Werder-Coach mit Bitte
Steffens besonderer Wunsch: So sollen die Fans Werder in der neuen Saison helfen
Werder Bremens neuer Trainer Horst Steffen hat einen speziellen Fan-Wunsch für die kommende Bundesliga-Saison.
Zell am Ziller – Raphael Duarte kann es kaum erwarten. „Ich freue mich riesig auf die Heimspiele im Weserstadion“, sagte der neue Co-Trainer des SV Werder Bremen. Ein paar Jahre ist es nach eigener Aussage jetzt her, dass er bei einer Partie gegen den FC Schalke 04 zu Besuch in der Arena am Osterdeich war und aus nächster Nähe erlebt hat, welch außergewöhnliche Atmosphäre sich dort entfalten kann. Demnächst gibt es weitere Kostproben im regelmäßigen Rhythmus. Der lautstarken Unterstützung – egal, ob vor eigenem Anhang oder in der Fremde – werden sich Duarte und sein Chef Horst Steffen in dieser Saison gewiss sein können. Einen speziellen Fan-Wunsch hat Letzterer dennoch.
Werder Bremen-Trainer Horst Steffen mit Fan-Wunsch: Bei Fehlern zur Mannschaft halten
„Ihr könnt helfen, indem ihr fortsetzt, was ihr hier zeigt“, meinte Horst Steffen, der niemals mit einer derartigen grün-weißen Menschenschar und Zuneigung in Österreich gerechnet hat, während eines Fan-Talks im Zillertal. „Dann habt ihr schon eine Menge dafür getan, dass die Jungs sich gutfühlen.“ Darüber hinaus appellierte er an die Anhänger des SV Werder Bremen, auch mal Patzer zu verzeihen – denn schon jetzt sei ihm bewusst: „Ich werde Fehler machen, das Trainerteam wird Fehler machen, ein Spieler auch.“ Umso wichtiger sei es, dass gerade dann nicht von der Mannschaft abgerückt werde.
Darüber hinaus beschrieb Horst Steffen noch einmal ausführlich, wie auch das teaminterne Miteinander von gesunder Natur sein soll. „Die Liebe, die ich zu meinen Spielern empfinde, weil es meine Spieler sind, ist da“, schilderte er und erläuterte: „Jeder Spieler wurde anders sozialisiert und ich respektiere die jeweilige Art und Weise des bisherigen Lebens. Ich muss nur die Gruppe so lenken, dass sie für einen Erfolg gemeinsam den Weg geht. Die Unterschiedlichkeit der Charaktere begrüße ich sogar, damit sich die Jungs untereinander bereichern im Anderssein. So fühlt sich jeder wertgeschätzt, weil ich sie nicht verändern will.“ Andersherum könne auch kein Erfolg zu erwarten sein, findet der Trainer des SV Werder Bremen. „Es würde nicht gut ankommen, wenn jeder so sein müsste wie ich“, sagte Steffen. „Und das würde auch gar nicht funktionieren.“ (mbü)
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