Reaktionen zum 1:2
„Aus viel wenig gemacht“ – „Bringen uns um den Lohn“: Die Stimmen zur Werder-Niederlage gegen RB Leipzig
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig mit 1:2 (0:1) verloren. Die Stimmen zum Spiel von Trainer Daniel Thioune und Co.!
Daniel Thioune (Trainer SV Werder Bremen): „Wir waren vor 14 Tagen sehr konsequent und effizient in Wolfsburg und haben aus sehr wenig sehr viel gemacht. Heute haben wir aus viel – gegen so eine Mannschaft ist es viel – wieder sehr wenig gemacht. Das ärgert mich für die Mannschaft. Sie hat es gut gemacht über weite Strecken, aber am Ende im letzten Drittel haben wir gesehen, wie stark die Effizienz auf Leipziger Seite war, und dann ärgert es uns, dass wir kein Tor geschossen haben.“
Ole Werner (Trainer RB Leipzig): „Wenn du das Spiel gewinnst gegen eine Mannschaft, die zuletzt gut gepunktet hat, dann ist das eine erfolgreiche Rückkehr. Von der Leistung her gab es viele Dinge, die wir hätten besser machen können. Ich glaube, es war uns anzumerken, dass wir wirklich gebraucht haben, um in den Rhythmus zu kommen, dass auch viele einfacher Fehler dabei waren. Das Zittern zum Ende war unnötig, aber alles in allem haben wir die klareren Chancen gehabt, waren sehr effektiv, was uns diese Saison auch schon mal gefehlt hat, insofern Kompliment an die Mannschaft. Nach einer Pause muss man sich immer ein Stück weit reinarbeiten.“
Werder Bremen hadert nach Niederlage gegen RB Leipzig mit Gegentoren und Chancenverwertung - die Stimmen zum Spiel
Marco Friedl (Kapitän SV Werder Bremen): „Ich finde, dass wir in der ersten Halbzeit nie und nimmer 0:1 hinten sein dürfen. Das Tor, das wir kriegen, war extrem billig. Wir haben extrem viele Abschlüsse, was du normalerweise gegen Leipzig nicht so hast, und die schießen wir einfach nicht gut. Das war wenig bis keine Arbeit für den Torhüter gewesen. Wir haben es lange Zeit nicht gut gemacht in der zweiten Hälfte. Wir haben es hinten raus nochmal probiert, aber hinten raus dann verdient verloren. (...) Natürlich hätten wir heute gerne den vierten Sieg im fünften Spiel geholt, aber dafür war unsere Leistung in der zweiten Halbzeit nicht gut genug. In der ersten Halbzeit haben wir es wirklich sehr gut gespielt bis zum Sechzehner. Unser Fokus wird jetzt relativ schnell auf die nächsten zwei Wochen gehen, da geht es für uns um einiges, da müssen wir auf den Punkt da sein und dann bin ich auch zuversichtlich, dass wir es schaffen.“
Romano Schmid (Spieler SV Werder Bremen): „Es war eine super Mannschaftsleistung, bei der wir uns um den eigenen Lohn bringen. In der ersten Halbzeit nutzen wir – auch ich – die Chancen nicht. Dazu verschlafen wir den Anfang der zweiten Hälfte ein wenig. Trotzdem hatten wir auch in der zweiten Halbzeit die besseren Chancen. Das zweite Gegentor schießen wir uns leider etwas selbst. Meiner Meinung nach hat heute die bessere Mannschaft nicht gewonnen. Trotzdem muss es uns Mut geben, dass wir gegen einen Top-Club auf Augenhöhe agiert haben. Wir müssen weitermachen und uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“
Clemens Fritz (Sportchef SV Werder Bremen): „Wir haben meiner Meinung nach eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und es dort verpasst, uns mit einem Tor zu belohnen. Das braucht man gegen so eine Mannschaft. Das Gegentor darf uns so nicht passieren, da standen wir in Überzahl. Das ist dann auch eine individuelle Abschlussqualität von Leipzig, die uns heute gerade in der ersten Halbzeit gefehlt hat. Das 0:2 hat uns dann etwas den Stecker gezogen. Trotzdem sind wir hinten raus in der Partie nochmal rangekommen. Da ein Kompliment an die Mannschaft, weil sie heute bis zum Schluss alles reingehauen hat. Es ist trotzdem schade, denn gegen so eine Mannschaft wie Leipzig mit ihrer hohen individuellen Qualität muss man dann auch mal in der ersten Halbzeit das Tor machen, um das Spiel offen zu halten.“
Werder Bremen-Stimmen zum 1:2 gegen RB Leipzig - Olivier Deman: „Geht um Punkte und nicht die Art und Weise“
Olivier Deman (Spieler SV Werder Bremen): „Wir waren gut drauf in der ersten Halbzeit, aber das Gegentor kommt dann nach meinem Gefühl einfach zu einem Scheißmoment. Es war eigentlich eine gute Chance für uns und dann kommt der Ball rüber und zehn Sekunden später liegt er bei uns drin. Da ist man dann ein bisschen sauer drüber. Aber ich finde, wir haben in der ersten Halbzeit ordentlich gespielt, wir haben viel Druck aufgebaut, wir haben auch gute Chancen bekommen, aber die dann nicht reingemacht. In der zweiten Halbzeit war das Tempo ein bisschen raus, aber da waren wir eigentlich immer noch im Spiel. Dann bekommst du den zweiten Gegentreffer und machst selbst das erste Tor zu spät. Die haben vielleicht mehr Qualität, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass das so ein großer Unterschied heute war. Wenn wir die Chancen auf beiden Seiten sehen, dann glaube ich, dass wir nicht weniger hatten als sie. Aber wie gesagt: Ich fand die erste Halbzeit nicht so schlecht, da können wir drauf aufbauen, aber jetzt geht es um Punkte und nicht nur um die Art und Weise.“
Marcel Schäfer (Geschäftsführer Sport RB Leipzig): „Die drei Punkte sind nach der Länderspielpause unglaublich wichtig, wir können die letzten sechs Spiele mit großem Selbstvertrauen angehen, aber auch mit dem Wissen, dass wir das eine oder andere besser machen müssen. Das Ergebnis heute war wirklich gut, wir waren sehr effizient, haben aber zu viele Räume und zu viele Chancen von Werder Bremen zugelassen. Das muss man ehrlich sagen, da haben wir einiges zu tun.“
David Raum (Profi RB Leipzig): „Der Tank da vorne hat sich einmal durchgesetzt, kriegen noch ein Gegentor. Dadurch kommt das Stadion nochmal, das ist kein Wunder, Bremen kämpft um jeden Punkt. Am Ende der Saison kriegst du gar nix geschenkt, da sind solche Spiele richtig unangenehm. Wir haben es heute nicht perfekt gemacht, das war nicht unser bestes Spiel, aber am Ende zählen drei Punkte.“
mit Stimmen von Sky
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