Trainer-Knall in Bremen

Werder Bremen bestätigt sofortige Trennung von Ole Werner - auch die Co-Trainer sind freigestellt

Der SV Werder Bremen hat auf Ole Werners Entscheidung, seinen im Sommer 2026 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen, reagiert und den Trainer freigestellt. So begründet der Club den Schritt.

Update (27. Mai, 10 Uhr): Bremen - Der SV Werder Bremen hat die sofortige Freistellung von Cheftrainer Ole Werner am Dienstagvormittag öffentlich bestätigt. Der 37-Jährige hatte sich zuvor dagegen entschieden, seinen am 30. Juni 2026 auslaufenden Vertrag bei den Grün-Weißen zu verlängern und diesen Entschluss gegenüber den Verantwortlichen am Wochenende mitgeteilt.

Der SV Werder Bremen trennt sich mit sofortiger Wirkung von Ole Werner und dessen Co-Trainern Hannes Drews, Patrick Kohlmann und Tom Cichon.

Werder Bremen bestätigt sofortige Trennung von Trainer Ole Werner - auch die Co-Trainer müssen gehen

„Wir bedauern Oles Entscheidung sehr, weil wir uns eine langfristige Zusammenarbeit mit ihm hätten vorstellen können. Da wir aber auf der Position des Cheftrainers Kontinuität und Klarheit für die Zukunft brauchen, haben wir uns entschieden, Ole freizustellen“, sagt Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz in einer Vereinsmitteilung - und erklärt den erwartbaren Schritt: „Gerade mit Blick auf die Kaderzusammenstellung, die Weiterentwicklung der Mannschaft und die zukünftige Ausrichtung, ist es notwendig, auf dieser Position längerfristig planen zu können. (...) Oles Entschluss, seinen Vertrag nicht zu verlängern, war für uns Anlass, diese Entscheidung jetzt zu treffen, da es enorm schwierig ist, eine Personalplanung voranzutreiben, wenn nicht klar ist, wer im nächsten Jahr Cheftrainer ist.“ Ole Werner hatte den Cheftrainer-Posten beim SV Werder Bremen am 28. November 2021 als Nachfolger von Markus Anfang übernommen und schaffte auf Anhieb den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga, die Werder in der Spielzeit 2022/23 souverän hielt. In den beiden Folgejahren verpassten die Bremer zweimal nur hauchzart die Rückkehr in den Europapokal.

„Wir danken Ole für die letzten dreieinhalb Jahre und für die herausragende Arbeit, die er bei Werder Bremen geleistet hat. Es war eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihm. Ole hat die Mannschaft kontinuierlich entwickelt und hatte sehr großen Einfluss auf die erfolgreiche Stabilisierung von Werder in der Bundesliga“, sagt Fritz weiter. Neben Cheftrainer Ole Werner müssen auch die Co-Trainer Patrick Kohlmann, Tom Cichon und Hannes Drews ihre Posten mit sofortiger Wirkung räumen. „Auch ihnen gebührt ein großer Dank für die Arbeit, die sie für den SV Werder Bremen geleistet haben“, teilt der Bundesliga-Achte der abgelaufenen Saison mit.

Werder Bremen stellt Ole Werner sofort frei: „Dass Werder sich so entschieden hat, kann ich aus Clubperspektive nachvollziehen“

Auch Ole Werner begründet seinen Entschluss gegen eine Vertragsverlängerung bei Werder Bremen in der Mitteilung erstmals. „Mir fällt es alles andere als leicht, meinen Vertrag nicht zu verlängern. Aber ich habe schon häufig gesagt, dass es mir in meiner Arbeit darum geht, einen Verein zu entwickeln. Wenn ein gewisser Punkt erreicht ist, gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten: Entweder man sorgt für Veränderungen um einen Trainer herum oder man ändert etwas an der Trainerposition“, sagt der 37-Jährige. Für den gebürtigen Preetzer sei klar gewesen, „dass es nach Ablauf meines Vertrages und dann viereinhalb Jahren diese Veränderung auf meiner Position braucht, um eine weitere Entwicklung möglich zu machen. Daher habe ich die Entscheidung für den kommenden Sommer getroffen und sie den Verantwortlichen mitgeteilt.“ Zur nun vollzogenen vorzeitigen Trennung erklärt der scheidende Bremer Chefcoach: „Dass Werder sich nun zu diesem Schritt entschieden hat, kann ich aus der Clubperspektive nachvollziehen. Ich hatte in Bremen mit meinem Trainerteam eine wunderbare Zeit, mit einem super Staff, einer tollen Mannschaft und Verantwortlichen, deren Unterstützung ich immer gespürt habe.“

Im Hintergrund läuft befindet sich der SV Werder Bremen jetzt auch ganz offiziell auf Trainersuche. Schnellstmöglich will der Bundesligist einen Nachfolger für Ole Werner präsentieren, damit die Planungen für die Saison 2025/26 nicht ins Stocken geraten. Zu den Top-Kandidaten zählt dabei nach Informationen der DeichStube Horst Steffen, der am Montagabend mit der SV Elversberg in der Relegation am Bundesliga-Aufstieg gescheitert war. (mwi)

Weiter mit der bisherigen Meldung:

Werder Bremen schafft Fakten: Trainer Ole Werner mit sofortiger Wirkung freigestellt

Bremen – Wie erwartet hat der SV Werder Bremen Fakten geschaffen – und nach einer Sitzung am Montagabend die sofortige Trennung von Cheftrainer Ole Werner beschlossen. Ein entsprechender Bericht der „Bild“-Zeitung deckt sich mit den Informationen der DeichStube.

Muss beim SV Werder Bremen sofort seinen Posten als Cheftrainer räumen: Ole Werner.

Ole Werner hatte den SV Werder Bremen am Samstag darüber in Kenntnis gesetzt, dass er seinen 2026 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird, woraufhin ein zeitnahes Aus des 37-Jährigen bei Werder mehr als wahrscheinlich geworden war. Mit einem Trainer in die neue Saison zu starten, der sich nicht mehr vorbehaltlos mit dem Weg des Vereins identifiziert, wäre hochriskant gewesen. Deshalb nun der sofortige Cut.

Werder Bremen stellt Ole Werner frei - wird Horst Steffen sein Nachfolger?

Bedeutet: Der SV Werder Bremen befindet sich jetzt auch ganz offiziell auf Trainersuche. Möglichst zeitnah möchte der Bundesligist einen Nachfolger für Ole Werner präsentieren, damit die Planungen für die Saison 2025/26 nicht ins Stocken geraten. Zu den Top-Kandidaten zählt dabei nach Informationen der DeichStube Horst Steffen, der am Montagabend mit der SV Elversberg in der Relegation am Bundesliga-Aufstieg gescheitert war.

Um für den Fall einer Absage Ole Werners gewappnet zu sein, hatten Werder Bremens Verantwortlich in den vergangenen Wochen Gespräche mit mehreren möglichen Kandidaten geführt, darunter auch Lukas Kwasniok (zuletzt SC Paderborn) und Marco Rose (zuletzt RB Leipzig). (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Die Bildergalerie der Bands: Das war am Samstag auf den Hurricane-Bühnen los

Die Bildergalerie der Bands: Das war am Samstag auf den Hurricane-Bühnen los

Hurricane Festival 2026: Die Fotos vom Sonntag

Hurricane Festival 2026: Die Fotos vom Sonntag

Nostalgie auf Rädern: Oldtimer und Erinnerungen begeistern in Aschen

Nostalgie auf Rädern: Oldtimer und Erinnerungen begeistern in Aschen

Kommentare