Knackpunkt Steffen
Doch keine Ausleihe? Warum Werder Bremen seine Pläne mit Opitz plötzlich überdenkt
Eigentlich sollte Leon Opitz in die 2. Bundesliga verliehen werden. Warum das Talent aber nun doch beim SV Werder Bremen bleiben könnte.
Bremen – Bis vor Kurzem war der Plan klar, lediglich das Ziel galt es noch festzulegen: U23-Talent Leon Opitz, so das erklärte Vorhaben des SV Werder Bremen, sollte für die kommende Saison an einen Zweitligisten verliehen werden, um hochklassig Spielpraxis sammeln zu können. An Bewerbern mangelt es dabei auch weiterhin nicht: Nachdem sich bereits der VfL Bochum, der SC Paderborn und Arminia Bielefeld nach dem Spieler erkundigt hatten, ist nach DeichStube-Informationen aktuell Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel die heißeste Spur. Die Störche, bei denen Ex-Bremer Olaf Rebbe als Geschäftsführer Sport tätig ist, wollen Opitz unbedingt haben. Die Gespräche zwischen den Clubs wurden nun allerdings erstmal auf Eis gelegt, weil es bei Werder ein Umdenken gab.
Wegen Trainer Horst Steffen: Werder Bremen schiebt Zukunfts-Entscheidung bezüglich Leon Opitz nach hinten
„Wir haben die Entscheidung darüber, wie es mit Leon in der neuen Saison weitergeht, nach hinten verschoben“, sagt Werder-Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube – und erklärt: „Das hängt natürlich mit dem Trainerwechsel zusammen, weil sich Horst Steffen erstmal ein eigenes Bild von Leon machen soll.“ Heißt: Unter dem neuen Chefcoach des SV Werder Bremen könnte sich im Verlauf der Vorbereitung womöglich eine neue Perspektive für Leon Opitz ergeben, die unter Steffens Vorgänger Ole Werner so nicht zu erwarten war. Ab dem Trainingsauftakt am 5. Juli erhält der 20-Jährige die Chance, beim neuen Trainer Pluspunkte zu sammeln. „Danach werden wir die Situation neu bewerten“, sagt Fritz. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass Leon bei uns bleibt und nicht verliehen wird.“
Klar ist: Für die U23 wird Leon Opitz ab sofort nicht mehr zum Einsatz kommen. Entweder er schafft den Sprung in Werders Profikader, oder er geht den Umweg einer Leihe. Grundsätzlich sehen die Bremer Verantwortlichen weiterhin großes Potenzial im offensiven Mittelfeldspieler, der auch auf dem linken Flügel zum Einsatz kommen kann. In der Saison 2023/24 feierte Opitz bereits sein Bundesliga-Debüt für Werder Bremen, ehe es nach einer langwierigen Sprunggelenksverletzung zurück in die U23 ging. Für das Regionalliga-Team erzielte das Talent in der abgelaufenen Saison 16 Saisontore und bereitete zwölf Treffer vor. Werte, die auch Horst Steffen zur Kenntnis genommen hat. Dass der 56-Jährige bei der SV Elversberg vermehrt auf junge Spieler gesetzt hat, dürfte Opitz vor dem Start der Vorbereitung ein gutes Gefühl geben. (dco)
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