Erstmals als Leipzig-Trainer

„Wer pfeift, der pfeift“: Ex-Werder-Coach Ole Werner vor besonderer Rückkehr ins Weserstadion

Ole Werner spricht vor dem Wiedersehen mit dem SV Werder Bremen über seine Rückkehr ins Weserstadion als Trainer von RB Leipzig und seine Bremer Zeit.

Wenn Ole Werner am Samstag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) erstmals nach seinem Aus beim SV Werder Bremen ins Weserstadion zurückkehrt, hätte das zweifelsohne das Potenzial für große Emotionen. Doch der 35-jährige Coach von RB Leipzig tritt da in seiner bekannten Art etwas auf die Bremse. „Natürlich ist es was Besonderes, wenn du das erste Mal wieder an alter Wirkungsstätte spielst“, sagte Werner auf der Pressekonferenz der Sachsen am Donnerstag. Gleichzeitig betonte er aber: „Am Spieltag selbst konzentriert sich jeder auf sein Spiel.“ Die eigenen Gefühle? Spielen für den nüchternen Kieler mit dem trockenen Humor dann nur noch eine Nebenrolle. Viel wichtiger sei die Aufgabe mit seiner aktuellen Mannschaft – und die hat es in sich.

Ole Werner (Archivbild) kehrt am Samstag als Trainer von RB Leipzig ins Weserstadion zurück – an seine Zeit beim SV Werder Bremen denkt er positiv zurück.

Pfiffe oder Freude? Ole Werner als Trainer von RB Leipzig vor Wiedersehen mit Werder Bremen

Denn der gebürtige Preetzer erwartet gegen seinen Ex-Club eine schwierige Partie. „Es wird ein sehr unbequemes Spiel“, prognostizierte Ole Werner und verwies auf die jüngste Entwicklung der Bremer: „Eine Mannschaft, die zwar im unteren Drittel steht, aber aus den letzten vier Spielen drei Siege geholt hat.“ Entsprechend klar ist sein Fokus: „Wir sind darauf konzentriert, unser bestmögliches Spiel zu machen.“ Die mögliche Reaktion der Fans des SV Werder Bremen wegen seiner Rückkehr beschäftigt ihn da nicht großartig: „Wer pfeift, der pfeift. Wer sich freut, der freut sich. Ich kann das nicht beeinflussen.“ Vielmehr hob er hervor, dass man „in einem sehr guten Verhältnis auseinandergegangen“ sei – ein Indiz dafür, dass ihn im Weserstadion eher ein respektvoller Empfang erwarten dürfte, trotz des bei den Fans unbeliebten Gegners.

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig aussehen!

RB Leipzig zu Gast im Weserstadion: Ole Werner freut sich auf Wiedersehen mit dem SV Werder Bremen

Aller Professionalität zum Trotz blickt Ole Werner, der am Osterwochenende übrigens nicht offiziell verabschiedet werden soll, mit großer Wertschätzung auf seine Zeit in Bremen zurück. „Das heißt nicht, dass man das vergisst oder dass einem die Zeit nichts mehr bedeutet – ganz im Gegenteil“, sagte er. „Ich habe dort dreieinhalb sehr, sehr schöne Jahre erlebt, gemeinsam mit dem Trainerteam. Ich habe tolle Spieler und tolle Mitarbeiter gehabt und mich sehr, sehr wohlgefühlt in dem Verein.“ Und äußerst erfolgreich war die Zeit noch dazu. Vor allem der gemeinsame Aufstieg, „der zum Zeitpunkt des Beginns unserer Arbeit alles andere als selbstverständlich war, ist etwas, was ja auch immer bleibt und einen als Mensch und Trainer verändert“, betonte Werner, dem es in den Folgejahren gelang, den SV Werder Bremen erfolgreich in der Bundesliga zu etablieren. Auch deshalb ist die Vorfreude bei Werner auf etliche bekannte Gesichter groß: „Ich freue mich, viele Leute aus dem Verein wiederzusehen, mit denen ich auch immer noch in Kontakt stehe.“ (mwi)

Rubriklistenbild: © Andreas Gumz

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