Finale gegen Norwegen
Zwei Werder-Spielerinnen treffen: Deutschlands U23-Frauen feiern ersten Titel
Drei Spielerinnen des SV Werder Bremen haben mit der deutschen U23-Nationalmannschaft ihren ersten Titel geholt. Zwei von ihnen zeigten dabei starke Nerven.
Bremen/Murcia – Die neu gegründete deutsche U23-Nationalmannschaft der Frauen ist gerade mal ein halbes Jahr alt, jetzt hat sie ihren ersten kleinen Titel gefeiert. Die DFB-Elf gewann am Montag das Finale der internationalen Länderspielrunde im spanischen Murcia mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen Norwegen, wobei zwei von drei Spielerinnen des SV Werder Bremen mit ihren Treffern vom Punkt entscheidenden Anteil am Erfolg hatten.
Werder Bremens Sophie Weidauer und Larissa Mühlhaus bleiben im Elfmeterschießen gegen Norwegen cool
In der Startelf von Trainerin Kathrin Peter standen zunächst jedoch andere Akteurinnen, Sophie Weidauer (46. Minute), Larissa Mühlhaus und Tuana Mahmoud (beide 61.) von Werder Bremen wurden erst im Laufe der Partie eingewechselt. In der regulären Spielzeit sollte anders als beim starken 3:0-Sieg im Halbfinale gegen die Niederlande am vergangenen Freitag, als auch Weidauer ein Tor beisteuerte, nichts mehr auf der Anzeigetafel passieren. Also musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen.
Die Deutschen erwiesen sich dabei als makellos. Alle nötigen sechs Versuche fanden ihren Weg ins Tor, darunter auch Schuss vier von Sophie Weidauer und Schuss fünf von Larissa Mühlhaus – beide Stürmerinnen des SV Werder Bremen blieben cool. Als im Anschluss der Norwegerin Emilie Österas die Nerven versagten und DFB-Spielerin Katharina Piljic links verwandelte, war Zeit zum Feiern mit einem großen silbernen Pokal. Ein von Fifa und UEFA anerkannter Wettbewerb war das Freundschaftsspielturnier allerdings nicht, es wurde unabhängig von mehreren Verbänden ausgetragen – und soll Signalwirkung haben.
Internationale Erfahrung für Talente von Werder Bremen und Co.: DFB sieht sich in Einführung der U23 bestätigt
„Der Schritt, in die Wiedereinführung der U23 zu investieren, war genau der richtige. Die U23 ist ein unglaublich spannendes Projekt, das uns kurz- und mittelfristig auch in der Frauen-Nationalmannschaft helfen wird“, sagt DFB-Sportdirektorin Nia Künzer. „Es ermöglicht Spielerinnen, Länderspiele und Einsatzzeiten auf hohem Niveau und sie damit auch auf die A-Nationalmannschaft vorzubereiten. Ich hoffe nun, dass die UEFA das Potenzial dieser U23-Teams ebenfalls erkennt und zeitnah einen offiziellen UEFA-Wettbewerb einrichtet. Das wäre im Sinne der Entwicklung der Talente auf Top-Niveau und dem europäischen Frauenfußball eine enorm wichtige Weichenstellung.“ (han)
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