Werder-Torschütze freut sich
Niklas Stark rettet Werder – und strahlt: „So ein Tor wollte ich schon immer mal schießen“
Niklas Stark rettete dem SV Werder Bremen mit seinem Distanz-Hammer gegen den VfL Bochum spät in der Nachspielzeit das Remis - und freute sich danach tierisch über seinen Treffer.
Bochum – Ein Querpass von Senne Lynen, ein wuchtiger Schuss, der Körper eines Gegenspielers und die Torlatte – das waren die Zutaten des äußerst sehenswerten Treffers, mit dem Niklas Stark seinem SV Werder Bremen am Sonntagnachmittag einen späten Punkt beim VfL Bochum rettete. In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte der Innverteidiger für das 1:1 gesorgt, was die Gäste vor einem Fehlstart ins neue Jahr bewahrte.
„Ich habe immer gesagt, dass ich auch mal so ein Tor schießen möchte“, strahlte Niklas Stark und schob hinterher: „Wenn man solche Tore sonst sieht, fragt man sich ja schon, wie der Ball bloß reingehen kann. Jetzt habe ich es auch mal geschafft.“ Kurios: Auf der Gegenseite hatte der 28-Jährige zuvor ebenfalls seinen Beitrag zu einem herrlichen Distanztreffer geleistet, wenn auch selbstredend unfreiwillig, wofür sich Bochums Torschütze Patrick Osterhage später quasi revanchierte.
Werder Bremen-Torschütze Niklas Stark happy: „Ich habe mir gedacht: Komm, probiere ich es mal!“
Vor dem Führungstreffer der Gastgeber war Niklas Stark in der 64. Minute zu zaghaft aus der Abwehrreihe gerückt, was dazu beitrug, dass der Ex-Bremer Osterhage sehr viel Platz hatte, in Ruhe Maß nehmen konnte und per Linksschuss aus rund 20 Metern traf. „Patrick hat einen guten linken Fuß. Es freut mich, dass er es sich in der Situation zugetraut hat, selbst abzuziehen“, sagte Bochums Trainer Thomas Letsch, dessen Team rund um den Führungstreffer klar den Ton angegeben hatte. Dementsprechend hatte es danach lange Zeit so ausgesehen, als sollte die Szene der Bremer K.o. gewesen sein.
Nach einem spielerisch bis dato enttäuschenden Auftritt raffte sich Werder Bremen aber nochmal auf, warf alles nach vorne – und profitierte letztlich von Starks Gewaltschuss, den ausgerechnet Osterhage unhaltbar für seinen Torhüter Manuel Riemann abfälschte. „Ich habe mir gedacht: Komm, der Ball liegt ganz gut, probiere ich es mal“, berichtete Stark, der über den späten Punkt sagte: „Den nehmen wir gerne mit.“ Mit dem erwartet „ekligen Spiel“ sei die Mannschaft zu Beginn gut umgegangen, habe nach der Pause aber einiges vermissen lassen. „Allgemein müssen wir mir mitnehmen, dass wir nicht nachlassen dürfen“, forderte Niklas Stark. Auf abgefälschte Distanzschüsse kann man sich schließlich nicht immer verlassen. (dco)