Bald Nationalspieler?
Erst verbessert, dann wackelig: Werder-Sechser Senne Lynen schwärmt vom Zusammenspiel mit Jens Stage – und träumt von den „Roten Teufeln“
Nach dem Heimsieg des SV Werder Bremen gegen Holstein Kiel schwärmt Senne Lynen vom Zusammenspiel mit Jens Stage - und träumt von der belgischen Nationalmannschaft.
Bremen – Zuletzt wirkte Senne Lynen auf dem Platz ungewöhnlich konfus, in bestimmten Situationen sogar etwas von der Rolle. Fehlpässe, die man vom eigentlich so ballsicheren Belgier gar nicht kannte, schlichen sich in den Vorwochen immer mal wieder ein. Beim wichtigen 2:1-Heimsieg des SV Werder Bremen gegen Holstein Kiel zeigte sich der 25-jährige Sechser dann im ersten Durchgang aber deutlich verbessert. Ihm tat es spürbar gut, dass Jens Stage nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause als Arbeitstier und Antreiber wieder an seine Seite zurückgekehrt war.
Senne Lynen schwärmt von Zusammenspiel mit Jens Stage - und träumt von der belgischen Nationalmannschaft
„Ich spiele sehr gerne mit Jens zusammen. Wir haben seit letzter Saison ab dem Winter viele gemeinsame Spiele gemacht und das läuft sehr gut für uns beide“, freute sich der gebürtige Antwerpener in fließendem Deutsch in einem Sponsoren-Talk. Doch diese dauerte eben nur bis zur Pause an, als Stage mit Nackenproblemen in der Kabine bleiben musste. Danach kam es zum Bruch im bis dahin guten Spiel des SV Werder Bremen: Die bei Senne Lynen und Co. zurückgekehrten Sicherheiten im Vergleich zum 1:4 in Gladbach gingen verloren und die Bälle nicht mehr ganz so selbstverständlich vom Fuß. Die Mannschaft wackelte in der zweiten Hälfte, doch im Endeffekt sicherte Oliver Burkes spätes Tor den umjubelten ersten Dreier der Saison im Weserstadion.
„Wir sind jetzt im November, wir wollten unbedingt den ersten Heimsieg holen und das haben wir geschafft. Das ist ganz wichtig für uns“, sagte Lynen, der nun mit einem positiven Gefühl in die Länderspielpause geht. Und dabei sogar ein bisschen von der ersten Nominierung für die „Roten Teufel“, der belgischen Nationalmannschaft träumt. „Es gibt dort auf meiner Position schon viele gute Leute, die alle in der englischen Premier League spielen. Das ist schon ein Schritt weiter, glaube ich“, sagte Werder Bremens Senne Lynen zwar ehrlich: „Aber trotzdem, wenn du in der Bundesliga jedes Spiel 90 Minuten spielst und in der oberen Hälfte stehst, kannst du locker nominiert werden.“ (mwi)