Werder-Transfer-News
Schmidt, Wanner, Zeqiri, Gregoritsch, Schwolow, Hein: Werder Bremens Namen-Karussell im Transfer-Stau
Der SV Werder Bremen will noch einige Transfers tätigen. Die DeichStube ordnet die aktuell kursierenden Transfer-Gerüchte ein.
Bremen – Das Warten geht weiter. Dabei ist eigentlich alles vorbereitet. Doch die Verpflichtung von Isaac Schmidt gestaltet sich unverändert schwierig. Auch am Dienstag gab es keine neue Bewegung, der SV Werder Bremen schielt noch immer ungeduldig nach England und hofft, dass Premier-League-Aufsteiger Leeds United endlich grünes Licht für den Transfer gibt. Werder möchte den Schweizer, der Rechtsverteidiger möchte an die Weser, beide Clubs sind sich wirtschaftlich einig – für den Wochenbeginn hatte der Bundesligist nach DeichStube-Informationen bereits entsprechende Flugverbindungen anvisiert, um den 25-Jährigen zum Medizincheck an den Osterdeich zu holen und dann die letzten vertraglichen Details zu klären. Doch die Pläne wurden durchkreuzt, obwohl es zuletzt positive Signale für einen Wechsel von der Insel gegeben hatte. Zumal Schmidt auch am Montagabend beim Ligaauftakt des Erstliga-Rückkehrers gegen Everton (1:0) nicht im Kader stand. Eine Deadline soll Leeds dem Vernehmen nach von Bremer Seite nicht gesetzt werden, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass Werder doch wieder die Bemühungen um Alternativen intensiviert.
Isaac Schmidt, Michael Gregoritsch und Andi Zeqiri: Mehrere Namen in Transfer-Suche des SV Werder Bremen
Allerdings lebt die Hoffnung, dass es doch mit Isaac Schmidt klappt. Bis zum kommenden Sommer möchte Werder Bremen den Rechtsfuß gern ausleihen, nach Informationen der DeichStube würde eine vereinbarte Kaufoption zum Gesamtkonstrukt gehören. Der Eidgenosse ist auf den Außenbahnen vielseitig einsetzbar und nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Mitchell Weiser und Maximilian Wöber eine gern gesehene Option für den Kader. Schmidt selbst möchte an der Weser seine Karriere wieder ankurbeln, denn in der vergangenen Saison brachte er es bei Leeds United gerade einmal auf 71 Spielminuten – bei zwölf Einsätzen. Beim Club von Ex-Bremer Ilia Gruev wird auch nicht mehr wirklich mit dem Schweizer geplant, allerdings gibt es auch dort auf dem Flügel Vakanzen, weshalb Schmidt ohne zuvor verpflichteten Ersatz bislang nicht gehen darf.
Bekanntlich suchen die Bremer derzeit auch händeringend nach einer Verstärkung für den Sturm. Zuletzt ist dabei der Name Michael Gregoritsch ins Spiel gebracht worden, doch der Österreicher, der aktuell beim SC Freiburg keine große Rolle mehr spielt, stand zwar intern auf der Liste, bei Werder Bremen werden aktuell jedoch andere Spuren verfolgt – auch, weil intern nicht alle Verantwortlichen von ihm überzeugt waren. Wie „Sky“ zudem berichtet, steht Gregoritsch vor einem Wechsel zum dänischen Club Bröndby Kopenhagen. Als vor zwei Jahren nach dem Abgang von Niclas Füllkrug zu Borussia Dortmund schon einmal händeringend ein Angreifer mit klassischem Torjägerprofil gesucht wurde, machte der Name Andi Zeqiri am Osterdeich die Runde. Auch jetzt soll der Name des 16-fachen Nationalspielers der Schweiz zumindest intern mal gefallen sein. Ins Raster würde der 26-jährige Mann aus Lausanne theoretisch passen, der bis 2026 beim belgischen Erstligisten KRC Genk unter Vertrag steht, dort aber aktuell auf der Tribüne sitzt. Zuletzt war Zeqiri bereits an Standard Lüttich verliehen worden, aktuell befindet er sich auf Clubsuche. „Andi hat einen guten Charakter, ist ein toller Junge. Ich mag ihn sehr“, stellt Coach und Ex-Profi Thorsten Fink den Spieler verbal ins Schaufenster. „Er ist auch in der Mannschaft sehr beliebt. Er ist top motiviert. Nach den Trainings schiebt er Sonderschichten im Kraftraum.“ Eine Ablösesumme von drei Millionen Euro stellt sich Genk vor, allzu heiß soll die Spur aus Werder-Sicht nach DeichStube-Informationen dennoch momentan nicht sein.
Paul Wanner, Alexander Schwolow und Karl Hein: Die Transfer-Liste des SV Werder Bremen ist lang
Ziemlich ruhig ist auch um die Personalie Paul Wanner geworden. Der Jungprofi des FC Bayern München befindet sich nicht erst seit diesem Sommer auf dem Bremer Radar – zumal der jetzige Chefcoach Horst Steffen den einst ins Saarland verliehenen Offensivakteur noch aus gemeinsamen Tagen bei der SV Elversberg kennt. Inzwischen bahnt sich zwar ein weiteres Leihgeschäft des talentierten U21-Nationalspielers an, allerdings wohl ins Ausland. So soll der niederländische Erstligist PSV Eindhoven laut dortiger Medienberichte intensiv an einer Umsetzung des Transfers arbeiten. Beide Clubs führen demnach aktuell Gespräche darüber, wie ein passendes Geschäft aussehen könnte. Werder Bremens Suche nach Lösungen für die eigenen Sorgen muss derweil an anderer Stelle weitergehen.
So wie im Tor. Der Wechsel von Michael Zetterer zu Eintracht Frankfurt steht unmittelbar bevor und verzögert sich nur deshalb, weil der bisherige Keeper der Hessen, Kevin Trapp, seinen Medizincheck beim neuen Club Paris FC auf Dienstag verschieben musste. Trotzdem plant der SVW bereits die Zukunft. Ein Kandidat für den Posten hinter Mio Backhaus ist nach DeichStube-Informationen der vertragslose Alexander Schwolow, mit dem sich hinter den Kulissen intensiv beschäftigt wurde und mit dem es aussichtsreiche Gespräche gab. Dennoch fuhr Werder Bremen von Beginn an mehrgleisig, prüfte zusätzliche Möglichkeiten, bei denen die Balance aus sportlicher Qualität und Wirtschaftlichkeit stimmt. Dazu passt: Wie die „Bild“ zuerst berichtete und was sich mit den Informationen der DeichStube deckt, schauen die Bremer auch auf Karl Hein. Der 23-jährige Nationalspieler Estlands steht beim FC Arsenal in London (Vertrag bis 2026) zum Verkauf und ist kostengünstig zu haben. Auch sein Gehalt soll nicht mehr als eine Million Euro betragen. Zuletzt war Hein an Real Valladolid ausgeliehen und stieg dort als Stammkeeper ab – aber, so heißt es an der Weser, ihm wird zugetraut, perspektivisch mit Backhaus in den Konkurrenzkampf zu treten. (mbü)
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