Werder-Talent bei U19-EM
Werder-Talente Covic und Simic chancenlos gegen Spanien, Schmetgens zieht mit Deutschlands U19 ins EM-Finale ein
Völlig unterschiedliche Gefühlswelten bei zwei U19-Talenten des SV Werder Bremen: Während Patrice Covic raus ist, zieht Mick Schmetgens ins EM-Finale ein.
Was für ein Wechselbad der Gefühle für ein Trio des SV Werder Bremen: Während Mick Schmetgens mit der deutschen U19 per Zittersieg gegen die Ukraine das EM-Finale erreicht hat, ist für Patrice Covic und Karlo Simic mit Kroatien im Halbfinale Schluss gegen übermächtige Spanier.
Wechselbad der Gefühle: Mick Schmetgens im Finale, EM-Aus für Werder Bremens Talente Patrice Covic und Karlo Simic
In Denbigh bekam es Kroatien mit dem Titelverteidiger von der iberischen Halbinsel zu tun – und diese zeigte von Beginn an, warum er auch das aktuelle Turnier dominiert. Patrice Covic, der noch im Viertelfinale mit einem späten Elfmeter zum Helden avanciert war, stand erneut in der Startelf und musste vom Start weg vor allem Defensivarbeit verrichten.
Werders neuer Angreifer Karlo Simic kam in der 68. Minute als Joker beim Stand von 0:2 in die Partie, konnte Kroatiens Spiel aber keine entscheidende Wendung mehr geben. Am Ende unterlagen die Balkan-Kicker nach Treffern von Xavi Espart (12.), Jorge Salinas (54.) und Ousmane Diallo (83.) klar mit 0:3 (0:1) und schieden damit aus. Kleiner Trost: Trotzdem haben die Youngster des SV Werder Bremen durch den Halbfinaleinzug das Ticket für die U20-WM 2027 in Aserbaidschan gelöst.
Werder Bremens Mick Schmetgens trifft mit DFB-U19 im EM-Finale auf Spanien
Ganz anders lief es für Mick Schmetgens. Der Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison bereits Bundesligaluft bei den Profis des SV Werder Bremen schnuppern durfte, stand mit dem DFB-Nachwuchs in Wrexham gegen die Ukraine vor einer schwierigen Aufgabe – und lieferte in der Startelf erneute eine starke und umsichtige Vorstellung ab. Zunächst gerieten die Deutschen allerdings durch einen Kopfballtreffer von Vitali Glyut in Rückstand (43.). Doch Otto Stange vom Hamburger SV glich noch vor der Pause aus (45.+1). Nach dem Wechsel blieb das Spiel umkämpft, und plötzlich bot sich Schmetgens die Chance zur Führung.
Der 18-Jährige, der mit 117 Pässen erneut die meisten aller Feldspieler spielte und dabei überragende 98 Prozent erfolgreich an den Mann brachte, wurde jedoch von einem abgefälschten Eckball am zweiten Pfosten überrascht und zielte knapp am Kasten vorbei (47.). Es dauerte bis in die zweite Minute der Nachspielzeit, ehe Kapitän Francis Onyeka mit einem Volley alle Dämme brechen ließ und Deutschland mit seinem 2:1-Siegtreffer ganz spät ins Endspiel schoss.
Dort trifft die DFB-Elf am Samstag (20 Uhr) auf Favorit Spanien. Und es ist Historisches möglich: Gegen „La Furia Roja“ könnten sich Mick Schmetgens und seine Teamkollegen mit dem dritten EM-Titel der deutschen U19-Geschichte nach 2008 und 2014 krönen. (mwi)
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