Tscheche hat noch Ziele in Bremen
Gebre Selassie winkt ein Werder-Rekord
Bremen - Jetzt ist Theodor Gebre Selassie im Club der 200er, der ab sofort 30 Mitglieder zählt. So viele Profis haben 200 und mehr Bundesliga-Spiele für den SV Werder absolviert.
„Das macht mich glücklich und stolz“, sagt Gebre Selassie. Und der 32-Jährige ist in Bremen längst noch nicht fertig, seine automatische Vertragsverlängerung nur noch nicht offiziell vom Verein verkündet. Auch in der Nationalmannschaft macht der Tscheche weiter, weil große Partien anstehen.
Reizvolle Länderspiele für Gebre Selassie
„Wir spielen Ende März in der EM-Qualifikation im Wembleystadion gegen England und haben dann in Tschechien ein Freundschaftsspiel gegen Brasilien. Es wäre doch komisch, wenn ich ausgerechnet vor diesen Spielen aufhören würde“, sagt der Außenverteidiger. Ob er den Tschechen auch danach noch zur Verfügung stehen wird, lässt er offen: „Als 32-Jähriger weiß ich doch nicht, wie sich mein Körper in einem halben Jahr anfühlt.“
Er will sich im Herbst seiner Karriere die Kräfte richtig einteilen, dabei besitzt Werder absolute Priorität, wie er betont. Dass sein Nationaltrainer Jaroslav Silhavy diese Gedankenspiele nun lesen und ihn deshalb nicht für die nächsten Spiele berücksichtigen könnte, glaubt Gebre Selassie nicht: „In Tschechien wird nicht so viel übersetzt, was ich hier erzähle.“ Der Werder-Profi lacht.
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Gebre Selassie hat sich verändert, ist längst nicht mehr so schüchtern wie vor fast sieben Jahren, als er zu Werder gewechselt war. „Die Anfangszeit war schwer“, erinnert er sich und nennt auch den Grund dafür: „Ich habe nicht so gut gespielt.“ Das hat sich geändert, Gebre Selassie ist auf der rechten Abwehrseite unumstrittener Stammspieler.
Er genießt es, nicht mehr um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen. „Seit Florian Kohfeldt da ist, wissen wir, dass wir eigentlich ganz gut Fußball spielen können“, lobt er den Coach. Das Ziel Europa hat Gebre Selassie fest vor Augen, er will unbedingt noch mal international dabei sein. Mit Slovan Liberec hat er zumindest schon einige Qualifikationsspiele für die Champions und die Europa League bestritten.
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Herzog der Ausländer mit meisten Werder-Einsätzen
Seinen 200 Bundesliga-Spielen können in dieser Saison noch maximal elf folgen. Das würde ihn auf Platz 27 der Bremer Rekordspieler-Tabelle bugsieren – vorbei übrigens an Co-Trainer Tim Borowski. In der neuen Saison winkt dann ein ganz besonderer Rekord: Noch führt der Österreicher Andreas Herzog mit 236 Bundesliga-Einsätzen die Liste der ausländischen Profis mit den meisten Bundesliga-Einsätzen für Werder an.
Top 10: Ausländer mit den meisten Bundesliga-Spielen für Werder




Gebre Selassie könnte ihn überholen – Claudio Pizarro allerdings auch. 224 Spiele im Fußball-Oberhaus hat der Peruaner bislang für die Bremer absolviert, zwölf Partien Abstand sind es noch – bei allerdings nur noch elf ausstehenden Saisonspielen. Pizarro müsste also noch eine Saison dranhängen, um Herzog tatsächlich einzuholen. Gebre Selassie kann beide in der kommenden Saison einkassieren. Bei Pizarro wagt er sogar die Prognose. „Ich glaube, dass ich ihn einholen werde“, sagt Gebre Selassie.
Aber wer weiß schon, wie lange der 40-jährige Pizarro noch weitermacht. Einer muss sich um seinen Rekord jedenfalls keine Sorgen machen: Dieter Burdenski ist mit seinen 444 Bundesliga-Spielen für Werder absolut uneinholbar.
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U23 statt Leihe: Torhüter Luca Plogmann von Werder Bremen soll in der Zweitvertretung Spielpraxis sammeln und gelegentlich bei den Profis mittrainieren. Am zweiten Spieltag der Fußball-Bundesliga wollen die Grün-Weißen den „Kampfmodus“ aktivieren – alles Wichtige zur Partie von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim erfahrt ihr hier. Degradierung für die Leihgabe: Ole Käuper, von Werder Bremen an den FC Carl Zeiss Jena ausgeliehen, wird zukünftig in der Oberliga auflaufen und nicht mehr mit der Drittliga-Mannschaft arbeiten. Im Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen hatte Verteidiger Marco Friedl schwer mit seinem Gegenspieler Karim Bellarabi zu kämpfen und ließ insgesamt 20 Flanken zu. Trainer Florian Kohfeldt stärkte ihm aber trotzdem den Rücken.