„Immer, wenn wir zu viel davon reden...“
Rückschlag mit Ansage: Totalausfall in Gladbach passt zu wiederkehrendem Werder-Phänomen
Werder Bremen hadert mit einem wiederkehrenden Phänomen: Wenn es gut läuft und es Lob gibt, brechen die Grün-Weißen ein. So reagiert Trainer Ole Werner.
Bremen – Erst kürzlich hatte es viel Lob für die Entwicklung beim SV Werder Bremen gegeben, doch von der gerühmten Reife und Cleverness war gegen Borussia Mönchengladbach (1:4) nicht viel zu sehen. Stattdessen ließen die Grün-Weißen die Stabilität der Vorwochen komplett vermissen. Und damit wiederholte sich ein Phänomen in der fast dreijährigen Amtszeit von Chefcoach Ole Werner: Nach warmen Worten schwächeln die Norddeutschen - sehr zum Unmut des 36-Jährigen.
Werder Bremen-Trainer Ole Werner moniert: „Immer, wenn wir zu viel davon reden, erleben wir so ein Spiel“
„Wir sind eine Mannschaft, die, wenn sie bei 100 Prozent ist, jede Mannschaft in dieser Liga auch schlagen kann. Das haben wir auch schon gezeigt“, befand Werner zum wiederholten Male. „Aber umgekehrt ist es auch so, dass diese Stabilität in unseren Abläufen, in der Art und Weise, wie wir spielen, nicht von alleine kommt. Die müssen wir uns erarbeiten.“ Ohne diese Voraussetzungen sei man gegen jeden Gegner chancenlos. „Ich habe es in den letzten Jahren schon ein paar Mal erlebt, dass wir über diese Punkte sprechen - wo wir sagen, Dinge funktionieren und greifen ineinander. Immer dann, wenn wir dann zu viel davon reden, erleben wir so ein Spiel.“
Wenn es gut läuft, erlebt Werder Bremen Rückschläge - Trainer Ole Werner hofft auf Besserung
Beispiel Nummer eins: Im Februar 2024 lag Werder Bremen nach einem 1:0-Sieg in Köln nach 22 Spieltagen mit 29 Punkten auf Platz sieben der Tabelle, doch dann wurde Schlusslicht Darmstadt 98 (1:1) im Weserstadion überraschend zum Stolperstein. Beispiel Nummer zwei: Die Bremer sorgten nach dem Wiederaufstieg mit mutigem Offensivfußball für Furore und waren nach einem 2:1 bei der TSG Hoffenheim und Platz sieben mit 16 Punkten in aller Munde. Danach setzte es jedoch 0:2-Niederlagen gegen Mainz und Freiburg, zwischendurch gab es das Aus im Pokal gegen Paderborn. Beispiel Nummer drei: Nach einem furiosen 4:1 im April 2022 auf Schalke lag Werder voll auf Kurs Bundesliga. Im folgenden Heimspiel gegen Holstein Kiel sollte ein großer Schritt in Richtung Aufstieg gemacht werden, stattdessen gab es eine 2:3-Niederlage, die beinahe alle Träume zunichte gemacht hätte. Vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Club (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) hofft Ole Werner nun auf schnelle Besserung und keine erneuten Rückfälle danach: „Das ist einfach für uns ein nächster Entwicklungsschritt.“ (mwi)