Werder-Nationalspieler im Einsatz
Werder-Talente Covic und Schmetgens schaffen EM-Quali, Backhaus hält U21-Sieg fest – Sugawara jubelt in Wembley
Patrice Covic und Mick Schmetgens schaffen die EM-Qualifikation - so liefen die Länderspiele für die Nationalspieler des SV Werder Bremen!
Aus Sicht des SV Werder Bremen hätte die gerade beendete Länderspielpause kaum erfolgreicher verlaufen können: Während die drei A-Nationalspieler Marco Friedl, Romano Schmid (beide Österreich) und Yukinari Sugawara (Japan) ihre Freundschaftsspiele allesamt gewannen, sicherte Mio Backhaus der deutschen U21-Nationalelf im wichtigen Gruppenspiel gegen Griechenland mit seinen Paraden den Sieg. Am lautesten jubeln durfte das U19-Duo Mick Schmetgens (Deutschland) und Patrice Covic (Kroatien), das sich den Traum von der Qualifikation für die Europameisterschaft im Sommer erfüllt hat.
Werder Bremens Patrice Covic: „ich bin überglücklich, dass wir uns für die EM qualifiziert haben“
Covics Kroaten reichte dafür nach den beiden Siegen gegen die Schweiz (4:1) und Norwegen (1:0) im entscheidenden Duell um das EM-Ticket ein 1:1 gegen ein starkes Frankreich. „Es fühlt sich richtig, richtig gut an – ich bin überglücklich, dass wir uns für die EM qualifiziert haben“, freute sich der 18-Jährige im Anschluss an die Partie. „Das Turnier in Wales (läuft vom 28. Juni bis 11. Juli 2026, d. Red.) wird für uns alle ein großes Ereignis, weil wir uns dort mit den Besten unseres Jahrgangs messen.“ Um den Franzosen das hart erkämpfte Unentschieden abzutrotzen, mussten Patrice Covic und Co. allerdings lange leiden. „Wir haben uns in jeden Ball reingeworfen und man konnte sehen, wie viel uns das Spiel bedeutet“, betont der gebürtige Berliner in einer Mitteilung des SV Werder Bremen. „Wir sind bis zum Gehtnichtmehr gelaufen und haben uns belohnt.“
In Wales könnte Patrice Covic mit Kroatiens U19 dann auf seinen Bremer Teamkollegen Schmetgens treffen. Der Innenverteidiger, der kürzlich seine ersten Bundesliga-Minuten für Werder Bremen sammelte, stand beim entscheidenden 3:2-Sieg Deutschlands gegen Österreich am Dienstagabend bis zum Schlusspfiff auf dem Platz und half dabei mit, den knappen Vorsprung nach einer zwischenzeitlich komfortablen 3:0-Führung über die Zeit zu bringen.
Deutschlands U21-Trainer Antonio di Salvo über Werder Bremens Mio Backhaus: „Er hat eine Top-Leistung gezeigt“
Mio Backhaus knüpfte derweil nahtlos an seine bisherigen Länderspiel-Auftritte für die deutsche U21-Auswahl an und sicherte seinem Team mit vier starken Paraden den 2:0-Erfolg gegen Griechenland. „Er hat eine Top-Leistung gezeigt, hat der Mannschaft wirklich Rückhalt gegeben“, lobte Trainer Antonio di Salvo anschließend den Keeper des SV Werder Bremen, der den erkrankten Dennis Seimen (SC Paderborn) vertrat. „Er hat brutale Sicherheit ausgestrahlt bei Flanken, war auch zweimal auf dem Posten, sowohl in der ersten Halbzeit als auch dann am Ende des Spiels noch mal, das war super.“ Dank des Erfolgs schoben sich die Deutschen aufgrund des besseren Torverhältnisses an den punktgleichen Griechen vorbei. Nur der Tabellenerste qualifiziert sich sicher für die EM-Endrunde 2027. Im September und Oktober stehen für beide Nationen noch jeweils drei Qualifikationsspiele an. Karim Coulibaly fehlte nach seinem Debüt vor wenigen Tage dieses Mal im DFB-Aufgebot. Auch Stefan Smarkalev stand beim 0:0 von Bulgariens U21 gegen Aserbaidschan nicht im Kader, dagegen feierte Salim Musah sein Startelf-Debüt beim 1:0-Erfolg von Deutschlands U20 gegen Polen. Der Stürmer wurde nach 66 Minuten beim Stand von 0:0 ausgewechselt.
Nicht minder erfolgreich war Werder Bremens A-Nationalspieler-Trio: Während Yukinari Sugawara als Joker in den letzten zehn Minuten beim überraschenden 1:0-Sieg der Japaner im Londoner Wembley Stadion gegen England zum Einsatz kam, stand Werder-Kapitän Marco Friedl beim 1:0-Erfolg der Österreicher gegen Südkorea zum zweiten Mal in Serie in der Startelf von ÖFB-Coach Ralf Rangnick. Während Friedls Arbeitstag nach 62 Minuten endete, wurde Romano Schmid in seinem 33. Länderspiel erst in der 78. Minute eingewechselt. Für Jens Stage, der zuletzt lange nicht für sein Heimatland nominiert wurde, platzte derweil vor dem Fernseher der Traum von der Weltmeisterschaft. Seine Dänen unterlagen Tschechien im Entscheidungsspiel ums letzte WM-Ticket mit 1:3 im Elfmeterschießen. (mwi)
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