Testspiel ja, Trainingslager nein
Nach Augsburg drei Wochen Pause: So will Werder die ungewöhnlich lange Länderspielpause nutzen
Nach dem Heimspiel gegen den FC Augsburg steht eine ungewöhnlich lange Länderspielpause an - was der SV Werder Bremen für diese Zeit geplant hat!
Kaum hat die Bundesliga begonnen, schon macht sie nach dem kommenden Wochenende wieder drei Wochen Pause. Zwischen dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) und dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund am Freitagabend, 9. Oktober, liegt für den SV Werder Bremen eine ungewöhnlich lange Länderspielpause. Wie genau die Bremer diese Zeit nutzen werden, hängt allerdings auch davon ab, wie viele Profis für ihre Nationalmannschaften nominiert werden. Die entsprechenden Berufungen stehen noch aus. Fest steht: Mindestens ein Testspiel soll in dieser Phase stattfinden. Ein mehrtägiges Trainingslager wird es dagegen nicht geben.
Werder Bremen reist während der Länderspielpause nicht in ein Trainingslager - Daniel Thioune: „Das macht einfach keinen Sinn“
„Das war sogar eine Idee, und dann guckt man auf den möglichen Kader in der Zeit“, erklärt Cheftrainer Daniel Thioune. Aktuell habe Werder Bremen „14 potenzielle Nationalspieler“. Gerade bei den jungen Profis rechnet der Coach mit zahlreichen Abstellungen für die U-Nationalmannschaften. „Dann würden wir ins Trainingslager fahren, ein paar Tage mit sehr, sehr wenig Spielern, das macht einfach keinen Sinn“, so Thioune. Stattdessen soll zunächst regeneriert und anschließend rund um das Testspiel wieder eine komplette Trainingswoche absolviert werden, ehe es nach Dortmund geht.
Die lange Pause bietet Werder Bremen dabei vor allem die Chance, den Kader wieder zu vervollständigen und angeschlagene Profis näher an den normalen Trainings- und Spielbetrieb heranzuführen. Die derzeit verletzten Senne Lynen und Felix Agu (Wadenprobleme) sollen möglichst endgültig ins Mannschaftstraining zurückkehren. Auch für Niklas Stark und Mitchell Weiser, die zuletzt zwar wieder im Kader standen, sich zuvor aber eine lange Zeit mit Verletzungen herumplagten, ist der Zeitraum wichtig: Sie können im Idealfall in einem Testspiel wieder mehr Minuten sammeln und weiter an ihrer Kondition arbeiten.
„Wir haben die Chance, dort dann wieder Niklas Stark in Minuten zu bekommen“, sagt Daniel Thioune. Gleichzeitig können die erst spät verpflichteten Neuzugänge die Zeit nutzen, um sich noch besser an die Abläufe zu gewöhnen. Niclas Füllkrug, Ludovit Reis und Youri Regeer sind erst kurz vor oder teilweise sogar nach dem Pflichtspielstart zu Werder Bremen gekommen und können nun weitere gemeinsame Trainingseinheiten sammeln.
So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg aussehen!
Werder Bremens Daniel Thioune über Länderspielpause: „Die Zeit hilft den Spielern, die vielleicht gerade weniger Spielzeit bekommen“
Und dann gibt es noch jene Profis, für die die drei Wochen zu einer persönlichen Bewährungsprobe werden könnten. Skelly Alvero und Dawid Kownacki sollten den Verein eigentlich noch verlassen, fanden jedoch keinen passenden Abnehmer. „Das sind die Momente, um sich zu zeigen“, betont der Bremer Trainer und legt nach: „Die Zeit hilft den Spielern, die vielleicht gerade weniger Spielzeit bekommen.“ Alvero spielte zuletzt sogar für die U23 des SV Werder Bremen – obwohl die Profis im Mittelfeld derzeit personell keineswegs üppig besetzt sind. Kownacki hingegen schaffte es in dieser Saison bislang nicht einmal in den Spieltagskader und steht in der Mittelstürmer-Hierarchie hinter Füllkrug, Cedric Itten und Salim Musah derzeit klar auf Rang vier. Für beide bietet die lange Pause nun die Gelegenheit, im Training und im Testspiel auf sich aufmerksam zu machen.
Grundsätzlich hält Daniel Thioune mit Blick auf die bevorstehende lange Pause fest: „Ich habe schon vor, viele Inhalte zu platzieren, bei denen, die da sind.“ Und der Chefcoach des SV Werder Bremen schob mit einem Lächeln hinterher: „Deshalb hoffe ich, dass es vielleicht in diesem Block nicht ganz so viele Nationalspieler bei uns sind.“ (bvo)
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