergangenheit noch an einen Einsatz von Beginn an einen Gedanken. Nach seinem Comeback im Testspiel von Werder Bremen beim Zweitligisten FC St. Pauli erwartet der Innenverteidiger nun ohnehin keinen persönlichen Raketenstart in der Liga.
Werder Bremen reagierte auf Langkamp-Verletzung und verpflichtete Ömer Toprak
Nach seiner Muskel- und Sehnenverletzung, zugezogen in der ersten Trainingseinheit der Saisonvorbereitung, hat er mehr als drei Monate gebraucht, um wieder einigermaßen einsatzfähig zu sein. Gegen St. Pauli hielt er 85 Minuten durch, doch dass das nichts zu bedeuten hat, weiß er selbst. „Wir dürfen nicht vergessen, dass ich die komplette Vorbereitung und dann noch die ersten sechs Wochen der Saison verpasst habe. Das holt man nicht mal eben in zwei Wochen wieder auf“, erklärt Sebastian Langkamp, dessen Verletzung noch eine weitere, für ihn nicht gerade erfreuliche Entwicklung mit sich brachte. Denn Werder Bremen reagierte auf die Ausfälle von ihm und Milos Veljkovic mit der Verpflichtung von Ömer Toprak. Was bedeutet: Noch mehr interne Konkurrenz. „Meine Chancen sind nicht gerade gestiegen“, räumt Langkamp ein: „Wenn alle fit sind, muss ich um meinen Platz kämpfen.“
Werder Bremen: Großer Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung
Das musste er schon immer, und tatsächlich stehen dem SV Werder Bremen im besten Fall fünf Innenverteidiger für zwei Plätze zur Verfügung – Christian Groß, den überraschend starken Notnagel der letzten Wochen, mit eingerechnet.
Zwei aus fünf – wo Sebastian Langkamp da bleibt, muss abgewartet werden. Derzeit geht es für ihn noch nicht mal darum, sich in Position zu bringen, sondern nur um die Fitness. Der Test des SV Werder Bremen am Freitagabend war dahingehend ein Check – und zwar einer mit einem guten Ergebnis. Langkamp: „Die Grundlagenausdauer ist schon gegeben. Jetzt geht es um die Spielkondition – um die kleinen Läufe, die Richtungswechsel und Zweikämpfe. Das sind die Dinge, die du nur über Spiele bekommst. Dafür, dass ich erst seit zwei Wochen intensiv im Training bin, war ich ganz zufrieden.“
Werder Bremen: Nächstes Heimspiel gegen Langkamps Ex-Club Hertha BSC
Nun muss es weitergehen – sehr wahrscheinlich noch nicht gegen Hertha, aber dann. „Ich muss jetzt weiter Fitness aufbauen, dann sehen wir, was die nächsten Wochen bringen“, sagt Langkamp und hat das Wiedersehen mit dem alten Arbeitgeber schon unsentimental abgehakt: „Die Zeit bei Hertha ist doch fast schon zwei Jahre her. Da mache ich mir wirklich keinen Kopf mehr.“ (csa)
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