Werder-Transfer-News
Tempo, Intensität, Verlässlichkeit: So plant Werder Bremen bei den Außenverteidigern
Zur kommenden Saison hat der SV Werder Bremen nach aktuellem Stand nur zwei Außenverteidiger im Kader. So planen die Verantwortlichen.
Viele Beobachter und Anhänger des SV Werder Bremen sprechen derzeit über mögliche Neuzugänge im Angriff. Dort wollen die Verantwortlichen um Sportchef Clemens Fritz bekanntlich noch mindestens zweimal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Ein Blick auf den aktuellen Kader zeigt allerdings: Wenn zum 30. Juni offiziell auch die Leihgeschäfte mit Spielern wie Isaac Schmidt, Maximilian Wöber oder Yukinari Sugawara auslaufen, würden nominell mit dem in der Vergangenheit häufig verletzungsanfälligen Felix Agu und Olivier Deman nur noch zwei Außenverteidiger zur Verfügung stehen. „Wir sondieren auf mehreren Positionen den Markt und prüfen auch für die Außenbahnen, welche Optionen es gibt“, sagt Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer daher auf Nachfrage der DeichStube.
Neuzugänge für Werder Bremen? „Wir prüfen auch für die Außenbahnen, welche Optionen es gibt“
Die Kaufoption bei Schmidt haben die Grün-Weißen nicht gezogen, der Schweizer kehrt nach seiner Leihe zu Stammverein Leeds United zurück. Ob Sugawara nach seiner Teilnahme mit Japan an der Weltmeisterschaft ein ähnliches Szenario erwartet, ist noch offen. Anders als bei Schmidt können sich die Bremer beim Japaner grundsätzlich weiterhin vorstellen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Die Höhe der vereinbarten Kaufoption von kolportierten sechs Millionen Euro ist Werder Bremen allerdings zu hoch. Demnach wird es auf offene Verhandlungen mit dem FC Southampton ankommen – sowie darauf, ob Sugawara während der WM mit guten Leistungen seinen Marktwert weiter steigert und womöglich noch andere Vereine auf sich aufmerksam macht. Bleibt zudem noch die seit Wochen andauernde und sich als schwierig gestaltende Vertragsverlängerung von Mitchell Weiser. Zwar gab es zuletzt positive Annäherungen, unter Dach und Fach ist eine Verlängerung des Ende des Monats auslaufenden Arbeitspapiers bislang aber weiterhin nicht.
Neuzugänge auf den Außenbahnen von Werder Bremen auch bei Vertragsverlängerung von Mitchell Weiser geplant
Selbst wenn Weiser bleiben sollte, sind Neuzugänge auf den defensiven Außenbahnen nicht ausgeschlossen – im Gegenteil. Die Bremer suchen dort gezielt nach ganz bestimmten Attributen für die unter Cheftrainer Daniel Thioune geplante neue Spielphilosophie, die deutlich aktiver mit und gegen den Ball werden soll. „Tempo ist dabei ein wichtiger Faktor, aber auch Zweikampfstärke, Intensität oder die Fähigkeit, offensiv Akzente setzen zu können, sind von Bedeutung“, erklärt Niemeyer. Klar ist: Noch einmal soll sich eine derartige Seuchensaison wie die vergangene nicht wiederholen, als über weite Strecken gleich mehrere Profis auf den Außenverteidigerpositionen ausfielen und personell immer wieder improvisiert werden musste. Deshalb spielen neben den sportlichen Qualitäten auch körperliche Fitness und Verlässlichkeit bei Werder Bremens Kaderplanung eine wichtige Rolle. (bvo/mbü)
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