Veljkovic und Jung gehen
Großer Sommer-Umbruch? Werder-Trainer Ole Werner stellt klare Forderung
Der SV Werder Bremen hat bereits zwei Abgänge für kommenden Sommer bekanntgegeben. Ist das nur der Anfang eines großen Sommer-Umbruchs? Das sagt Trainer Ole Werner.
Bremen – Es ist ein Wort, das seit Ole Werner Trainer des SV Werder Bremen ist, rund um den Osterdeich selten benutzt wurde: Umbruch. Doch seit einigen Tagen ist es der prägende Begriff, wenn es um den kommenden Transfer-Sommer des SV Werder Bremen geht. Längst zeichnet sich ab, dass die Zeit zwischen den Saisons etliche personelle Veränderungen im Kader mit sich bringen wird. Die ablösefreien Abgänge von Milos Veljkovic und Anthony Jung stehen bereits fest, womit besagter Umbruch begonnen hat. Werders Trainer Ole Werner steht ein arbeitsreicher Sommer bevor, in dem er gleich mehrere neue Profis in seine Mannschaft wird integrieren müssen.
Werder Bremens Trainer Ole Werner fordert: „Brauchen eine Komponente, die etwas Unbedarftes und Frisches mitbringt“
„Ich weiß noch nicht, was passiert. Natürlich bereiten wir uns im Hintergrund auf verschiedene Szenarien vor“, erklärte Ole Werner am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Werder-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) zunächst noch zurückhaltend auf die Frage, wie groß der Umbruch denn ausfallen werde. Doch dann wurde der 36-Jährige konkreter. „Es ist ja bekannt, dass es wirtschaftliche Zwänge gibt, die der Verein immer berücksichtigen muss“, sagte der Cheftrainer und betonte: „Das deutet darauf hin, dass man vielleicht wieder einen Spieler abgeben muss, wenn das Angebot stimmt.“ Dass Werder Bremen im Sommer Transfer-Erlöse erzielen muss, hatte Sportchef Fritz unlängst noch einmal erklärt. Ein Abschied eines oder auch mehrerer Leistungsträger ist somit nicht ausgeschlossen – allerdings darf die Veränderung auch nicht zu einschneidend sein, wie Werner erklärt: „Am Ende brauchst du eine gewisse Achse an Spielern, die den Verein und die Liga kennen, um wieder eine erfolgreiche Saison spielen zu können.“ Diese Achse besteht seit Werners Amtsübernahme im November 2021 fast durchgehend aus denselben Profis. Während das Bremer Spiel insbesondere in der starken Hinrunde durch klare Abläufe geprägt war, zeigte sich in der sportlichen Krise zuletzt, dass sich ähnliche Muster in schwierigen Phasen wiederholen. „Wir brauchen eine Komponente, die etwas Unbedarftes und Frisches mitbringt – die wir uns von außen holen, damit wir uns weiterentwickeln können“, fordert Werner.
Werder Bremen dürften spannende (Transfer)-Wochen bevorstehen
Bleibt die Frage, inwieweit der Trainer, dessen Vertrag weiterhin über den Sommer 2026 hinaus verlängert werden soll, in die Kaderplanung eingebunden ist. „Wir sprechen natürlich über die Einschätzung der eigenen Mannschaft und schauen, wo wir Dinge weiterentwickeln können“, sagte er. Wie groß der Umbruch tatsächlich wird, hänge dabei vor allem von den finanziellen Möglichkeiten des Vereins ab. „Der erste und entscheidende Punkt ist der wirtschaftliche Rahmen. Danach geht es für uns darum, klare Profile vorzugeben, welche Spieler wir suchen.“ Dabei räumt Werner ein, dass Wunsch und Realität bei Werder Bremen nicht immer deckungsgleich sind: „Man findet nicht immer eine 100-prozentige Übereinstimmung, weil für uns die Verfügbarkeit eines Spielers immer das erste und wichtigste Kriterium ist, und das schließt schon einige Optionen aus.“ Die kommenden Wochen dürften in Bremen also spannend bleiben – und von einem Begriff geprägt sein: Umbruch. (bvo)
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