Knappe Auswärts-Niederlage
„Das ist dann der Unterschied zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen“ – die Stimmen zur Pleite
Frankfurt - Der SV Werder Bremen hat sein Bundesliga-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt trotz einer guten Mannschaftsleistung knapp mit 0:1 verloren. Die Stimmen zum Spiel von Werder-Trainer Ole Werner und Co..
Ole Werner (Trainer des SV Werder Bremen): „Wenn du ein Spiel verlierst, bist du nicht froh. Die Leistung war gut und dann wünscht man sich, sich dafür zu belohnen – zumindest mit einem Punkt. Ich glaube, dass das heute nicht unverdient gewesen wäre. Ich kann meiner Mannschaft relativ wenig vorwerfen, was Einsatz angeht, Organisation, Miteinander und Kommunikation. Ich glaube, dass wir sehr viel von dem gemacht haben, was du brauchst, um in Frankfurt etwas mitzunehmen. Was uns aber schon gefehlt hat: dass wir in Ballbesitzphasen nicht mehr klare Abschlüsse erzielt haben. Gerade in der ersten Halbzeit gab es Situationen, wo wir einfach früher abschließen müssen und einen Tick zu lange brauchen. Aber das ist dann vielleicht noch der Unterschied zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen in diesen Tagen. In der einen spielentscheidenden Situation war Frankfurt genauer. Wir ärgern uns über das Ergebnis, nehmen aus der Leistung aber viel Positives mit. Wir spielen gut Fußball, wir haben gute Kicker in unseren Reihen, wir spielen bisher eine wirklich vernünftige Saison. Das war auch heute in weiten Teilen zu sehen und deswegen ist es umso ärgerlicher, dass wir mit leeren Händen dastehen. Wenn wir so eine Leistung zeigen, dann sollten wir am Ende auch mit etwas Zählbarem im Bus sitzen.“
Werder Bremen ärgert sich über Niederlage gegen Eintracht Frankfurt - die Stimmen zum Spiel
Michael Zetterer (Werder-Torwart): „Solchen Mannschaften, die nicht umsonst so weit oben in der Tabelle stehen, reicht eine Chance. Wir waren in dem Moment nicht da und haben schläfrig verteidigt. Das hat Frankfurt genutzt. Über 90 Minuten war unsere Leistung nicht verkehrt. Wir hatten gute Möglichkeiten, vor allem in der ersten Halbzeit. Wenn wir da etwas konsequenter Richtung Tor gehen, haben wir echt eine Chance. In der zweiten Halbzeit hatten wir noch den Kopfball von Mitch. Es war mehr drin. Wir haben aber ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht und nicht zu viel zugelassen. Wir standen defensiv gegen die Qualität des Gegners gut. Das können wir auf jeden Fall mitnehmen.“
Marco Friedl (Werder-Kapitän): „Es war komplett unnötig. Wir sind selber schuld heute. Wir machen über die ganzen 90 Minuten ein gutes Spiel. Dass die Frankfurter mit ihrer überragenden Qualität die eine oder andere Möglichkeit bekommen würden, war uns bewusst. Aber trotzdem haben wir extrem viele Situationen entschärft und den Fuß noch dazwischen bekommen. Das haben wir wirklich ordentlich gemacht. Dazu hatten wir viele Chancen für ein Auswärtsspiel. Wenn wir hier etwas mitnehmen wollen, müssen wir die Dinger aber auch machen. Es wäre viel mehr drin gewesen.
Die Stimmen zum Spiel: Das unterscheidet Eintracht Frankfurt und Werder Bremen
Clemens Fritz (Sportchef des SV Werder Bremen): „Grundsätzlich haben wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Wir haben mutig agiert, immer wieder unsere Räume gefunden und viele Seitenwechsel gespielt. Wir haben die Frankfurter vor ein paar Herausforderungen gestellt. Aber so das letzte Quäntchen hat gefehlt. Wir hatten vor allem in der ersten Halbzeit ein paar Situationen, in denen wir überzeugender sein müssen im Abschluss. Da war der letzte Kontakt zu unsauber. Aber trotzdem kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es war wirklich ein mutiges Auswärtsspiel. Frankfurt hat eine hohe Qualität in seinen Reihen. In der ersten Halbzeit ist es zwischenzeitlich etwas wild geworden. Im Großen und Ganzen ist es schade, dass wir nichts mitnehmen und uns nicht für eine gute Leistung belohnt haben. Klar ist die Enttäuschung riesig, wenn du nichts mitnimmst. Aber wir werden die positiven Dinge rausziehen und mit Selbstbewusstsein in die nächsten Spiele gehen. Das ist wichtig und entscheidend, denn wir können aus Frankfurt viel Positives mitnehmen.“
Dino Toppmöller (Trainer Eintracht Frankfurt): „Wir sind glücklich über das 1:0 gegen starke Bremer, weil wir wussten, dass es schwierig wird gegen einen auswärts- und spielstarken Gegner. Wir wollten im hohen Pressing agieren, den Gegner hoch attackieren, eine hohe Intensität zeigen und Leidenschaft auf den Platz bringen. Wir hatten dadurch einige Ballgewinne, aus denen wir zu wenig gemacht haben. Die Zuschauer haben vielleicht mehr Offensivspektakel erwartet. Beide Mannschaften waren aber defensiv sehr gut. Wir haben einen spielstarken Gegner bei unter zehn Torschüssen gehalten.“
Mit Material von Sky