Niederlage gegen Spanien

Trotz Pengs Elfmeter-Parade: Ex-Werder-Keeperin scheidet mit Schweiz bei Frauen-EM aus

Livia Peng, Ex-Torhüterin des SV Werder Bremen, ist mit der Schweiz im Frauen-EM-Viertelfinale ausgeschieden. Gegner Spanien verschoss gegen Peng aber gleich zwei Elfmeter.

Bern – An ihr hat es ganz sicher nicht gelegen: Livia Peng ist mit der Schweizer Nationalmannschaft bei der Frauen-Europameisterschaft in ihrer Heimat im Viertelfinale ausgeschieden. Die Ex-Torhüterin des SV Werder Bremen, die in diesem Sommer zum FC Chelsea wechselt, verlor mit ihrer Mannschaft trotz eines leidenschaftlichen Kampfes mit 0:2 (0:0) gegen Weltmeister Spanien, das gegen Peng sogar zwei Elfmeter verschoss. „Ich bin sehr stolz aufs ganze Team, wir haben ein sehr gutes Turnier gespielt, und es hat richtig Spaß gemacht. Jetzt überwiegt aber die Enttäuschung“, sagte Peng nach der Partie am ARD-Mikrofon.

Livia Peng, bisherige Torhüterin bei den Frauen des SV Werder Bremen, ist mit der Schweiz bei der Heim-EM gegen Spanien ausgeschieden, hielt aber einen Elfmeter von Alexia Putellas.

Werder Bremen-Ex-Torhüterin Livia Peng scheidet mit Schweiz bei Frauen-EM 2025 gegen Spanien aus

Im Berner Wankdorf-Stadion sahen knapp 30.000 Fans am Freitagabend ein Spiel auf ein Tor: Spanien dominierte mit über 70 Prozent Ballbesitz, tat sich jedoch lange Zeit schwer, den kompakten Schweizer Abwehrriegel zu durchbrechen. Dennoch: Dass es zur Halbzeit gegen kämpfende Schweizerinnen noch 0:0 stand, lag auch daran, dass die Spanierin Mariona noch in der Anfangsphase vom Punkt scheiterte: Die im Strafraum Gefoulte trat selbst an, verzögerte ihren Anlauf, wollte Livia Peng ausgucken, doch die bisherige Torfrau des SV Werder Bremen blieb extrem lange stehen, hechtete dann in ihre rechte Ecke, wo Mariona knapp am Pfosten vorbeischoss (8.).

Livia Peng stand noch mehrfach im Fokus, etwa als sie bei einem Freistoß von Claudia Pina aus 20 Metern zu einer Flugeinlage gezwungen wurde (19.). Die Schweiz hatte aber auch Glück: Kurz vor der Pause landete ein Kopfball von Paredes am Pfosten (43.), auch im zweiten Durchgang landete die Kugel nach einer Ecke in einer chaotischen Ping-Pong-Szene gleich doppelt am Alu (61.). Wenig später war es dann aber passiert: Bei einer sehenswerten Kombination samt Hacken-Vorlage der zweimaligen Weltfußballerin Aitana Bonmati vollstreckte Athenea (66.). Nur fünf Minuten später war die Partie dann endgültig gelaufen: Pina schlenzte den Ball von kurz hinter der Strafraumkante ins obere Eck – ein Traumtor (71.).

Zweiter verschossener Elfmeter: Ex-Werder-Bremen-Keeperin Livia Peng pariert Strafstoß von Spaniens Alexia Putellas

Kurz vor Ende durfte sich Livia Peng dann noch einmal auszeichnen: Die scheidende Werder-Bremen-Keeperin parierte Strafstoß Nummer zwei – Alexia Putellas, ebenfalls zweifache Ballon d’Or-Gewinnerin, schoss viel zu unplatziert und halbhoch aufs Tor (89.). Kurz vor Schluss verhinderte Noelle Maritz mit einer Notbremse, für die sie die Rote Karte sah, noch eine weitere klare Torchance – am Ausgang des Spiels änderte das sowieso alles nichts mehr. Gastgeber Schweiz verabschiedet sich erhobenen Hauptes aus der Heim-EM, Spaniens Frauen treffen im Halbfinale auf Deutschland oder Frankreich. „Das ganze Land stand hinter uns, das haben wir gespürt, wir sind sehr dankbar“, sagte Livia Peng, die nach einem kurzen Urlaub bald beim englischen Meister FC Chelsea erwartet wird. (han)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Zemanek/Shutterstock

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