Werder-Transfer-News
Njinmah-Wechsel platzte kurz vor Unterschrift: Warum der Angreifer immer noch bei Werder Bremen ist
Verlässt er Werder Bremen oder nicht? Ein Transfer von Justin Njinmah zu Hull City schien schon ausgemacht und ist dann doch noch geplatzt - der Stand.
Justin Njinmah stoppte bei den Fans, verteilte allerlei Autogramme und ließ sich bereitwillig für Fotos ablichten. Beim ersten Test des SV Werder Bremen in diesem Sommer gab sich der Stürmer nahbar und ging mit den Fans auf Tuchfühlung. Und so ganz nebenbei erzielte der 25-Jährige auch noch zwei Tore beim 6:2-Erfolg gegen den Oberligisten FC Verden 04. Doch eigentlich hätte Njinmah gar nicht mehr in Bremen beziehungsweise dem Umland sein sollen – weil ein Wechsel nach England nach Informationen der DeichStube schon so gut wie in trockenen Tüchern war. Nur noch Details waren zu klären, ehe ein Deal mit Premier-League-Aufsteiger Hull City über die Bühne gegangen wäre. Doch dann kam alles anders – was bei Werder für reichlich Verwunderung sorgte und Spieler sowie dessen Berater ziemlich verärgerte.
Werder Bremen-Transfers: Wechsel von Justin Njinmah zu England-Club Hull City platzt plötzlich
Knapp zwei Wochen ist es dem Vernehmen nach jetzt her, dass die Engländer erstmals Nägel mit Köpfen machen wollten und Werder Bremen ein millionenschweres Angebot für Justin Njinmah unterbreiteten. Die Bremer Verantwortlichen lehnten jedoch zügig ab – und erhielten wenig später eine verbesserte Offerte im hohen einstelligen Millionenbereich, die den eigenen Vorstellungen deutlich mehr entsprach. Wie zu hören ist, herrschte Einigkeit darüber, Njinmah auf die Insel ziehen zu lassen, der Spieler wollte unbedingt die Chance in Hull nutzen. Doch dann trennte sich der Club plötzlich von seinem Sportdirektor Jared Dublin – und der nahezu eingetütete Transfer platzte. Entsetzen bei Njinmah und dessen Berater, Kopfschütteln am Osterdeich.
Zwar hatte Hull-City-Besitzer Acun Ilicali unter der Woche erklärt, dass der Verein Interesse am Profi des SV Werder Bremen habe, dieser aber auch nur eine von mehreren Optionen sei. Folglich herrscht aktuell Stillstand in dieser Angelegenheit – ob zeitnah neuer Schwung in die Angelegenheit kommt, ist fraglich. „Ich werde bei keiner Verpflichtung überstürzt handeln – lieber verliere ich drei Wochen, bekomme dafür aber dreimal bessere Spieler“, hatte Ilicali erklärt. Ist das möglicherweise die Chance des englischen Zweitligisten FC Southampton, dem medial zuletzt ebenfalls ein Interesse am Angreifer nachgesagt wurde? Wohl nicht. Nach DeichStube-Informationen gibt es aus dieser Richtung bei Werder aktuell keine Signale für eine Verpflichtung.
Werder Bremen-Transfers: Wechselt Justin Njinmah? Sportchef Clemens Fritz hält sich bedeckt
Clemens Fritz, Werders Geschäftsführer Fußball, hielt sich derweil am Rande des Testspiels in Verden bedeckt, sagte mit Blick auf mögliche Abgänge lediglich: „Es gibt auf jeden Fall Interesse an unseren Spielern. Ich möchte da aber keine Wasserstands-Meldungen abgeben.“ Gleiches gilt im Übrigen auch für die Zugangsseite. Auf die Frage, ob womöglich ein weiterer Zugang während des am Montag beginnenden Zillertal-Trainingslagers zu erwarten sei, antwortete Fritz: „Wir wollen den Kader schnellstmöglich beisammenhaben. Trotzdem muss man sich auch manchmal etwas gedulden, weshalb ich keine Garantien abgeben möchte.“ (mbü)
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