Werder zahlte fast 5 Millionen für Alvero

„Zu keinem Zeitpunkt gedacht, dass ich etwas anderes möchte“: Skelly Alvero schwärmt von Werder und will in der neuen Saison so richtig angreifen

Skelly Alvero ist glücklich über seinen festen Transfer zu Werder Bremen und fühlt sich im Verein pudelwohl.
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Skelly Alvero ist glücklich über seinen festen Transfer zu Werder Bremen und fühlt sich im Verein pudelwohl.

Skelly Alvero ist in diesem Sommer fest zu Werder Bremen gewechselt. Am Dienstag hat der Franzose eine kleine Liebeserklärung an den Verein abgegeben und außerdem über seine Ziele sowie Zukunft an der Weser gesprochen.

Bremen – Da staunte selbst Skelly Alvero und riss die Augenbrauen verwundert nach oben. Als er am Montag nach der ersten Trainingseinheit des SV Werder Bremen an den wartenden Fans vorbeischritt, mit ihnen abklatschte und sich fotografieren ließ, stellte sich plötzlich ein Mann in den Weg, der anders war als all die anderen drumherum: Er war größer als Alvero. „Für mich ist es sehr schwierig, überhaupt Personen zu finden, die so groß sind wie ich oder sogar noch größer“, erzählte der 2,02 Meter lange Mittelfeldakteur lachend, als er am Dienstag während einer Medienrunde auf die besondere Begegnung angesprochen wurde. „Dann geht es auch mir mal so wie wahrscheinlich den anderen Menschen, wenn sie mir begegnen: Da schaue ich diese noch größere Person nur noch an und bin regelrecht schockiert.“ Ansonsten ist die Gefühlslage eine komplett andere in diesen Tagen: Skelly Alvero ist einfach nur glücklich. Glücklich darüber, dass er nach seiner Rückrunden-Leihe an die Weser nun fest verpflichtet wurde, ein fixer Teil des Teams ist. Und dort will er ab sofort noch mehr beeindrucken als nur durch sein Erscheinungsbild.

Werder Bremens Skelly Alvero über Wechsel: „Zweifel hatte ich zu keinem Zeitpunkt“

„Ich freue mich sehr, dass ich hierbleibe“, betonte der 22-Jährige. „Alles, was seit der Leihe hier in Bremen passiert ist, hat dazu beigetragen, dass mein Selbstvertrauen gewachsen ist. Speziell im Vergleich zu meiner vorherigen Situation in Lyon.“ Dabei sind die nackten Statistikwerte des Franzosen noch ziemlich überschaubar. Sechs Partien hat Skelly Alvero für Werder Bremen bestritten, lediglich eine davon von Beginn an. Ein wunderschöner Hackentreffer gegen Hoffenheim sticht als Glanzstück heraus. Ein Muskelfaserriss und eine Schulterverletzung verhinderten jedoch weitere Einsätze oder Gelegenheiten, Akzente zu setzen. Das hätte also im Nachgang theoretisch auch ganz anders ausgehen können. „Zweifel hatte ich zu keinem Zeitpunkt. Trotz der geringen Spielzeit, die ich hatte, hat mir alles, was auf und neben dem Platz passierte, so viel Kraft und Stärke gegeben, dass ich zu keinem Zeitpunkt daran gedacht habe, dass ich vielleicht etwas anderes möchte.“

Und Werder Bremen offenkundig auch nicht. Die Verantwortlichen schufen frühzeitig Fakten, zogen rasch die vereinbarte Kaufoption bei Skelly Alvero. Kein Taktieren, kein späteres Feilschen um eine möglicherweise geringere Ablösesumme. 4,75 Millionen Euro wurden fällig, durch Bonuszahlungen könnten weitere 1,5 Millionen Euro folgen. Auch eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von 15 bis 20 Prozent soll vereinbart worden sein. Kein kleiner Deal für einen Club wie Werder. Und doch wurde die Fahndung nach Alternativen schnell eingestellt.

„Gab keine anderen Optionen“ - Skelly Alvero wollte nur bei Werder Bremen bleiben

„Wir sind uns sicher, dass wir auf dieser Position in unserem Rahmen wahrscheinlich keinen Spieler finden, von dem wir mehr überzeugt sind – sowohl anhand dessen, was wir schon vor der Leihe gesehen haben als dann auch das, was er bei uns gezeigt hat“, erklärt Cheftrainer Ole Werner. „Skelly ist ein junger Spieler, der noch massig Luft nach oben hat, aber er bringt besondere Fähigkeiten mit. Er kombiniert fußballerische Qualität mit einer gewissen Körperlichkeit. Darüber hinaus passt er auch als Typ zu uns und ist ein Charakter, der sich auch weiterentwickeln will.“ Alvero selbst freut sich sehr über dieses Lob, wie er bestätigte, doch auch er weiß, dass sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist. „Die Chancenverarbeitung ist sicherlich ein Punkt, der von ihm gemeint worden ist“, sagte der Profi des SV Werder Bremen, der unweit von Paris in Stains aufwuchs. „Auch meine Laufstärke fällt mir da ein. Ich möchte natürlich bestätigen, dass der Club so viel Geld für mich ausgegeben hat und will sportlich so viel wie möglich zurückgeben.“

Denn hier in Bremen, da kann Skelly Alvero seinen Traum leben. „Schon bevor der Leihvertrag zustande gekommen ist, hatte ich immer den Wunsch, irgendwann einmal in Deutschland und der Bundesliga zu spielen“, verriet er. „Ich bin sehr froh, dass es jetzt so gekommen ist.“ Ein Plan B sei nicht vorhanden gewesen. „Es gab keine anderen Optionen, und ich habe auch überhaupt nicht darüber nachgedacht. Ich habe bereits am Ende der vergangenen Saison zu meinem Berater gesagt, dass ich gern in Bremen bleiben möchte und er sein Bestes dafür tun soll“, schilderte Alvero.

Topp, Lynen und Co. im Blickpunkt: Die besten Bilder von Werders Trainingsauftakt in der Fotostrecke

Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
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Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung.
Die Profis des SV Werder Bremen absolvierten am Montagnachmittag ihre erste Trainingseinheit der Vorbereitung. © gumzmedia

Werder Bremens Skelly Alvero: „Wenn ich meinen Job gut mache, dann bekomme ich auch meine Chance“

Sein Bestes wird auch der defensive Mittelfeldakteur selbst geben müssen, um eine gewichtige Rolle bei Werder Bremen zu spielen. Die Konkurrenz auf der Position ist nicht eben gering, zuletzt gehörte Senne Lynen dort der Stammplatz, aber auch Jens Stage fühlt sich auf der Sechs wohl. „Ich möchte in dieser Saison so oft wie möglich spielen“, sagte Skelly Alvero. „Letztlich hängt es davon ab, wie ich mich präsentiere. Wenn ich meinen Job gut mache, dann bekomme ich auch meine Chance.“ Genau diese Klarheit ist es, die sich Ole Werner für seine Mannschaft gewünscht hat. „Wir wollten jemanden auf dieser Position haben, der sofort mit den vorhandenen Spielern konkurrieren kann und trotzdem noch entwicklungsfähig ist“, meint der 36-Jährige.

All das ist Skelly Alvero. All das will er auch sein. „Ich bin hier von Beginn an derart offen und herzlich aufgenommen worden, dass es sich wie eine komplett gesunde Umgebung anfühlt“, unterstrich der Franzose, der weiterhin im Hotel wohnt. Noch. Demnächst steht ein Umzug an, dann kann er endgültig sesshaft werden. In Deutschland, bei Werder Bremen. Dort, wo er seinen Fußballtraum leben will. (mbü)

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