Bereits drei Gegentore in der Nachspielzeit

Spätes Verderben: Werder-Profis hadern mit Gegentoren in der Nachspielzeit

Die Profis des SV Werder Bremen waren nach der späten Niederlage gegen den SC Freiburg sehr enttäuscht.
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Die Profis des SV Werder Bremen waren nach der späten Niederlage gegen den SC Freiburg sehr enttäuscht.

Der SV Werder Bremen hat bisher in jedem Pflichtspiel der neuen Saison ein Gegentor in der Nachspielzeit kassiert. Das sorgt bei den Profis für große Verärgerung und Enttäuschung.

Bremen - Ziemlich genau vor einem Jahr, im Spätsommer 2022, da war das Aufzählen von Minutenangaben eine Art Lieblingsbeschäftigung rund um den SV Werder Bremen. Damals klang das so: 90.+5, 90.+3, 90.+5, 90.+2 und nochmal 90.+2. Gemeint waren damit die Tore, fünf an der Zahl, die der Aufsteiger Werder an den ersten fünf Spieltagen in der Nachspielzeit erzielt hatte - ein neuer Bundesligarekord. Im Spätsommer 2023 ist das Thema Nachspielzeit nun wieder ein großes bei Werder, allerdings ein unerfreuliches, weil die aktuelle Liste - 90.+4, 90.+4 und 90.+6 - ausschließlich späte Gegentore meint, die die Bremer in bisher drei Pflichtspielen kassiert haben.  
 
Zunächst beim blamablen Pokal-Aus gegen den Drittligisten Viktoria Köln (2:3), dann beim Ligaauftakt gegen den FC Bayern München (0:4) und zuletzt auch am zweiten Spieltag beim SC Freiburg (0:1) - stets setzte es späte Nackenschläge, die jeweils Niederlagen besiegelten. Woran das liegt? Schwer zu sagen. Bei Werder Bremen wollen sie jedenfalls nichts von einem grundsätzlichen Problem wissen, mit dem sich die späten Gegentreffer erklären lassen.

Werder Bremen hadert mit den vielen Gegentoren in der Nachspielzeit

„Das Bayern-Spiel würde ich ausklammern, weil wir da beim Stand von 0:2 ja auch noch versucht haben, nach vorne zu spielen“, sagt Clemens Fritz, Werder Bremens Leiter Profifußball, wenn er auf das Thema angesprochen wird. Und weiter: „Auch insgesamt erkenne ich da kein Muster, weil wir speziell in Freiburg gut verteidigt und gut gegen den Ball gearbeitet haben.“ Nur eben nicht bis zum Abpfiff, weshalb es statt eines achtbaren Punktgewinns am Ende eine Pleite trotz zuvor guter Leistung setzte. „Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen können, ist, dass die Passqualität im letzten Drittel nicht stimmte und wir bei unseren Flanken sowie Abschlüssen nicht zwingend genug waren“, betont Fritz, der das Thema „späte Gegentore“ natürlich möglichst schnell wieder loswerden möchte. Werders Spielern geht es da wenig überraschend nicht anders.

 
Als „nicht ganz einfach für den Kopf“ stuft Torhüter Jiri Pavlenka die späten Rückschläge ein, während Werder Bremens Kapitän Marco Friedl kurz nach dem Schlusspfiff in Freiburg schimpfte: „Wir schaffen es halt nicht. Wir kriegen immer wieder, wenn wir gut spielen, in der scheiß Nachspielzeit das Tor.“ Eine Tatsache, die Christian Groß zu folgendem Appell an sich selbst und seine Kollegen bewegte: „Wir müssen das definitiv abstellen und auch bis zum Schluss aufmerksam verteidigen.“ Damit es im Spätsommer 2023 nicht den nächsten, dieses Mal unerfreulichen Bundesligarekord gibt. (dco/mbü)

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