Werder-Remis gegen BVB

„Waren jetzt zweimal bei 99 Prozent“: Die Stimmen zum Werder-Remis gegen den BVB

Für Mitchell Weiser von Werder Bremen wäre beim 0:0-Unentschieden gegen Borussia Dortmund „mehr drin“ gewesen. Die Stimmen zum Spiel
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Für Mitchell Weiser von Werder Bremen wäre beim 0:0-Unentschieden gegen Borussia Dortmund „mehr drin“ gewesen. Die Stimmen zum Spiel

Der SV Werder Bremen hat gegen Borussia Dortmund ein torloses Unentschieden geholt. Die Stimmen zur Partie des 2. Bundesliga-Spieltags.

Ole Werner (Trainer des SV Werder Bremen): „Wir haben in beiden Halbzeit eine sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Wir waren nah an dem, was wir brauchen, um Dortmund zu schlagen. Wir sind sehr gut in die Räume gekommen, dann hat uns im letzten Moment aber die Zielstrebigkeit gefehlt. Da haben wir einiges liegenlassen. In der Überzahl war es dann wirklich schlecht, weil wir ungeduldig geworden sind, die Breite nicht mehr so besetzt haben und den Gegner nicht mehr wirklich angegangen sind. Das braucht es nämlich, um auch in Überzahl gut zu spielen. Unter dem Strich sind wir über 70 Minuten sehr zufrieden, das war bis dahin eine Top-Leistung, wenn man von den vergebenen Chancen absieht. Wir sind aber unzufrieden mit dem Ergebnis, weil wir zum einen eine starke Leistung gezeigt haben und zum anderen in Überzahl zu ungenau waren.“

Peter Niemeyer (Leiter Profifußball SV Werder Bremen): „Das ist das, was uns gefehlt hat: am Ende das Tor zu machen. Wir haben eine richtig starke Leistung gezeigt, als Mannschaft funktioniert, aber leider nicht durch ein Tor belohnt. Wir haben immer wieder mutig nach vorne verteidigt und den Ball von unserem Sechzehner ferngehalten. Das war eine richtig starke Mannschaftsleistung. Ich muss sagen, dass wir es nach dem Platzverweis ein bisschen vermissen lassen haben, nochmal nachzusetzen. Das ist das Einzige, was man uns vorwerfen kann, dass wir da nicht nochmal nachgelegt haben. Aber sonst muss ich sagen, dass wir mutig waren, dass wir die Chancen erzwungen haben, aber uns leider nicht belohnt haben.“

Werder Bremen hadert ein bisschen mit dem Remis gegen den BVB - die Stimmen zum Spiel

Mitchell Weiser (Profi des SV Werder Bremen): „Gefühlt war mehr drin. Es war ein gutes Spiel von uns, aber am Ende fehlen zwei Punkte mehr. Eigentlich ist Dortmund nur durch Standardsituationen wirklich gefährlich geworden. Wir selbst hatten gute Möglichkeiten, wenn auch keine Hundertprozentigen. Ich fand uns trotzdem gefährlicher. Wir haben gerade defensiv ein richtig gutes Spiel gemacht und gut gestanden, was nicht einfach ist, weil jederzeit ein Geistesblitz von irgendeinem Dortmunder Spieler da vorne kommen kann. Aber wir haben es sehr gut gemacht, waren sehr aggressiv und diszipliniert, haben uns gegenseitig geholfen. Darauf können wir auf jeden Fall aufbauen. Offensiv haben wir auf jeden Fall noch mehr drauf und müssen noch besser werden. Man sieht, glaube ich, dass alles in der Bundesliga möglich ist. Alles ist sehr eng beieinander, man muss jedes Wochenende an sein Maximum gehen. Wir waren jetzt zweimal bei 99 Prozent, jetzt müssen wir zusehen, dass wir an die 100 kommen und drei Punkte holen.“

Marvin Ducksch (Profi SV Werder Bremen): „Für mich sind es zwei verlorene Punkte. Wir haben alles reingehauen. Die gefährlichsten Chancen waren durch Standards oder mal durch einen Fernschuss. Ich glaube, dass wir das sehr gut verteidigt haben, was schwierig war, mit so vielen Positionswechseln, mit so viel Tempo in der vordersten Front. Dann kommen noch die 20 Minuten dazu, die wir hinten heraus einfach nicht gut gespielt haben. Mich hat es auch aufgeregt.“

Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Der Punkt ist zu wenig, wenn wir die 90 Minuten sehen. Ich finde, dass wir ein super Spiel gemacht haben. Klar, defensiv haben wir ab und an etwas zugelassen, aber richtig gefährlich wurden die Dortmunder nur bei Standards. Da hatten wir ein, zwei Mal Glück. Klar ist aber auch, dass wir die schlechtesten Minuten nach dem Platzverweis hatten. Das werden wir sicherlich analysieren müssen, weil es immer mal wieder passieren kann, dass du in Überzahl spielst. Das haben wir einfach schlecht gemacht, da hatten wir nicht viele Ideen und wussten auf dem Platz nicht so richtig, was wir jetzt machen müssen. Da müssen wir uns ganz klar ankreiden, dass wir da zu wenig geholt haben.“

Stimmen zu Werder Bremens Remis gegen Borussia Dortmund: „Haben es vorne sehr gut gemacht“

Nuri Sahin (Trainer von Borussia Dortmund): „Es ist schön wieder in Bremen zu sein, wir haben aber nicht gut angefangen und eine sehr schwache erste Halbzeit gespielt. Sowohl mit als auch gegen den Ball. Nach den Einwechslungen wurde es dann etwas besser, aber die Rote Karte ist dann natürlich ein Gamechanger gewesen. Dann haben die Jungs das gut wegverteidigt. Aber im Großen und Ganzen müssen wir mit dem Punkt heute leben.“

Niklas Stark (Profi SV Werder Bremen): „Wir haben es vorne sehr gut gemacht, sind sehr gut angelaufen, hinten waren wir gierig. Wir haben es dem Gegner heute sehr schwer gemacht, in ihr Spiel zu kommen und haben versucht, ihnen unser Spiel aufzudrücken. Das haben wir über sehr weite Strecken, über fast 90 Minuten, heute geschafft - mit der Unterstützung, erstes Heimspiel, hatten wir richtig Bock und es ist uns ganz gut gelungen.“

Gregor Kobel (Torwart Borussia Dortmund): „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, und wenn wir nicht gewinnen, ist das nicht das Resultat, das wir uns wünschen. Aber ich glaube, so wie das Spiel gelaufen ist, wie der Spielverlauf war, geht’s gerade mit der Unterzahl am Ende in Ordnung.“

Pascal Groß (Profi Borussia Dortmund): „Wir können es besser umsetzen als heute. Es liegt auch an uns Spielern, Verantwortung zu übernehmen und besser zu spielen. Da müssen wir aus dem Spiel heraus gefährlicher werden.“

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