Erhitzte Gemüter beim Werder-Training
„Wenn einer meint, nicht mehr mitlaufen zu müssen...“: Hohe Intensität, viele Tore und ein bisschen Ärger im Werder-Training
Im Training des SV Werder Bremen am Dienstag, vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg, war mächtig Feuer drin. Beim Kleinfeld-Turnier gab es nicht nur knackige Zweikämpfe, sondern auch einige verbale Spitzen - vor allem zwei jüngere Spieler bekamen ihr Fett weg.
Bremen – Ein paar lockere Aufwärmübungen, eine kurze Passspieleinheit – und dann war der Schongang beim Training des SV Werder Bremen am Dienstag auch schon wieder beendet. Danach war nämlich ordentlich Feuer drin, und zwar in jeglicher Hinsicht. In einem Turnier mit Hin- und Rückspiel hatte Chefcoach Ole Werner vier Sechser-Teams auf den Rasen geschickt, in jeweils vierminütigen Duellen ging es intensiv auf dem Kleinfeld zur Sache. Und den einen oder anderen Spruch gab es gratis dazu.
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Ole Werner hatte schon direkt vor dem ersten Durchgang eine klare Ansage gemacht: „Verteidigt gemeinsam. Wenn irgendeiner in eurer Mannschaft meint, nicht mehr mitlaufen zu müssen, dann liegt es in eurer Verantwortung, denjenigen darauf anzusprechen und hinzuweisen.“ Es dauerte nicht allzu lang, da wurde der Ton an der einen oder anderen Ecke der beiden Spielfelder tatsächlich etwas rauer. Erstes „Opfer“ war Werder Bremens Nachwuchskeeper Spyros Angelidis, der in der Auftaktpartie fünf Sekunden vor dem Ablauf der Zeit einen ebenso überflüssigen wie üblen Fehlpass spielte und somit die Führung seiner Mannschaft hergab – was Anthony Jung überhaupt nicht gefiel, der erst laut schimpfte und dann auch in den folgenden Begegnungen immer wieder mit dem griechischen Schlussmann haderte.
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Ein verbales Aufeinandertreffen zweier Generationen gab es auch in einer anderen Formation. So redete Marvin Ducksch vehement auf Leon Opitz ein. Zunächst wollte der Angreifer den Youngster mit den Worten „Straff dich, das reicht so nicht“ anspornen. Doch als dessen Aktionen auch in der Folge nicht immer glückten, bekam der 18-Jährige noch die eine oder andere weitere Ansage.
Mitchell Weiser wartete derweil mit kleineren Fremdsprachenkenntnissen auf, indem er nach einem verunglückten Spielzug lautstark, aber nicht zitierfähig auf Albanisch fluchte. Kurze Zeit später war er dann noch in einen kleinen Disput mit Gegenspieler Marco Friedl verwickelt. Doch danach lachte der Flügelspieler des SV Werder Bremen schon wieder, schließlich hatte er gemeinsam mit Michael Zetterer, Niklas Stark, Christian Groß, Justin Njinmah und Romano Schmid den Turniersieg geholt.
In personeller Hinsicht gab es wenig Auffälligkeiten bei Werder Bremen. Niclas Füllkrug setzte erneut aufgrund einer Belastungssteuerung aus, Nick Woltemade stieg nach Rückenbeschwerden wieder komplett ins Training ein. Der zuletzt erkrankte Dikeni Salifou war wenige Tage vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg (Samstag, 15.30, DeichStube-Liveticker) zumindest anteilig wieder involviert. (mbü)