Werder-Transfer-News
Werder bestätigt Gespräche – mehr aber auch nicht: Niemeyer und Thioune über bevorstehenden Schmid-Abgang
Romano Schmid wird Werder Bremen aller Voraussicht nach verlassen. Wie die Verantwortlichen des Bundesligisten darüber sowie über einen Ersatz denken.
Romano Schmid war erwartungsgemäß am Montag nicht mehr dabei, als der SV Werder Bremen das fünftägige Trainingslager in Harsewinkel bezog. Der Verein bestätigte am Vormittag offiziell, dass sich der österreichische Nationalspieler zu Gesprächen bei einem anderen Club befindet. Nach DeichStube-Informationen steht der 26-Jährige unmittelbar vor einem Wechsel nach Italien zu Aufsteiger Frosinone Calcio. Rund acht Millionen Euro soll Werder für Schmid kassieren, durch Bonuszahlungen kann die Summe noch auf mehr als zehn Millionen Euro anwachsen.
„Romano hat sich heute Morgen von der Mannschaft verabschiedet, ist zu finalen Gesprächen zu einem Verein unterwegs, und wir schauen, was die nächsten Tage dann bringen werden“, erklärte Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer. Trainer Daniel Thioune machte keinen Hehl daraus, dass der bevorstehende Abgang eine Zäsur bedeutet. „Es haben alle gesehen, wie Romano sich die letzten sechs Jahre für diesen Verein aufgeopfert hat. Er hat über 190 Pflichtspiele für diesen Verein absolviert, die bekommt man nicht geschenkt, sondern die muss man sich hart erarbeiten“, sagte Thioune. „Deshalb ist es schade, dass er kein Teil mehr von uns ist.“
Sportlicher und menschlicher Verlust: So reagiert Werder Bremen auf bevorstehenden Abgang von Romano Schmid
Romano Schmid war 2019 vom österreichischen Erstligisten Red Bull Salzburg zu Werder Bremen gekommen, wurde zunächst noch für eine Saison an den Wolfsberger AC verliehen und kehrte 2020 dauerhaft an den Osterdeich zurück. In den vergangenen Jahren entwickelte er sich zu einem Leistungsträger und Führungsspieler. In dieser Spielzeit sollte er daher eigentlich erstmalig die prestigeträchtige Rückennummer 10 erhalten und mit seiner Erfahrung vorangehen.
Für Niemeyer ist der Abschied nicht nur sportlich ein Verlust. „Ich schätze ihn total als Mensch. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Auch sportlich auf dem Platz hat er uns viel gegeben. Von daher bedauere ich den Abgang“, sagte der Leiter Profifußball des SV Werder Bremen. Gleichzeitig sei ein solcher Transfer „auch ein Teil des Geschäfts und des Prozesses“.
Ersatz für Romano Schmid: Werder Bremen skizziert Überlegungen
Bleibt die Frage, wie die Bremer den bevorstehenden Abgang kompensieren wollen. Nach derzeitigem Stand suchen die Verantwortlichen an anderen Stellen im Kader noch dringend Verstärkung. Ob es daher einen unmittelbaren, externen Nachfolger für den Österreicher gibt, ist noch nicht abschließend geklärt. „Wir versuchen das Bestmögliche für den Kader, für unsere Mannschaft zusammenzustellen. Das kann ein 1:1-Ersatz sein, aber es muss kein 1:1-Ersatz sein“, erklärte Niemeyer.
Gemeinsam mit dem Trainerteam wolle man in den kommenden Tagen prüfen, wie die Lücke intern aufgefangen werden kann. Genau darin sieht Thioune eine Chance für andere Spieler. „Meine Energie und Kraft gehört jetzt den Jungs, die hier sind. Denn wir haben einige spannende Jungs hier, die perspektivisch in diese Rolle schlüpfen könnten“, sagte der Coach des SV Werder Bremen. (bvo/mbü)
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