Fingerzeig beim Werder-Test?

Backhaus startet gegen Udinese statt Zetterer: Torhüter-Entscheidung bei Werder naht

Mio Backhaus oder Michael Zetterer: Wer wird Werder Bremens neue Nummer eins? Vor dem DFB-Pokal-Spiel bei Arminia Bielefeld kündigt Trainer Horst Steffen eine Entscheidung an.

Bremen – Normalerweise war der Ablauf für Michael Zetterer in den vergangenen Monaten immer der gleiche. Wenn der Torhüter des SV Werder Bremen im Vorfeld eines Heimspiels ins Weserstadion eingelaufen ist, dann tat er dies mit dem Status der Nummer eins. Folglich fing er die ersten Bälle bei den Übungen ab und verschwand etwas früher als die restliche Mannschaft in der Kabine, um sich für den Anpfiff zu präparieren. Insofern herrschten am Samstag beim Udinese-Test (1:2) verkehrte Verhältnisse, denn dieses Mal begann Ersatzkeeper Mio Backhaus, während Zetterer zunächst das Reservisten-Programm abspulte und erst im zweiten Durchgang zwischen den Pfosten stand. Als Fingerzeig für eine Entscheidung in Werders Torhüterduell wollte Chefcoach Horst Steffen das aber keineswegs verstanden wissen.

Michael Zetterer oder Mio Backhaus: Wer macht das Rennen um die neue Nummer eins des SV Werder Bremen?

Fingerzeig für Nummer eins bei Werder Bremen? Horst Steffen verkündet zeitnahe Torhüter-Entscheidung

„Ich wollte beiden die Möglichkeit geben, im großen Stadion zu spielen. Von der Reihenfolge her fing Mio dieses Mal an und Zetti war in der zweiten Halbzeit dran – da gab es aber keine Wertung in irgendeiner Form“, sagte Steffen, dem das Festlegen auf eine Torwart-Hierarchie aber genau jetzt bevorsteht. Am Freitag muss Werder Bremen schließlich im DFB-Pokal auf der Bielefelder Alm ran (20.45 Uhr), bis dahin muss Klarheit herrschen. „Es wird jetzt zeitnah eine Entscheidung geben“, kündigte Steffen deshalb an und ergänzte: „Intern habe ich eine Tendenz, werde das aber noch mit dem gesamten Trainerteam besprechen.“

Mio Backhaus oder Michael Zetterer: Wer wird Werder Bremens neue Nummer eins?

Einer, der unmittelbar davon betroffen ist, wer künftig hinter ihm steht, ist Kapitän Marco Friedl. Der Österreicher pflegt eine sportlich enge Beziehung zu seinem Schlussmann, auf dem Platz kommunizieren beide viel und bieten sich gegenseitig Anspielstationen. Der Abwehrchef des SV Werder Bremen wagt sich dennoch nicht aufs Glatteis und ergreift nicht etwa Partei für einen der Keeper. „Ich fühle mich eigentlich mit beiden wohl“, erklärte der 27-Jährige. „Ich kenne Zetti natürlich länger, besser und intensiver, aber das ist für mich im Grunde nicht so wichtig, weil ich schaue, dass ich mit meinen Jungs vorne eine gute Kommunikation habe.“

Noch ist es auch nicht ausgeschlossen, dass am Ende beide Torhüter bei Werder Bremen zum Zuge kommen. Bei vielen Vereinen ist es mittlerweile gängige Praxis, dass ein Schlussmann in der Liga aufläuft, der andere sich dafür im Pokal beweisen darf. Ein Modell, das auch Horst Steffen gefällt? „Es ist einerseits denkbar, aber andererseits habe ich das in den letzten Jahren auch nicht gemacht“, sagte der 56-Jährige. „Ich muss das noch neu überlegen und bin mir da nicht ganz schlüssig.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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