Kranker Trainer an der Seitenlinie
Werder schickt Ole Werner gleich wieder ins Bett
Trotz eines Infekts stand Trainer Ole Werner bei der 0:3-Niederlage des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen an der Seitenlinie. Im Anschluss der Partie haben Co-Trainer Patrick Kohlmann und Leiter Profifußball Clemens Fritz über den erkrankten Coach gesprochen.
Bremen – Am Spielfeldrand schonte sich Ole Werner nicht, der Coach des SV Werder Bremen gestikulierte bei der 0:3-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen fast noch mehr als sonst. Was freilich auch an manch strittiger Entscheidung des Unparteiischen Martin Petersen gelegen haben könnte. Werner selbst sprach darüber nicht, denn nach seinem grippalen Infekt hatte ihm Werder eine schnelle Bettruhe verordnet. Co-Trainer Patrick Kohlmann, der seinen Chef in den vergangenen Tagen schon beim Training vertreten hatte, übernahm auch dessen Interview-Aufgaben nach der Partie.
Werder Bremens Co-Trainer Patrick Kohlmann über kranken Werner: „Waren froh, dass Ole heute wieder dabei war“
„Wir haben Oles Aufgaben im Trainerteam aufgeteilt. Es war sicherlich eine etwas andere Herangehensweise als sonst. Wir waren froh, dass Ole heute wieder dabei war. Leider haben wir am Ende des Tages trotzdem verloren“, meinte Kohlmann nach der Partie bei der Pressekonferenz. Und die dürfte der 40-Jährige nicht nur wegen seiner Premiere in besonderer Erinnerung behalten, denn mit ihm saß ein gewisser Xabi Alonso auf dem Podium – ein ehemaliger Weltstar, der nun als Trainer Bayer Leverkusen erfolgreich macht. Dem Spanier hatte Kohlmann nicht nur zum Sieg, sondern auch zu dessen 42. Geburtstag gratuliert.
Ole Werner krank - Werder Bremens Clemens Fritz über das Trainerteam: „Sie haben es wirklich sehr gut gemacht“
Ole Werner war da bereits wieder daheim. „Wir haben ja alle schon mal einen Infekt gehabt und wissen, wie das ist, wenn man krank ist. Ole hat sich durchgebissen, und jetzt ist es wichtig, dass er sich die Ruhe nimmt und am Dienstag wieder auf dem Trainingsplatz steht“, berichtete Clemens Fritz als Werder Bremens Leiter-Profifußball. Um keine Ansteckung zu riskieren, sei Werners Kontakt zur Mannschaft minimiert worden. In der Halbzeitpause habe er deshalb auch nur kurz in der Kabine zur Mannschaft gesprochen. Den Rest hatte das Trainerteam übernommen – und dafür gab es Lob von Fritz: „Sie haben es wirklich sehr gut gemacht und die Mannschaft sehr gut auf das Spiel vorbereitet. Sicherlich ist es etwas anderes, wenn der Cheftrainer nicht da ist, aber das ist nichts Ungewöhnliches, dass der Trainer mal krank ist.“ (kni)