Ungewollte Einblicke vom Mannschaftsabend
Nach Video vom singenden Niclas Füllkrug: Naby Keitas Social-Media-Panne bleibt bei Werder ohne Folgen
Über Neuzugang Naby Keita waren Videos vom Mannschaftsabend des SV Werder Bremen im Zillertal öffentlich geworden. So gehen die Kollegen mit dem Fauxpas um.
Zell am Ziller – Die kurze Filmsequenz hatte sich rasend schnell verbreitet, oder besser: Sie ist viral gegangen, wie es neudeutsch heißt. Zu sehen war auf dem Video Torjäger Niclas Füllkrug, wie er beim traditionellen Mannschaftsabend des SV Werder Bremen während des Zillertal-Trainingslagers zum Mikrofon greift, den Udo-Jürgens-Klassiker „Griechischer Wein“ intoniert und dabei von „Aushilfskellner“ Leonardo Bittencourt mit einem Tablett voller Schnapsgläser aufgesucht wird. Der Stürmer ist darin bester Laune, die meisten Teammitglieder haben richtig Spaß - auch deshalb kamen die bewegten Bilder vielerorts gut an. Intern war das ein bisschen anders, denn Szenen wie diese sind in der Regel nur für ausgewählte Augen gedacht.
Niclas Füllkrug singt bei Werder-Bremen-Party: Video sollte nicht an die Öffentlichkeit gelangen
„Ich habe es beiläufig mitbekommen. Das ist natürlich ein bisschen unglücklich, weil das eigentlich nicht unbedingt in die Öffentlichkeit muss“, sagt auch Werder Bremens Profi Anthony Jung, als er auf die dokumentierte Party angesprochen wird. Schließlich stehen Fußball-Profis ohnehin stets im Fokus, werden fast überall auf der Straße erkannt und mit ihrem Prominentenstatus konfrontiert. Da kann ein wenig schützende Privatsphäre, um sich frei bewegen zu können, nicht schaden. „Soweit ich gehört habe, war die Veröffentlichung aber eher ein Versehen – und ,Fülle‘ hat stimmentechnisch ja auch ganz gut performt, oder?“, meint Jung dennoch gelassen.
Mein Löwe mein Bär mein Schlagersänger pic.twitter.com/mdLw85jJcH
— racker niclas (@oli_svw1899) July 22, 2023
Video von Teamabend: Werder-Bremen-Kollegen nehmen Naby Keita den Social-Media-Fauxpas nicht übel
Für das erwähnte Versehen hatte Werder Bremens Neuzugang Naby Keita gesorgt, der die Gesangseinlage mit seinem Smartphone festgehalten und kurz darauf auf seinem Instagram-Profil veröffentlicht hatte. Wenig später war das Video zwar wieder verschwunden, doch da waren entsprechende Kopien bereits im weltweiten Datennetz unterwegs. Eine Strafe muss Keita aber nicht befürchten, auch nehmen ihm die Teamkollegen den Fauxpas nicht übel. „Das ist jetzt kein großes Ding“, betont Anthony Jung. (mbü)