Werner und Niemeyer finden klare Worte

Ohne Sieg zufrieden, aber Werder Bremen will mehr Schärfe und Durchschlagskraft

Die A-Elf des SV Werder Bremen hat ihr Testspiel gegen Stade Rennes verloren, die Vereinsverantwortlichen waren dennoch insgesamt zufrieden.
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Die A-Elf des SV Werder Bremen hat ihr Testspiel gegen Stade Rennes verloren, die Vereinsverantwortlichen waren dennoch insgesamt zufrieden.

Nach den letzten Testspielen gegen Stade Rennes ordnen Werder Bremens Trainer Ole Werner und Leiter Profifußball Peter Niemeyer die Leistungen ein - und stellen klar, was sie jetzt vom Team erwarten.

Bremen – Ein Unentschieden, eine Niederlage – ergebnistechnisch war die Generalprobe des SV Werder Bremen vor dem Pflichtspielstart in die neue Saison eher durchwachsen. Doch die Verantwortlichen zeigten sich mit der Dienstreise nach Frankreich dennoch zufrieden, stellten aber auch klar, was sie nach dem 1:1 und dem 0:1 in den beiden Testspielen beim französischen Erstligisten Stades Rennes nun vom Team erwarten.

Werder Bremen mit Testspielen gegen Stade Rennes zufrieden, aber es gibt viel zu verbessern

„Im Großen und Ganzen hätte ich mir im zweiten Spiel ein anderes Ergebnis gewünscht, aber mit dem Auftreten der Mannschaft bin ich trotzdem in beiden Spielen zufrieden“, urteilte Werder Bremens Trainer Ole Werner. In der zweiten Partie hatte er seine aktuelle A-Formation ins Rennen geschickt – genauso wie auch der Gegner. So war es abgesprochen gewesen. Denn auch die Franzosen starten in einer Woche in ihre Saison und haben hohe Ziele: Sie wollen nach Europa. „Das ist ein starker französischer Erstligist, das hat man gesehen“, hob Werner hervor: „Dafür haben wir über weite Strecken sehr gut verteidigt und nicht viel zugelassen. Rennes hatte zwar mehr vom Spiel, aber wir haben es geschafft, nicht allzu viele Chancen zuzulassen. Der Gegentreffer war dann ärgerlich, weil er aus dem eigenen Aufbau entsteht“, so Werner. Niklas Stark hatte sich einen kapitalen Fehlpass geleistet, Marco Friedl nicht aggressiv genug angegriffen und Milos Veljkovic den Schuss von Benjamin Bourigeaud unhaltbar abgefälscht (48.). Das passte so gar nicht ins Bild der bis dahin gut funktionierenden Dreierkette.

Zur Wahrheit des Spiels gehörte aber auch, dass nach vorne herzlich wenig ging. „Das zweite Spiel hat sich sehr im Mittelfeld abgespielt. Da haben wir etwas unsauber agiert, uns fehlte nach vorne die Durchschlagskraft. Wir hatten mehr Ballbesitz, aber ja, 30 Meter vor dem Tor war es dann meistens auch zu Ende“, gestand Leiter Profifußball Peter Niemeyer, fügte aber sogleich an: „Wir hatten dann aber noch unsere Chancen.“ Romano Schmid, Milos Veljkovic, Mitchell Weiser und Marvin Ducksch ließen gute Gelegenheiten zum Ausgleich aus. Das stimmte sowohl Werner als auch Niemeyer zuversichtlich, wobei Zweiterer eine klare Forderung an die Abteilung Attacke des SV Werder Bremen formulierte: „Jetzt muss die Schärfe rein und das Passspiel genauer werden.“ Auch Werner wünscht sich „mehr Durchschlagskraft“ und monierte: „Wir sind relativ gut in die Räume vor der Kette gekommen, waren dann aber sehr ungenau. Auch die Tempowechsel im letzten Drittel haben uns heute gefehlt.“

Werder Bremen in beiden Testspielen gegen Stade Rennes offensiv harmlos: „Punch“ fürs Pokalspiel gesucht

Bis zum Pokalspiel des SV Werder Bremen am 19. August wartet also noch ordentlich Arbeit auf die Profis. Das gilt freilich auch für die Akteure aus dem B-Team. Trotz des besseren Ergebnisses waren auch in diesem Spiel Defizite im Angriff zu erkennen. Die beiden Angreifer Keke Topp und Justin Njinmah konnten sich ebenso selten in Szene setzen wie ihre Kollegen Ducksch und Marco Grüll im zweiten Spiel gegen Stade Rennes. Für das Tor zeichnete denn auch ein Abwehrspieler verantwortlich: Julian Malatini köpfte früh eine Freistoß-Hereingabe von Leonardo Bittencourt ins Tor (13.). Auf der anderen Seite patzte dann Skelly Alvero, der als gelernter Sechser diesmal in der Dreierkette aushelfen musste. Dabei verlor er Alan Do Marcolino aus den Augen und ermöglichte ihm den Ausgleich (35.). Diesmal brach die B-Auswahl aber nicht ein. Vor einer Woche beim englischen Zweitligisten Coventry hatte sie noch ein inakzeptables 0:4 erlebt. „Wir haben uns anders präsentiert und haben anders als Mannschaft funktioniert. Deswegen war es eine gute Leistung“, lobte Ole Werner. Er war mit dem Frankreich-Trip zufrieden, hatte aber schon die Aufgabe für die nächsten Tage im Blick: „Beim Pokalspiel werden wir diesen Punch haben müssen. Das wird sicherlich ein Thema für die letzte Trainingswoche sein.“ (kni)

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