Werder-Talente in der Bundesliga
Top-Platzierung für den Talentschuppen: Bei Werder Bremen schnellen die Einsatzzeiten für Eigengewächse rasant nach oben
Werder Bremen setzt in dieser Saison verstärkt auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs: Wie gut die Grün-Weißen im Bundesliga-Vergleich bei den Einsatzzeiten der Eigengewächse abschneiden.
Bremen – Die Ausbeute kann sich sehen lassen – und sie dürfte in den kommenden Wochen weiter kontinuierlich anwachsen. Auf exakt 1.869 Einsatzminuten bringen es die Eigengewächse des SV Werder Bremen bislang in der laufenden Spielzeit des deutschen Fußball-Oberhaues, was laut eines Rankings des Branchenportals transfermarkt.de im ligaweiten Vergleich Rang drei bedeutet. Lediglich der SC Freiburg (3.367) und 1. FSV Mainz 05 (2.225) schenkten Spielern, die aus dem eigenen Nachwuchs emporstiegen, noch mehr Spielzeit. „Ein solider Zwischenstand. Wir bleiben dran, um die Bundesliga-Spielminuten unserer Jungs langfristig und nachhaltig weiter zu erhöhen“, teilte Marc Dommer, Sportlicher Leiter des Werder-Leistungszentrums, über das soziale Netzwerk „Linkedin“ mit.
Platz 3 im Bundesliga-Ranking: Werder Bremens Eigengewächse sammeln fleißig Einsatz-Minuten
Einer der Hauptverantwortlichen dieser aus Sicht des SV Werder Bremen positiven Statistik ist Karim Coulibaly. Der Innenverteidiger allein bringt es auf bisher 803 Spielminuten, neun seiner insgesamt zehn Einsätze verbuchte er dabei als Teil der Startelf. Chefcoach Horst Steffen gefallen die Leistungen des 18-Jährigen so sehr, dass er ihn auch jetzt nicht auf die Bank schickt, obwohl in Kapitän Marco Friedl und Amos Pieper zwei wesentlich erfahrenere Abwehrspieler für das Zentrum zur Verfügung stehen. Stattdessen weicht Friedl aktuell ungewollt auf die linke Seite aus, da es dort nach dem Ausfall von Felix Agu Vakanzen gibt, die Steffen (noch) nicht von Beginn an mit Leeds-Leihgabe Isaac Schmidt beheben möchte.
Torhüter Mio Backhaus steuerte zur bisherigen Gesamtausbeute des SVW 720 Einsatzminuten aus acht Begegnungen bei, Patrice Covic bringt es auf 202 Minuten in sieben Partien. Darüber hinaus registrierten die Datensammler 144 Minuten in sechs Spielen für Stürmer Keke Topp. Vier weitere Jungspunde hätten theoretisch ebenfalls die Chance, die Schwelle zur Bundesliga noch zu überqueren und ebenfalls in die Wertung zu kommen: Verteidiger Mick Schmetgens, Mittelfeldspieler Wesley Adeh, Angreifer Salim Musah sowie Torhüter Stefan Smarkalev sind regelmäßige Gäste während der Trainingseinheiten von Horst Steffen. Die ersten Schritte im Erwachsenenbereich legen sie aber noch mit der U23 in der Regionalliga Nord zurück. Doch sie sehen an den anderen Youngsters des SV Werder Bremen, wie schnell es bei entsprechender Leistung gehen kann.
Werder Bremens Talente Karim Coulibaly und Co. spielen viel - Clemens Fritz: „Wir wollen sie in jeder Hinsicht weiterentwickeln“
„Junge Spieler spüren sehr schnell, ob es nach oben eine Durchlässigkeit gibt oder nicht“, hatte Werder Bremens Fußball-Chef Clemens Fritz erst kürzlich während der Mitgliederversammlung des Vereins erklärt. „Bei Werder gibt es sie. Wenn ich mir die Trainingseinheiten anschaue, dann merke ich, mit welcher Energie und welchem Einsatz die Jungs dabei sind. Genau das ist unser Weg.“ Die jüngsten Entwicklungen sollen dabei erst der Anfang sein. „Wir müssen Talente frühzeitig erkennen, diese noch konsequenter fördern und auf höchstem Niveau ausbilden“, betonte Fritz. „Wir wollen Ausnahmespieler wie Patrice und Karim in jeder Hinsicht weiterentwickeln, damit sie unsere Mannschaft verstärken.“ Und womöglich eines Tages auch mal teuer verkauft werden können. (mbü)
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