Ärger nach Transfer-Meldung
Werder Bremen verärgert über Borré-Foto im Porto-Alegre-Trikot - Fritz: „Wir sind sehr irritiert“
Rafael Borré wechselt spätestens im Sommer nach Brasilien. Dass der Stürmer sich schon jetzt im Trikot des SC Internacional Porto Alegre zeigte, ärgert Werder Bremen mächtig.
Bremen - Knallrot ist es, das Trikot, das sich Rafael Borré übergestreift hat. Vor dem weiß-verschneiten Hintergrund kommt es auf dem Foto besonders gut zur Geltung, strahlt regelrecht. Ebenso wie Borré selbst. Seinen rechten Arm hat der Werder-Stürmer um Alessandro Barcellos gelegt, den Präsidenten des brasilianischen Erstligisten SC Internacional Porto Alegre, dessen Trikot er auf dem Motiv trägt und der damit am Mittwoch stolz verkündete, den 28-Jährigen unter Vertrag genommen zu haben. Nur ab wann, ist noch nicht klar. „Spätestens im Sommer“ teilen sowohl Eintracht Frankfurt als auch Porto Alegre mit, genauer können sie es noch nicht sagen. Denn die Frage, wann Borré aus Deutschland nach Brasilien wechselt, wird vom SV Werder Bremen beantwortet, der den Angreifer noch bis zum 30. Juni als Leihgabe aus Frankfurt unter Vertrag hat - und sich deshalb gerade mächtig über das Borré-Foto im Porto-Alegre-Trikot ärgert.
Werder Bremen-Ärger wegen Rafael Borré-Foto im Internacional-Trikot: „Wir sind sehr irritiert“
„Es ist völlig in Ordnung, dass Frankfurt und Porto Alegre ein Agreement gefunden haben, aber wir sind sehr irritiert, dass Rafael schon im Trikot eines anderen Vereins abgelichtet wurde“, betont Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube - und schiebt hinterher: „Bis zum Sommer steht er noch bei uns unter Vertrag. Da verwundert das Vorgehen von Porto Alegre schon sehr.“
Rafael Borré-Transfer zum SC Internacional Porto Alegre fix: Werder Bremen ärgert sich über Fotos im Trikot
Tatsächlich zählt es innerhalb der Fußballbranche nicht gerade zum guten Ton, wenn Spieler fremde Trikots anziehen - und sich darin auch noch ablichten lassen. Ein „Vergehen“, zu dem auch der SV Werder Bremen in der Vergangenheit wiederholt in ähnlicher Form beigetragen hat. Erinnert sei an die Wechsel von Anthony Ujah (aus Köln), Niclas Füllkrug (aus Hannover) und jüngst auch von Dawid Kownacki (aus Düsseldorf) an den Osterdeich. Den Polen hatte Werder schon im grün-weißen Dress gezeigt, als für ihn mit Düsseldorf noch der letzte Zweitliga-Spieltag anstand. „Das war auch nicht in Ordnung. Wir haben uns danach umgehend bei Düsseldorf entschuldigt“, sagt Fritz, als er an den Fall erinnert wird.
Am Bremer Standpunkt in Sachen Rafael Borré, so betont es der Ex-Profi am Mittwoch, habe sich durch die Bekanntgabe der Einigung zwischen Frankfurt und Porto Alegre nichts geändert. „Wir haben keinerlei Interesse daran, Rafael im Winter abzugeben, sondern planen für die Rückrunde fest mit ihm“, sagt der 42-Jährige. Der diesen Standpunkt übrigens noch nicht direkt beim SC Internacional Porto Alegre hinterlegen konnte, weil der Verein nach wie vor nicht auf Werder Bremen zugekommen sei. Fritz: „Mit uns hat nach wie vor niemand gesprochen, es besteht kein Kontakt.“ Bedeutet: Stand heute bleibt Rafael Borré bis zum Sommer beim SV Werder, wo ihm nach dem Foto im fremden Trikot übrigens keine Konsequenzen drohen, wie Fritz erklärte. (dco)